Bachelorarbeit, 2016
79 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Fragestellungen der Bachelorarbeit
3. Methodik der Literaturrecherche
4. Ergebnisse der Literaturrecherche
4.1 Notwendigkeit der grundständigen Akademisierung des Pflegeberufes
4.2 Aktuelle Forschungsmeinung zu den Einsatzmöglichkeiten der Bachelorabsolventen
4.3 Gruppe eins – Pflegeakademiker am Patientenbett
4.4 Gruppe zwei – Pflegeakademiker in übergeordneter Sonderstellung
4.5 Gruppe drei – Pflegeakademiker in Führungspositionen
5. Vergleich der Tätigkeitsfelder von Bachelorabsolventen
5.1 Steigerung der Pflegequalität
5.1.1 Entwicklung der Pflegequalität durch Bachelors am Patientenbett
5.1.2 Entwicklung der Pflegequalität durch Bachelors in übergeordneten Sonderstellungen
5.1.3 Entwicklung der Pflegequalität durch Bachelors in Leitungsfunktionen
5.2 Effizienzsteigerung für das Unternehmen
5.2.1 Entwicklung der Effizienz des Unternehmens durch den Einsatz von Bachelors am Patientenbett
5.2.2 Entwicklung der Effizienz des Unternehmens durch Bachelors in übergeordneten Sonderstellungen
5.2.3 Entwicklung der Effizienz des Unternehmens durch Bachelors in Leitungsfunktionen
5.3 Lösungsansatz des Fachkräftemangels
5.3.1 Lösungsansatz zur Behebung des Fachkräftemangels durch den Einsatz von Bachelors am Patientenbett
5.3.2 Lösungsansatz zur Behebung des Fachkräftemangels durch Bachelors in übergeordneten Sonderstellungen
5.3.3 Lösungsansatz zur Behebung des Fachkräftemangels durch Bachelors in Leitungsfunktionen
6. Zusammenfassung der Ergebnisse
7. Auswertung und Diskussion der Ergebnisse
8. Fazit
9. Bedeutung für die Pflege
10. Ausblick in die Bereiche der ambulanten und Intensivpflege
11. Schlusswort
Die Bachelorarbeit untersucht, in welchen Tätigkeitsfeldern Bachelorabsolventen eines grundständigen Pflegestudiengangs in der Praxis eingesetzt werden können, um einen Mehrwert für das Unternehmen und die Pflegequalität zu generieren, und wie sich deren Einsatzmöglichkeiten differenzieren lassen.
4.3 Gruppe eins – Pflegeakademiker am Patientenbett
Wie bereits unter 4.2 beschrieben, zeichnet sich die erste Gruppe der Tätigkeitsfelder dadurch aus, dass die Pflegeakademiker hauptsächlich normale pflegerische Tätigkeitsbereiche wahrnehmen. Sie arbeiten direkt am Patienten und erfüllen originär pflegerische Aufgaben, ohne dabei herkömmlich ausgebildeten Pflegekräften hierarchisch übergestellt zu sein. Innerhalb der Erfüllung dieses Aufgabenspektrums werden die an der Hochschule zusätzlich erworbenen Kompetenzen, wie bspw. die wissenschaftliche Recherche sowie Auswertung und Interpretation der Ergebnisse (Vgl. Trewes 2014: 229), sinnvoll integriert. So werden eigene pflegerische Handlungen, Arbeitsabläufe und Arbeitsorganisation reflektorisch betrachtet und mit dem aktuellen Stand der Wissenschaft abgeglichen. Auf diese Weise entsteht eine evidenzbasierte Pflege direkt am Patientenbett (Vgl. Kälbe 2013: 1131).
Laut Wissenschaftsrat (WR) ist diese Veränderung der Ausbildung der Gesundheitsberufe notwendig, „um für die komplexen und komplexer werdenden Aufgabenfelder in den Pflege- und Therapieberufen und der Geburtshilfe wissenschaftliche Erkenntnisse über die Wirksamkeit einzelner Interventionen zu gewinnen und in der Versorgungspraxis verstärkt evidenzbasiert handeln zu können“ (WR 2012: 98). Zwar ist auch das momentane Ziel, die pflegerische Patientenversorgung auf dem aktuellsten Stand der Wissenschaft durchzuführen (Vgl. KrPflG 2008: §3 Abs. 1), jedoch wird die Erreichung dieses Zieles durch die fehlende reflektorische Kompetenz der dreijährig ausgebildeten Pflegekräfte an Berufsfachschulen sowie durch das Vorhandensein zu vieler hierarchischer Instanzen gehemmt. Mit Hilfe von Pflegenden auf Bachelorniveau können neue wissenschaftliche Erkenntnisse demnach schneller in die Praxis implementiert werden (Vgl. Grünewald et al. 2014: 4). Sie können die Krankenhausinstanzen zwar nicht minimieren, jedoch werden eine evidenzbasierte Tätigkeitsausrichtung sowie die selbstständige Integration aktueller wissenschaftlicher Kenntnisse in die eigenen Handlungen möglich, was automatisch zu einer Weiterentwicklung des hiesigen Pflegeberufes führt: „Fortschritt entsteht dann, wenn Pflegende ihr Handeln unter Anwendung wissenschaftlicher Methoden reflektieren, d.h. erforschen“ (Hackmann & Möller 2013: 66). Somit bildet sich in Deutschland die Basis für eine evidenzbasierte und qualitativ hochwertige Pflege, wie sie in anderen Staaten in Formen von Evidence Based Nursing (EBN) oder Advanced Nursing Practice (ANP) längst als Standard gilt.
