Bachelorarbeit, 2017
54 Seiten, Note: 1,9
1. Einleitung
2. Literaturteil
2.1 Bildung von AGEs
2.2 Absorption und Bioverfügbarkeit von AGEs
2.3 Der Einfluss von AGEs auf die Gesundheit
2.4 Auswahl eines geeigneten AGE-Markers in Lebensmitteln
2.4.1 CML (Carboxymethyllysin)
2.4.2 MG-H1 (Methylglyoxal-Hydroimidazolon 1)
2.4.3 CEL (Carboxyethyllysin)
2.4.4 Glucose- (Glu-), Fructose- (Fru-) und Glyceraldehyd-AGEs
2.5 Messmethoden von AGEs in Lebensmitteln
2.5.1 ELISA (Enzyme linked immunosorbent assay)
2.5.2 Flüssigchromatographie mit Massenspektrometrie-Kopplung (LC-MS/MS)
2.5.3 Fluoreszens-Methode
3. Methodenteil
3.1 Auswahlkriterien
3.2 Vorgehensweise
3.3 Ergebnisse der Literaturrecherche
4. Ergebnis- und Diskussionsteil
4.1 AGE-Gehalte in Lebensmitteln
4.1.1 Bestimmung der AGE-Gehalte nach Uribarri et al. (2010)
4.1.2 Bestimmung der AGE-Gehalte nach Hull et al. (2012)
4.1.3 Bestimmung der AGE-Gehalte nach Takeuchi et al. (2015)
4.1.4 Bestimmung der AGE-Gehalte nach Schreijen et al. (2016)
4.1.5 Diskussion der Studien zu den AGE-Gehalten in Lebensmitteln
4.2 Möglichkeiten zur Senkung der AGE-Aufnahme
4.2.1 Ernährungsbezogene Ansätze
4.2.2 Medikamentöse Ansätze
4.2.3 Natürliche Substanzen, die die Bildung von AGEs hemmen
4.2.4 Weitere Maßnahmen zur Senkung der AGE-Aufnahme
5. Zusammenfassung
5. Summary
Diese Bachelorarbeit befasst sich mit der Identifikation von Lebensmitteln, die hohe Konzentrationen an "Advanced Glycation Endproducts" (AGEs) enthalten, und erarbeitet Strategien, wie deren Aufnahme durch gezielte Ernährungs- und Verhaltensanpassungen gesenkt werden kann.
2.1 Bildung von AGEs
Advanced Glycation Endproducts können sich sowohl endogen im Körper, als auch exogen in Nahrungsmitteln bilden.
Aufgrund eigener Recherchen entwickelte Leuner (2011) grundlegende Kenntnisse bzgl. der Terminologie sowie der Entdeckung und Bildung von Advanced Glycation Endproducts:
AGEs sind Glykierungsendprodukte, welche neben einer Aroma- und Bräunungsbildung, im Rahmen der sogenannten Maillard-Reaktion entstehen. Erstmals wurde dieser nicht-enzymatische Vorgang 1912 von Louis Camille Maillard beschrieben.
Es reagieren reduzierende Zucker, wie Glucose und Fructose mit freien Aminosäuren, Fettsäuren oder Nukleinsäuren. Zunächst bilden sich sogenannte Schiff´sche Basen, aus welchen anschließend Amadoriprodukte entstehen und in einer Zwischenreaktion zu Dicarbonylen abgebaut werden. Diese reagieren wiederum mit Aminosäuren und es entwickeln sich daraus in einem letzten Schritt Advanced Glycation Endproducts. Diese Endprodukte weisen zwar eine alle gelbbraune Farbe auf, sie lassen sich aber aufgrund ihrer Eigenschaften in verschiedene Gruppen einteilen.
1. Einleitung: Einführung in die Problematik ernährungsbedingter Zivilisationskrankheiten und Definition der Forschungsfrage hinsichtlich AGE-reicher Lebensmittel und Reduktionsmöglichkeiten.
2. Literaturteil: Darstellung des theoretischen Hintergrunds zur Entstehung, Absorption und gesundheitlichen Relevanz von AGEs sowie Erläuterung der gängigen Messmethoden.
3. Methodenteil: Beschreibung der systematischen Literaturrecherche in wissenschaftlichen Datenbanken zur Identifikation relevanter Studien.
4. Ergebnis- und Diskussionsteil: Detaillierte Analyse ausgewählter Studien zu AGE-Gehalten in Lebensmitteln und Diskussion konkreter Maßnahmen zur Senkung der Aufnahme.
5. Zusammenfassung: Synthese der Forschungsergebnisse und Ableitung praktischer Empfehlungen für eine AGE-arme Ernährung.
5. Summary: Englische Zusammenfassung der wesentlichen Erkenntnisse und Schlussfolgerungen der Arbeit.
Advanced Glycation Endproducts, AGEs, Maillard-Reaktion, Ernährung, Lebensmittel, CML, MG-H1, CEL, Lebensmittelauswahl, Zubereitungsmethoden, Gesundheit, Diabetes mellitus, Prävention, Antioxidantien, Ernährungsweise
Die Arbeit untersucht das Vorkommen von Advanced Glycation Endproducts (AGEs) in Lebensmitteln und deren Einfluss auf die menschliche Gesundheit sowie Möglichkeiten, die Aufnahme dieser Stoffe durch die Ernährung zu minimieren.
Die Arbeit beleuchtet die Entstehung von AGEs, deren Nachweismethoden, die Analyse der AGE-Gehalte in verschiedenen Produktgruppen und präventive Strategien zur Senkung der AGE-Belastung.
Ziel ist es, Lebensmittel mit besonders hohen AGE-Konzentrationen zu identifizieren und auf Basis aktueller wissenschaftlicher Studien konkrete Handlungsanweisungen für eine AGE-arme Ernährung abzuleiten.
Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die auf der systematischen Recherche und Auswertung wissenschaftlicher Übersichtsarbeiten, Dissertationen und Fachpublikationen basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in einen umfassenden Literaturteil zu den Grundlagen, den Methodenteil zur Quellenrecherche sowie einen Ergebnis- und Diskussionsteil, der die AGE-Gehalte spezifischer Lebensmittelgruppen vergleicht.
Wichtige Begriffe sind Advanced Glycation Endproducts (AGEs), Maillard-Reaktion, Lebensmittelanalyse, Ernährungsphysiologie, Prävention und Lebensmitteltemperatur.
Da verschiedene Studien unterschiedliche Messverfahren wie ELISA oder LC-MS/MS verwenden und AGEs eine heterogene Gruppe darstellen, ist die Vergleichbarkeit der Daten oft erschwert, was eine kritische Betrachtung der Ergebnisse erfordert.
Die Arbeit zeigt deutlich, dass trockene Erhitzungsmethoden bei hohen Temperaturen (Braten, Grillen, Backen) im Vergleich zu schonenderen Verfahren wie Dämpfen oder Kochen zu signifikant höheren AGE-Konzentrationen führen.
Neben der Temperatur fördern insbesondere ein hoher Proteingehalt in Kombination mit reduzierenden Zuckern sowie die Anwesenheit von Lipiden die Bildung von AGEs bei der Verarbeitung.
Ja, laut Literatur können bestimmte Antioxidantien und Polyphenole, wie sie in Obst, Gemüse und Kräutern vorkommen, in vitro dazu beitragen, die Bildung von AGEs zu hemmen oder deren schädliche Auswirkungen abzumildern.
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