Bachelorarbeit, 2015
40 Seiten, Note: 1,2
1. Einleitung
2. Point of Sale - Zwischen Angebot und Wahrnehmung
2.1. Die Customer Journey und der Point of Sale
2.2. Wahrnehmung und Kommunikation
2.2.1. Theorie des Involvements
2.2.2. Theorie der Aktivierung
2.2.3. Theorie des Engagements
3. Digitale Medien im Retail
3.1. Der stationäre Point of Sale wird digital
3.2. Unterschiedliche Arten digitaler Retail Medien
3.2.1. Digital Signage
3.2.2. Kiosksysteme
3.2.3. Digitale mobile Assistenten
3.3. Eignung der digitalen Medien zur Aktivierung und Involvierung
3.3.1. Vorgehensweise der Evaluation
3.3.2. Relevante Wahrnehmungsstrategien
3.3.3. Evaluation Digital Signage
3.3.4. Evaluation Kiosksysteme
3.3.5. Evaluation digitale mobile Assistenten
3.4. Tabellarische Auswertung der Evaluation
3.5. Anwendbarkeit und Einschränkungen
4. Fazit
Die Arbeit evaluiert, wie unterschiedliche digitale Medien am Point of Sale (PoS) zur Aktivierung und Involvierung von Konsumenten beitragen können. Dabei wird untersucht, welche Technologien sich für verschiedene Involvement-Level eignen, um Händlern eine Entscheidungsgrundlage für den Einsatz digitaler Maßnahmen im stationären Einzelhandel zu bieten.
2.2.1. Theorie des Involvements
Der Begriff des Involvements bezeichnet eine Steuergröße der Wahrnehmung, welche beim Zeitpunkt einer Werbe- oder Kaufsituation vorliegt. Dem Involvement wird hierbei in der Literatur eine tragende Bedeutung bei der Aufnahme, Verarbeitung und Speicherung von Informationen zugerechnet. Es kann u. a. erklären warum bestimmte Konsumenten motiviert sind, aktiv nach Produktinformationen zu suchen. Ebenfalls kann es sich auf den Kaufentscheidungsprozess, also einen Teil der Customer Journey, auswirken. Eine einheitliche Definition des Involvement ist in der entsprechenden Fachliteratur nicht vorzufinden. Vielmehr finden sich hier einzelne Definitionen für den jeweiligen Forschungskontext. Kloss (2007) definiert aus einem Konsens der Grundlegenden Theorie von Theorien von Krugman (1965) und den Erkenntnissen von Kroeber-Riel (1992), dass es sich bei Involvement um das Maß der persönlichen Bedeutung und Wichtigkeit handelt, das eine Sache für den Umworbenen hat. Trommsdorff und Teichert (2011) definieren das Konstrukt des Involvement als den „Aktivierungsgrad bzw. die Motivstärke zur objektgerichteten Informationssuche, - aufnahme, - verarbeitung und –speicherung.“ Diese Annahme deckt sich mit der Definition von Esch (1998), der das Involvement ebenfalls als die Bereitschaft sich mit einem Thema zu befassen definiert.
Lachmann (2004) ergänzt hierzu, dass es eine „[…] mentale Bedingung [ist], auf welche die Werbung beim Empfänger trifft.“ Diese mentale Bedingung ist der betroffenen Person nicht zu jedem Zeitpunkt bewusst, sondern bedarf erst eines Anstoßes. Dies kann ein Auslöser wie ein Werbemittel, ein bestimmter Werbeträger oder das situative Umfeld sein.
Hohl und Naskrent (2009) fassen in ihrer Analyse unterschiedlicher Involvement Definitionen zusammen, dass sich eine Überschneidung der verschiedenen Theorieansätze vor allem in der persönlichen Relevanz des Objektes und der Wichtigkeit für den Konsumenten findet. Sie beschreiben das Involvement als eine Objekt-Person-Relation.
1. Einleitung: Einführung in die Relevanz des PoS-Marketings und die Herausforderungen durch den Onlinehandel sowie Zielsetzung der Arbeit.
2. Point of Sale - Zwischen Angebot und Wahrnehmung: Darstellung der theoretischen Grundlagen zu Customer Journey, Wahrnehmung, Involvement, Aktivierung und Engagement.
3. Digitale Medien im Retail: Kategorisierung digitaler Medien, Evaluation ihrer Eignung mittels Wahrnehmungsstrategien und tabellarische Auswertung der Ergebnisse.
4. Fazit: Zusammenfassende Erkenntnisse zur Eignung dynamischer und interaktiver Medien für verschiedene Konsumentengruppen und Ausblick auf Forschungsbedarf.
Point of Sale, Digital Signage, Kiosksysteme, mobile Assistenten, In-Store-Marketing, Konsumentenverhalten, Involvement, Aktivierung, Engagement, Customer Journey, Retail, digitale Medien, Wahrnehmungsstrategien, Kaufentscheidung, Push-Kommunikation.
Die Arbeit untersucht den Einsatz digitaler Medien im stationären Einzelhandel und deren Wirkung auf die Konsumenten am Point of Sale.
Die zentralen Felder umfassen Konsumentenverhaltensforschung (Involvement, Aktivierung, Engagement) sowie die technologische Einordnung und Evaluation digitaler Retail-Medien.
Die Forschungsfrage lautet: „In wie weit eignen sich welche digitalen Maßnahmen zur Aktivierung und Involvierung des Konsumenten am Point of Sale?“
Es erfolgt eine Literaturanalyse sowie eine systematische Evaluation der digitalen Medien anhand von wahrnehmungstheoretischen Strategien nach Lachmann.
Im Hauptteil werden verschiedene Medientypen (Digital Signage, Kiosksysteme, mobile Assistenten) theoretisch definiert und anhand ihrer Eignung zur Aktivierung und Involvierung von Konsumenten evaluiert.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Point of Sale, Involvement, Aktivierung, Engagement, Digital Signage, Kiosksysteme und mobile Assistenten.
Die Differenzierung hilft bei der Evaluation, da dynamische Medien (z.B. Digital Signage) eher eine breite Masse (Low-Involvement) ansprechen, während interaktive Medien gezielter für High-Involvement-Konsumenten geeignet sind.
Die Customer Journey bildet den Rahmen, um den richtigen Zeitpunkt und Ort für den Einsatz digitaler Maßnahmen zur Unterstützung der Kaufentscheidung zu identifizieren.
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