Masterarbeit, 2016
63 Seiten, Note: 1,7
1. Problemstellung
2. Wertorientierte Unternehmensführung
2.1 Grundlagen des Shareholder Value-Gedankens
2.2 Hauptanwendungsbereiche der wertorientierten Unternehmensführung
3. Wertorientierte Managementvergütung
3.1 Prinzipal-Agenten-Theorie als theoretischer Bezugsrahmen
3.2 Managementvergütung als finanzielles Anreizsystem
3.3 Vergütungsbestandteile
3.4 Anforderungen an eine effiziente Managementvergütung
3.4.1 Anforderung der Anreizkompatibilität
3.4.2 Anforderung der Angemessenheit
3.4.3 Anforderung der Leistungsorientierung
3.4.4 Anforderung der intersubjektiven Überprüfbarkeit
3.4.5 Anforderung der Transparenz
3.4.6 Anforderung der Stabilität
3.4.7 Anforderung der Wirtschaftlichkeit
3.4.8 Anforderung der Nachhaltigkeit
4. Corporate Governance
4.1 Begriff der Corporate Governance
4.1.1 Definitorische Einordnung und Ziele
4.1.2 Corporate Governance Systeme
4.2 Gesetzliche und außergesetzliche Rahmenbedingungen der deutschen Corporate Governance
4.2.1 Gesetzliche Rahmenbedingungen: Aktien- und handelsrechtliche Vorschriften
4.2.2 Außergesetzliche Rahmenbedingungen: Deutscher Corporate Governance Kodex
4.3 Vorschriften und Empfehlungen in Bezug auf die Managementvergütung
4.3.1 Festlegung der Gesamtvergütung
4.3.2 Angemessenheit der Managementvergütung
4.3.3 Leistungsbeurteilung des Managers
4.3.4 Transparenz des Vergütungssystems
4.3.5 Stabilität der Vergütung
4.3.6 Verlustbeteiligung und Höchstgrenzen
4.3.7 Nachhaltigkeit der Vergütung
5. Analyse der Kohärenz der Anforderungen einer wertorientierten Managementvergütung und der deutschen Corporate Governance Regelungen
5.1 Berücksichtigung der Anforderung der Anreizkompatibilität
5.2 Berücksichtigung der Anforderung der Angemessenheit
5.3 Berücksichtigung der Anforderung der Leistungsorientierung
5.4 Berücksichtigung der Anforderung der intersubjektiven Überprüfbarkeit
5.5 Berücksichtigung der Anforderung der Transparenz
5.6 Berücksichtigung der Anforderung der Stabilität
5.7 Berücksichtigung der Anforderung der Wirtschaftlichkeit
5.8 Berücksichtigung der Anforderung der Nachhaltigkeit
6. Gestaltungsempfehlungen der bestehenden deutschen Corporate Governance Regelungen im Rahmen einer wertorientierten Managementvergütung
7. Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit die geltenden deutschen Corporate Governance-Regelungen mit den Anforderungen an eine effiziente, wertorientierte Managementvergütung im Einklang stehen. Ziel ist es, Kohärenzen und Defizite aufzuzeigen sowie Gestaltungsempfehlungen abzuleiten, um die Effizienz der Vergütungssysteme zu verbessern.
3.4.1 Anforderung der Anreizkompatibilität
Bei einer Shareholder Value-Orientierung müssen bei der Ausgestaltung der Managementvergütung als finanzielles Anreizsystem bestimmte Anforderungen beachtet werden, um eine effiziente Anreizsetzung im Sinne der Shareholder zu ermöglichen. Da zwischen einigen Anforderungen an eine effiziente Managementvergütung Interdependenzen bestehen, sind die Übergänge zwischen den Anforderungen dabei oftmals fließend.
Die Anforderung der Anreizkompatibilität stellt die Grundanforderung für die Managementvergütung dar. Sie dient primär der Steuerung des Entscheidungsverhaltens des Managers. Schließlich soll die Managementvergütung den Manager zu einer hohen Arbeitsleistung motivieren und ihn dazu bewegen shareholderorientierte Entscheidungen zu treffen. Demnach muss die Managemententlohnung bei gegebener Anreizkompatibilität so gestaltet sein, dass der Manager nur dann einen finanziellen Vorteil (Nachteil) erzielt, wenn gleichzeitig die Shareholder durch die Entscheidung des Managers einen finanziellen Vorteil (Nachteil) erzielen. Den Managern soll somit ein Anreiz gegeben werden, Projekte mit negativem Kapitalwert zu unterlassen und jene Projekte mit positivem Kapitalwert durchzuführen. Durch die Vermeidung verzerrender Konflikte zwischen Stakeholdern mit verschiedenen Zielsetzungen, wird die Anforderung der Anreizkompatibilität häufig auch als „Win-Win-Bedingung" bezeichnet.
