Diplomarbeit, 2004
112 Seiten, Note: 1.0
1 Themenüberblick
2 Grundlagen von Enterprise Resource Planning Systemen
2.1 Begriffsdefinition und -einordnung
2.1.1 Unterstützung von Geschäftsprozessen
2.1.2 Betriebswirtschaftliche Standardsoftware
2.1.3 Administrations- und Dispositionssystem
2.1.4 Integriertes Informationssystem
2.1.5 Abgrenzung zu verwandten Begriffen
2.2 Grundsätzlicher Aufbau
2.2.1 Drei-Schicht-Architektur
2.2.2 Unterteilung in Module
2.3 Möglichkeiten der Anpassung
2.3.1 Notwendigkeit von Anpassungsmöglichkeiten
2.3.2 Customizing und Schaltung von Modulen
2.3.3 Branchenlösungen
2.3.4 Anpassungsprogrammierung
2.4 Entwicklung von ERP-Software
2.4.1 Orientierung an allgemeinen Vorgehensmodellen
2.4.2 Entwicklung im Mehr-Kreislaufsystem
2.4.3 Unterschied zwischen System- und Anwendungsentwicklung
2.4.4 Organisation der Softwarelogistik
3 Grundlagen von Entwurfsmustern
3.1 Entwurfsmuster im Überblick
3.1.1 Erprobte Lösungen von Entwurfsproblemen
3.1.2 Resultat praktischer Erfahrungen
3.1.3 Konstruktion von Softwareentwürfen mit Entwurfsmustern
3.1.4 Unabhängigkeit von Methoden und Programmiersprachen
3.1.5 Ursprung in der Architektur
3.2 Intentionen von Entwurfsmustern
3.2.1 Geschwindigkeit und Qualität des Entwurfsprozesses erhöhen
3.2.2 Nicht funktionale Softwarequalität berücksichtigen
3.2.3 Gemeinsames Vokabular zur effizienten Kommunikation
3.2.4 Dokumentation der Entwicklungen
3.3 Strukturierung durch Mustersysteme und Mustersprachen
3.3.1 Mustersysteme für unterschiedliche Anwendungsgebiete
3.3.2 Möglichkeiten der Beschreibung
3.3.3 Unterteilung in Kategorien
3.4 Arbeiten mit Entwurfsmustern
3.4.1 Verwendung bestehender Entwurfsmuster
3.4.2 Suchen neuer und Überarbeiten bestehender Entwurfsmuster
4 Geeignete Entwurfsmuster für ERP-Systeme
4.1 Entstehung des Mustersystems
4.1.1 Erarbeitung der Entwurfsmuster
4.1.2 Verwendete Kategorien
4.1.3 Verwendetes Beschreibungsschema
4.2 Entwurfsmuster für die Systementwicklung
4.2.1 Flexibilität
4.2.2 Datenbankzugriffe
4.2.3 Schnittstellen
4.3 Entwurfsmuster für die Anwendungsentwicklung
4.3.1 Flexibilität
4.3.2 Datenbankzugriffe
4.3.3 Benutzeroberfläche
4.3.4 Business-Logik abbilden
4.3.5 Verarbeitung großer Datenmengen
5 Der Nutzen von Entwurfsmustern für ERP-Systeme
5.1 Moderater Nutzen bei der Neuentwicklung
5.2 Profit bei der Wartung und späteren Anpassungen
5.3 Unterstützung durch Softwarehersteller
5.4 Hilfe bei der Kommunikation
5.5 Ausbildung neuer Entwickler
6 Ausblick
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, den Einfluss des Konzepts der Entwurfsmuster auf die Entwicklung von Enterprise Resource Planning (ERP) Systemen zu untersuchen. Dabei wird analysiert, ob sich die durch Entwurfsmuster dokumentierten Erfahrungen in ERP-Systemen widerspiegeln und welchen Nutzen diese für die Systementwicklung sowie Anwendungsentwicklung bieten oder zukünftig bieten könnten.
Abstract Factory
In einem ERP-System kann es vorkommen, dass mehrere voneinander abhängige Objekte erzeugt werden müssen. Ein Beispiel für solche Objekte könnten z. B. die einzelnen Objekte der Benutzeroberfläche sein. Die einzelnen Fenster, Scrollbars und Buttons müssen in Aussehen und Verhalten ein konsistentes Gesamtbild ergeben. Man spricht dabei auch vom Look-and-Feel der Benutzeroberfläche.
