Bachelorarbeit, 2016
81 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Ziel der Arbeit
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Industrie 4.0
2.1 Der Begriff „Industrie 4.0"
2.1.1 Hintergründe
2.1.2 Definition
2.1.3 Historische Einordnung
2.2 Technologische Treiber
2.3 Smart Factory als Kernelement
2.4 Der Faktor Mensch in der Produktion
2.5 Nutzenpotenziale, Risiken und Herausforderungen
3 Anforderungen von Industrie 4.0 an das Produktionscontrolling
3.1 Bedeutung für das Controlling
3.2 Controlling-Prozessmodell der IGC
3.3 Controlling der Hauptprozesse
3.3.1 Strategische Planung
3.3.2 Operative Planung und Budgetierung
3.3.3 Forecast
3.3.4 Kosten-, Leistungs- und Ergebnisrechnung
3.3.5 Management Reporting
3.3.6 Projekt- und Investitionscontrolling
3.3.7 Risikomanagement
3.4 Controller-Kompetenzen
3.4.1 Operative Planung und Budgetierung
3.4.2 Forecast
3.4.3 Kosten-, Leistungs- und Ergebnisrechnung
3.5 Kennzahlen und Instrumente
3.6 Kritische Würdigung der Controller-Relevanz
4 Fazit
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit den Auswirkungen des Megatrends „Industrie 4.0“ auf die betriebswirtschaftliche Steuerung in Industrieunternehmen. Das primäre Ziel ist es, ein Verständnis für diesen Wandel zu schaffen, Chancen und Risiken zu identifizieren sowie die daraus resultierenden, veränderten Anforderungen an das Produktionscontrolling und das Anforderungsprofil von Controllern fundiert abzuleiten.
2.1.2 Definition
Besonders in Deutschland weckt das Schlagwort „Industrie 4.0“, das oft auch als vierte industrielle Revolution beschrieben wird, großes öffentliches Interesse. Spätestens, nachdem der Arbeitskreis Industrie 4.0 auf der Hannover-Messe 2013 seinen Abschlussbericht über weiterführende strategische Umsetzungsempfehlungen für das Zukunftsprojekt Industrie 4.0 an Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel übergeben hatte, erfuhr dieses Thema allerorten Beachtung: durch regelmäßige Tagungen, Projektgruppen und Kooperationen, in denen Whitepaper und eine Vielzahl an Artikeln, Fachberichten und Interviews verfasst werden. Der Weg zu diesem Leitbild wird sich evolutionär entwickeln; jedoch könnte es sein, dass die angestoßenen Innovationen auf das System industrieller Produktion in einigen Jahrzehnten von Historikern tatsächlich als Revolution eingestuft werden. Als wesentlicher Treiber von Industrie 4.0 wird der Einsatz von CPS in Produktion und Logistik bezeichnet, die eine Verschmelzung der realen mit der virtuellen Welt bewirken und auf diese Weise die so genannte „Smart Factory“ realisieren. Diesem Paradigma folgend koordinieren intelligente Maschinen selbstständig Fertigungsprozesse, Service-Roboter kooperieren mit Menschen und fahrerlose Transportfahrzeuge erledigen eigenständig Logistikaufträge. Für ein einheitliches Verständnis des Begriffs hat sich der Lenkungskreis der Plattform Industrie 4.0, der sich durch bedeutende Vertreter aus Praxis und Forschung auszeichnet, auf die folgende Definition geeinigt: „Der Begriff Industrie 4.0 steht für die vierte industrielle Revolution, einer neuen Stufe der Organisation und Steuerung der gesamten Wertschöpfungskette über den Lebenszyklus von Produkten. Dieser Zyklus orientiert sich an zunehmend individualisierten Kundenwünschen und erstreckt sich von der Idee, dem Auftrag über die Entwicklung und Fertigung, die Auslieferung eines Produkts an den Endkunden bis hin zum Recycling, einschließlich der damit verbundenen Dienstleistungen. Basis ist die Verfügbarkeit aller relevanten Informationen in Echtzeit durch Vernetzung aller an der Wertschöpfung beteiligten Instanzen sowie die Fähigkeit, aus den Daten den zu jedem Zeitpunkt optimalen Wertschöpfungsfluss abzuleiten. Durch die Verbindung von Menschen, Objekten und Systemen entstehen dynamische, echtzeitoptimierte und selbst organisierende, unternehmensübergreifende Wertschöpfungsnetzwerke, die sich nach unterschiedlichen Kriterien wie bspw. Kosten, Verfügbarkeit und Ressourcenverbrauch optimieren lassen.“
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Wettbewerbssituation deutscher Industrieunternehmen und führt Industrie 4.0 als notwendige Antwort auf zunehmende Komplexität und Volatilität ein, wobei die Arbeit das Ziel verfolgt, die Anforderungen an das Controlling zu systematisieren.
2 Industrie 4.0: Dieses Kapitel definiert den Begriff Industrie 4.0, ordnet ihn historisch ein und erläutert die technologischen Kernkomponenten wie Cyber-physische Systeme (CPS) und die Smart Factory als Wegweiser in eine digital vernetzte Produktionswelt.
3 Anforderungen von Industrie 4.0 an das Produktionscontrolling: Hier erfolgt eine detaillierte Analyse der Controlling-Hauptprozesse, die Anpassung des Controller-Kompetenzprofils sowie die Identifikation neuer, belastbarer Kennzahlen und Instrumente für eine effiziente Steuerung.
4 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und betont, dass der Controller trotz der fortschreitenden Automatisierung als entscheidender Dreh- und Angelpunkt für die wirtschaftliche Steuerung und als proaktiver Business-Partner unverzichtbar bleibt.
Industrie 4.0, Produktionscontrolling, Smart Factory, Cyber-physische Systeme, Echtzeit-Steuerung, Big Data, Digitale Transformation, Controller-Kompetenzen, Prozessmodell der IGC, Predictive Analytics, Flexibilität, Wertschöpfungsnetzwerke, Kennzahlen, Ressourcenplanung, Risikomanagement.
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen des digitalen Wandels, bekannt als Industrie 4.0, auf die Aufgaben und Methoden des Controllings in produzierenden Unternehmen.
Zu den Kernbereichen gehören die technologischen Grundlagen von Industrie 4.0, die prozessuale Neuausrichtung des Controllings, die Anpassung der Controller-Kompetenzen sowie die Entwicklung innovativer Steuerungs- und Kennzahlensysteme.
Das Hauptziel besteht darin, das Verständnis für Industrie 4.0 zu schärfen und die daraus resultierenden neuen Anforderungen an den Produktionscontroller systematisch zu definieren.
Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse und nutzt das Controlling-Prozessmodell der International Group of Controlling (IGC) als strukturelles Fundament für die Untersuchung.
Der Hauptteil analysiert die Controlling-Hauptprozesse (z.B. Planung, Forecast, Reporting, Kostenrechnung) im Kontext der Echtzeitdatenverfügbarkeit und leitet daraus notwendige Anpassungen ab.
Typische Begriffe sind Industrie 4.0, Produktionscontrolling, Smart Factory, Digitalisierung und Echtzeit-Steuerung.
Controller müssen vermehrt auf flexiblere, rollierende Systeme setzen und sich von starren, jährlichen Budgets hin zu einer "Modernen Budgetierung" bewegen, um die notwendige Anpassungsfähigkeit der Produktion zu unterstützen.
Das Risikomanagement wird durch die zunehmende Vernetzung komplexer; der Controller muss IT-Sicherheitsaspekte stärker in seine Analysen einbeziehen und eine enge Kooperation mit IT-Experten suchen.
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