1. Einleitung: Die Arbeit beleuchtet den Wandel der Pflegeausbildung in Deutschland und die Relevanz der ersten Bachelorabsolventen für die praktische Patientenversorgung.
2. Fragestellungen der Bachelorarbeit: Es werden die zentralen Forschungsfragen zur optimalen Integration und den Tätigkeitsfeldern von Pflegebachelorn definiert.
3. Methodik der Literaturrecherche: Der Autor beschreibt das Vorgehen bei der systematischen Suche und Auswahl von 49 relevanten Quellen zur Beantwortung der Fragestellungen.
4. Ergebnisse der Literaturrecherche: Die Recherche identifiziert drei Hauptgruppen für den Einsatz akademisch ausgebildeter Pflegender: am Patientenbett, in Sonderstellungen und in Führungspositionen.
5. Vergleich der Tätigkeitsfelder von Bachelorabsolventen: Die Arbeit vergleicht die Gruppen hinsichtlich ihrer Wirkung auf Pflegequalität, Unternehmenseffizienz und den Fachkräftemangel.
6. Zusammenfassung der Ergebnisse: Das Fazit der Literaturrecherche zeigt auf, dass der Einsatz der Absolventen je nach Modell unterschiedliche Potenziale zur Qualitäts- und Effizienzsteigerung bietet.
7. Auswertung und Diskussion der Ergebnisse: Kritische Reflexion der Einsatzmöglichkeiten unter Berücksichtigung der bestehenden Fachmeinungen und der Anforderungen an akademische Kompetenzen.
8. Fazit: Zusammenfassende Bewertung, dass eine Einsatzkombination, die wissenschaftliche Expertise in die direkte Patientenversorgung einbringt, die vielversprechendste Option darstellt.
9. Bedeutung für die Pflege: Erörterung der berufspolitischen Chancen durch die Akademisierung zur Professionalisierung der deutschen Pflege.
10. Ausblick in die Bereiche der ambulanten und Intensivpflege: Einschätzung der spezifischen Bedarfe und Potenziale für Bachelorabsolventen in anderen pflegerischen Sektoren.
11. Schlusswort: Abschließendes Plädoyer für eine fundierte Gestaltung der neuen Einsatzfelder unter Einbeziehung pflegewissenschaftlicher Erkenntnisse.
Pflegebachelor, Pflegeakademisierung, Qualitätssteigerung, Effizienzsteigerung, Fachkräftemangel, Patientenversorgung, Evidence Based Nursing, Advanced Nursing Practice, Mintzberger Struktur, Lean Management, Berufszufriedenheit, Pflegewissenschaft, Praxisintegration, Versorgungsqualität.
Die Arbeit untersucht, wie akademisch ausgebildete Pflegende (Bachelorabsolventen) optimal in das klinische Gefüge integriert werden können, um sowohl die Qualität der Patientenversorgung zu steigern als auch zur Effizienz und Lösung des Fachkräftemangels beizutragen.
Die zentralen Themen umfassen die Akademisierung des Pflegeberufs, die Identifikation von Einsatzgebieten (Patientenbett, Stabstellen, Führung), die Analyse von Qualitäts- und Effizienzkriterien sowie die Diskussion verschiedener Implementierungsmodelle.
Das Hauptziel ist es, auf Basis vorhandener Literatur zu klären, in welchen Tätigkeitsfeldern Bachelorabsolventen einen nachweisbaren Mehrwert für das Unternehmen und die Pflegearbeit leisten können, um eine Orientierungshilfe für die Praxis zu bieten.
Der Autor führt eine umfassende Literaturrecherche durch, bei der 49 thematisch relevante Quellen gesichtet und analysiert wurden, um aktuelle Erkenntnisse und Positionen zu bündeln.
Der Hauptteil gliedert die Tätigkeitsfelder in drei Gruppen: den Einsatz direkt am Patientenbett, die Übernahme übergeordneter Sonderaufgaben und das Arbeiten in Führungspositionen. Diese werden anhand von Qualitäts-, Effizienz- und Fachkräftemangel-Kriterien bewertet.
Die Arbeit lässt sich maßgeblich durch Begriffe wie Pflegebachelor, Pflegeakademisierung, Qualitätssteigerung, Effizienzsteigerung und Fachkräftemangel beschreiben.
Der Autor ordnet den Einsatz in Führungspositionen kritisch ein, da den Absolventen eines primär pflegerisch ausgerichteten Studiums oft die spezifische managementwissenschaftliche Fundierung fehlt und dieser Bereich zudem bereits durch nachträglich qualifizierte Fachkräfte besetzt ist.
Das kostenneutrale Modell wird als schwierig bewertet, da der Einsatz der Bachelorabsolventen als direkter Ersatz für nicht-akademische Kräfte dazu führt, dass ihnen die Zeit für evidenzbasierte Tätigkeiten und Reflexion fehlt, was den akademischen Mehrwert faktisch neutralisiert.
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