Sowohl die Bemessungsgrundlage, als auch die Entlohnungsfunktion müssen anreizkompatibel ausgestaltet sein. Um eine anreizkompatible Bemessungsgrundlage zu erhalten, muss diese dem Prinzip der Barwertidentität zum risikofreien Zinssatz entsprechen. Gemäß dem Prinzip der Barwertidentität müssen die Barwerte der Periodenerfolge mit den Barwerten der Ausschüttungen übereinstimmen. Die Entlohnungsfunktion muss zudem eine Beteiligung des Managers an Verlusten erlauben, um Anreizkompatibilität zu ermöglichen. Der Einsatz der bereits erwähnten Caps und Floors sollte daher mit Bedacht gewählt sein. Bei einem Einsatz können dem Manager bei Unterschreiten des Floors bzw. Überschreiten des Caps Anreize zu erhöhtem Risiko bzw. erhöhter Sicherheit vorgegeben werden.
1. Problemstellung: Einleitung in die Bedeutung der wertorientierten Managementvergütung als Instrument zur Interessenharmonisierung zwischen Eigentümern und Management.
2. Wertorientierte Unternehmensführung: Erläuterung der theoretischen Grundlagen des Shareholder-Value-Ansatzes und der Notwendigkeit einer werteorientierten Ausrichtung von Planungs- und Steuerungsinstrumenten.
3. Wertorientierte Managementvergütung: Darstellung der Prinzipal-Agenten-Theorie und Definition der zentralen Qualitätsanforderungen an ein effizientes Vergütungssystem.
4. Corporate Governance: Definition des Begriffs der Corporate Governance und Analyse der gesetzlichen sowie außergesetzlichen Rahmenbedingungen in Deutschland.
5. Analyse der Kohärenz der Anforderungen einer wertorientierten Managementvergütung und der deutschen Corporate Governance Regelungen: Kritische Untersuchung der Übereinstimmung zwischen den zuvor definierten Anforderungen und den geltenden Normen.
6. Gestaltungsempfehlungen der bestehenden deutschen Corporate Governance Regelungen im Rahmen einer wertorientierten Managementvergütung: Ableitung von Verbesserungsvorschlägen zur effizienteren Ausgestaltung der Regelwerke.
7. Zusammenfassung: Abschlussbetrachtung der Ergebnisse sowie Ausblick auf die Notwendigkeit einer kontinuierlichen Weiterentwicklung der Vergütungsstandards.
Managementvergütung, Corporate Governance, Wertorientierte Unternehmensführung, Shareholder Value, Anreizkompatibilität, Prinzipal-Agenten-Theorie, Vergütungssysteme, DCGK, Nachhaltigkeit, Transparenz, Vorstandsvergütung, Leistungsbeurteilung, Angemessenheit, Wirtschaftlichkeit, Anreizsystem.
Die Arbeit analysiert die Zusammenhänge zwischen einer wertorientierten Unternehmensführung, den daraus resultierenden Anforderungen an Managergehälter und der konkreten Ausgestaltung der deutschen Corporate-Governance-Regelungen.
Zentrale Themen sind die Anreizsteuerung von Vorständen, die gesetzlichen Rahmenbedingungen im Aktiengesetz sowie die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex.
Die Forschungsfrage lautet, inwieweit die derzeitigen deutschen Corporate-Governance-Regeln die Anforderungen an eine effiziente und wertorientierte Vergütung abdecken und wo Verbesserungspotenziale existieren.
Die Arbeit verwendet eine theoretische Analyse auf Basis der Prinzipal-Agenten-Theorie und vergleicht diese normativen Anforderungen mit der aktuellen Rechtslage und den Kodex-Vorgaben.
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition der Anforderungen an eine effiziente Vergütung, die Beschreibung der rechtlichen Rahmenbedingungen und eine detaillierte Analyse der Kohärenz zwischen beiden Ebenen.
Wichtige Begriffe sind Managementvergütung, Anreizkompatibilität, Corporate Governance, Shareholder Value, Nachhaltigkeit und Leistungsanreize.
Das Bidding-Up-Prinzip beschreibt die Tendenz, dass sich Managergehälter am Marktdurchschnitt orientieren, was zu einer sukzessiven Steigerung führt, da ein Gehalt unter dem Durchschnitt als Signal für geringe Qualifikation wahrgenommen werden könnte.
Die Bonusbank ermöglicht eine zeitlich gestreckte Partizipation an Erfolgen und Misserfolgen, was die Anreizkompatibilität stärkt und Manager dazu motiviert, auch langfristige Risiken und Nachhaltigkeitsaspekte zu berücksichtigen.
Die Arbeit schließt, dass die geltenden Regelungen zwar zur Effizienz beitragen, aber oft vage formuliert sind, um Flexibilität zu lassen, was jedoch eine fundierte, einheitliche Ausgestaltung erschwert.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

