Bachelorarbeit, 2015
49 Seiten, Note: 2,7
1. Einleitung
1.1. Aufbau und Gang der Untersuchung
1.2. Entwicklung Irlands zur Steueroase
2. Steuersystem in Irland
2.1. Grundlagen zum irischen Steuersystem
2.2. Ziel des irischen Steuersystems
2.3. Hauptsteuerarten
2.3.1. Körperschaftsteuer
2.3.1.1. Bemessungsgrundlage
2.3.1.2. Steuertarif
2.3.2. Sonstige Steuerarten
2.4. Steuervergünstigungen
2.4.1. Forschung und Entwicklung
2.4.2. Geistiges Eigentum
2.4.3. Verlustverrechnung auf Konzernebene
2.5. Vergleich Irland Deutschland
3. Doppelbesteuerungsabkommen
3.1. Grundlagen und Begriffsbestimmungen
3.2. Die Irische DBA-Poltik
3.3. DBA Deutschland-Irland
4. Finanzierungsgesellschaften in Irland
4.1. Anforderungen
4.2. Vorteile
4.3. Nachteile
5. Möglichkeiten zur Gestaltung der Konzernstrukturen im Hinblick auf die Steuerlast
6. Zusammenfassung und Implikationen
6.1. Implikationen für die international agierenden Unternehmen
6.2. Kritische Betrachtung der Finanzierungsgesellschaften in Irland
6.3. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht Irland als Unternehmensstandort und analysiert die Möglichkeiten zur legalen Steueroptimierung für international agierende Konzerne. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie Irland den wirtschaftlichen Wandel vom "Sick Man" zum "keltischen Tiger" vollzogen hat und in welcher Form multinationale Unternehmen die irische Steuergesetzgebung und Doppelbesteuerungsabkommen nutzen, um ihre Steuerlast zu reduzieren.
2.4.3. Verlustverrechnung auf Konzernebene
Irland bietet Gesellschaften innerhalb eines Konzerns die Möglichkeit zur Verlustverrechnung an. Beispielsweise kann Gesellschaft A innerhalb eines Konzerns ihre Verluste auf die Gesellschaft B übertragen, sodass Gesellschaft B diese Verluste mit den eigenen Gewinnen verrechnen kann. Jedoch können nur solche Verluste übertragen werden, welche in Irland der Körperschaftssteuer unterliegen. Folglich zählen Verluste aus Anlageverkäufen nicht dazu.
Ein Verlustvortrag ist nicht zeitlich begrenzt, es können die Verluste jedoch nur mit Gewinnen aus dem gleichen Geschäftsbetrieb verrechnet werden. Ein Verlustvortrag ist nicht möglich, wenn ein Gesellschafterwechsel vorliegt. Der Zeitraum, in welchem ein Verlustrücktrag möglich ist, richtet sich danach, mit was die Verluste verrechnet werden. Verluste, welche mit einem Einkommen aus demselben Geschäftsbetrieb verrechnet werden oder mit passiven Einkünften, beispielsweise Miet- und Zinserträge, können mit dem letzten Kalenderjahr verrechnet werden. Ein Verlustrücktrag in einem Zeitraum von drei Jahren ist nur möglich für Verluste, die im Jahr der Betriebsaufgabe entstehen und mit Einkommen aus demselben Geschäftsbetrieb verrechnet werden.
Als Voraussetzung der Verlustverrechnung innerhalb eines Konzerns sind die jeweiligen Gesellschaften verpflichtet als Mitglieder des Konzerns vom irischen Steuersystem angesehen zu werden. Dazu müssen die Gesellschaften drei Vorgaben erfüllen. Zum einen benötigen beide Unternehmen ihren Sitz innerhalb der EU. Außerdem muss die Muttergesellschaft mindestens zu 75% an dem Tochterunternehmen beteiligt sein. Drittens sind beide Unternehmen zu 75% Tochtergesellschaften eines dritten Unternehmens, welches seinen Sitz in Irland oder einem EU-Mitgliedsstaat hat.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des Steuerwettbewerbs ein und umreißt den Aufbau der Untersuchung sowie Irlands wirtschaftliche Entwicklung.
2. Steuersystem in Irland: Das Kapitel erläutert die Grundlagen des irischen Steuersystems, die Hauptsteuerarten wie die Körperschaftsteuer sowie bestehende Steuervergünstigungen.
3. Doppelbesteuerungsabkommen: Hier werden die Funktion von Doppelbesteuerungsabkommen sowie die spezifische irische Politik und das Abkommen zwischen Deutschland und Irland analysiert.
4. Finanzierungsgesellschaften in Irland: Dieses Kapitel betrachtet die Anforderungen, Vorteile und Nachteile bei der Gründung und Nutzung von Finanzierungsgesellschaften auf dem irischen Standort.
5. Möglichkeiten zur Gestaltung der Konzernstrukturen im Hinblick auf die Steuerlast: Das Kapitel beschreibt konkrete Steuergestaltungsmodelle wie die "Double Irish with a Dutch Sandwich"-Strategie zur Reduzierung der Steuerlast.
6. Zusammenfassung und Implikationen: Der abschließende Teil fasst die wichtigsten Ergebnisse zusammen, reflektiert die Rolle multinationaler Konzerne und diskutiert die kritische Perspektive auf Steuervermeidung.
Irland, Steueroase, Körperschaftsteuer, Doppelbesteuerungsabkommen, Steuervermeidung, Finanzierungsgesellschaften, Double Irish, Dutch Sandwich, Steuerwettbewerb, Standortattraktivität, Unternehmensbesteuerung, Steuervergünstigungen, Steuerdumping, Gewinnverlagerung, EU-Steuerpolitik.
Die Arbeit analysiert Irland als Standort für international agierende Unternehmen und untersucht, wie diese durch spezifische Steuergestaltungen und Doppelbesteuerungsabkommen ihre Steuerlast optimieren können.
Die zentralen Felder sind das irische Steuersystem, die Bedeutung von Finanzierungsgesellschaften, internationale Steuerabkommen sowie die kritische Betrachtung von Steuervermeidungsstrategien multinationaler Konzerne.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Irland durch niedrige Steuersätze und vorteilhafte Gesetzgebungen zur Steueroase wurde und wie Konzerne diese Rahmenbedingungen legal zur Gewinnmaximierung ausnutzen.
Die Arbeit nutzt eine deskriptive und analytische Methode unter Einbeziehung von Fachliteratur, Steuergesetzen, EU-Rechtsprechung und aktuellen Fallbeispielen zur Steuergestaltung.
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung des irischen Steuerrechts, die Analyse von Doppelbesteuerungsabkommen und die Untersuchung spezieller Strukturen wie Finanzierungsgesellschaften und die "Double Irish with a Dutch Sandwich"-Strategie.
Die wichtigsten Begriffe sind Körperschaftsteuer, Steuerwettbewerb, Doppelbesteuerungsabkommen, Gewinnverlagerung, Double Irish und Finanzierungsgesellschaften.
Weil dieses spezifische Modell als Paradebeispiel für die aggressive Steuergestaltung dient, bei der intellektuelles Eigentum und Finanzflüsse so geschichtet werden, dass nahezu keine Steuern anfallen.
Der Europäische Gerichtshof spielt eine entscheidende Rolle, da seine Urteile (z. B. Centros, Überseering) die Niederlassungsfreiheit innerhalb der EU gestärkt haben, was Unternehmen die grenzüberschreitende Steuergestaltung erst rechtlich ermöglicht hat.
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