Zu einem Problem wird dies, wenn das Look-and-Feel der Software flexibel gestaltbar sein muss. Da die einzelnen Objekte der Benutzeroberfläche an vielen Stellen der Anwendung erzeugt werden, müsste theoretisch an allen diesen Stellen eine Fallunterscheidung vorgenommen werden. Noch problematischer wird es, wenn zu einem späteren Zeitpunkt ein weiteres Look-and-Feel eingeführt werden soll. In diesem Fall müssten alle diese Stellen im Programm um eine weitere Fallunterscheidung erweitert werden. Dies ist nicht nur zeitintensiv, sondern auch fehleranfällig.
Gelöst werden kann das Problem, indem eine abstrakte Fabrik eingeführt wird. Diese abstrakte Fabrik definiert eine Schnittstelle mit der sich jedes erforderliche Objekt erzeugen lässt. In dem Beispiel der Benutzeroberfläche gäbe es also Operationen zum Erzeugen von Fenstern, Scrollbars, Buttons, etc.
1 Themenüberblick: Einführung in die Relevanz von ERP-Systemen und Entwurfsmustern zur Bewältigung komplexer Softwareentwicklungsaufgaben.
2 Grundlagen von Enterprise Resource Planning Systemen: Definition und Abgrenzung von ERP-Systemen sowie Erläuterung ihrer Architektur und Anpassungsmöglichkeiten.
3 Grundlagen von Entwurfsmustern: Theoretische Einführung in das Konzept der Entwurfsmuster, deren Geschichte und Intentionen.
4 Geeignete Entwurfsmuster für ERP-Systeme: Klassifikation und konkrete Beschreibung von Entwurfsmustern für die System- und Anwendungsentwicklung in ERP-Umgebungen.
5 Der Nutzen von Entwurfsmustern für ERP-Systeme: Analyse des tatsächlichen Mehrwerts von Entwurfsmustern für Entwicklung, Wartung und Ausbildung im ERP-Kontext.
6 Ausblick: Zusammenfassung der Ergebnisse und Skizzierung zukünftiger Entwicklungsnotwendigkeiten zur Etablierung von Entwurfsmustern.
ERP-Systeme, Entwurfsmuster, Softwareentwicklung, Design Patterns, Customizing, Systemarchitektur, Anwendungsentwicklung, Standardsoftware, Geschäftsprozesse, Softwarequalität, Wartbarkeit, Modellierung, Schnittstellen, Datenbankzugriffe
Die Arbeit analysiert die Verwendung von Entwurfsmustern (Design Patterns) bei der Entwicklung und Anpassung von komplexen ERP-Softwaresystemen.
Die Themenfelder umfassen die Grundlagen von ERP-Systemen, die Theorie von Entwurfsmustern, deren praktische Anwendung für verschiedene Problemstellungen in ERP-Systemen sowie den Nutzen für die Software-Wartung.
Das Ziel ist es zu ergründen, ob Entwurfsmuster bereits in ERP-Systemen Anwendung finden und welchen konkreten Nutzen Entwickler durch deren Einsatz bei der Neuentwicklung oder späteren Wartung ziehen können.
Es handelt sich primär um eine Literaturanalyse kombiniert mit einer praxisorientierten Untersuchung der Architektur am Beispiel des ERP-Systems Semiramis.
Im Hauptteil werden ERP-Anforderungen, das Konzept der Entwurfsmuster sowie eine detaillierte Zuordnung von Mustern zu spezifischen Problembereichen (z.B. Datenbankzugriffe, Benutzeroberfläche) dargelegt.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie ERP-Systeme, Entwurfsmuster, Customizing, Softwarequalität und Wartbarkeit charakterisiert.
Es ist relevant, weil ERP-Systeme hochgradig flexibel sein müssen; zu viele Fallunterscheidungen im Quellcode machen das System bei Anpassungen unübersichtlich, schwer wartbar und fehleranfällig.
Entwurfsmuster etablieren eine gemeinsame Fachsprache (Vokabular), sodass komplexe Lösungsansätze prägnant benannt und besprochen werden können, anstatt sie jedes Mal detailliert beschreiben zu müssen.
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