Masterarbeit, 2017
120 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2 Die Sharing Economy
2.1 Definition der Sharing Economy
2.2 Die Treiber der Sharing Economy
2.2.1 Die ökonomische Faktoren
2.2.2 Die soziokulturelle Veränderungen
2.2.3 Die technologische Entwicklungen
2.2.4 Die Urbanisierung
2.3 Die drei Sharing-Modelle
2.4 Angebote der Sharing Economy
2.4.1 Medien und Entertainment
2.4.2 Handel und Konsumgüter
2.4.3 Automobil und Transport
2.4.4 Dienstleistungen
2.4.5 Tourismus und Gastronomie
2.4.6 Finanzen
2.4.7 Bildung
2.5 Vertrauen in der Sharing Economy
3 Die Motivation von Verbrauchern
3.1 Definition des Begriffes Motivation
3.1.1 Emotionen
3.1.2 Kognitive Handlungsorientierung
3.2 Die Motivtheorien
3.2.1 Monothematische Motivtheorien
3.2.2 Polythematische Motivtheorien
3.2.3 Athematische Motivtheorien
3.2.4 Die Motivtheorie nach Maslow
3.3 Motivationale Konflikte
3.4 Die Motivation von Konsum
4 Entwicklung des Untersuchungsmodells
4.1 Bisherige Untersuchungen zur Sharing Economy in Deutschland
4.2 Identifikation und Beschreibung der Forschungslücken
4.3 Hypothesenformulierung
5 Konzeption und Methodik
5.1 Untersuchungszeitraum und Stichprobe
5.2 Konstruktion der Untersuchung
5.3 Durchführung
5.3.1 Pretest
5.3.2 Ablauf der Befragung
6 Empirische Auswertung
6.1 Ergebnisse
6.1.1 Kenntnis über die Sharing Economy
6.1.2 Teilnahme an der Sharing Economy
6.1.3 Motivation und Demotivation zur Teilnahme an der Sharing Economy
6.1.4 Häufigkeit der Nutzung und zukünftige Relevanz der Sharing Economy
6.1.5 Erörterung der Forschungslücken
6.2 Diskussion der empirischen Untersuchung
6.3 Limitationen der empirischen Untersuchung
6.4 Vergleich der Ergebnisse mit anderen empirischen Studien
7 Schlussbetrachtung
7.1 Resümee
7.2 Kritik an der Sharing Economy
7.3 Ausblick
Die vorliegende Masterarbeit analysiert den Megatrend der Sharing Economy mit dem primären Ziel, die Motive der Verbraucher zur Teilnahme an kollaborativen Konsumformen zu ergründen und deren zukünftige Relevanz in Deutschland zu bestimmen.
Die drei Sharing-Modelle
Die ursprünglichen Ziele der ersten Projekte der Sharing Economy waren vermutlich der Wunsch nach mehr Nachhaltigkeit im Umgang mit Ressourcen, sowie soziale Aspekte. Diese Ziele lassen sich ableiten durch den Einblick in die Historie von einem Unternehmens, das mittlerweile exemplarisch für die Sharing Economy steht: Airbnb. Am Anfang von Airbnb standen die beiden ehemaligen Designstudenten Brian Chesky und Joe Gebbia und ihr Problem die hohen Mieten in San Francisco zu bezahlen. Um Geld für die Miete zu beschaffen, kauften Sie ein paar aufblasbare Luftmatratzen und boten diese als kostengünstige Übernachtungsmöglichkeiten während einer Design Konferenz in San Francisco an. Nachdem die Nachfrage außerordentlich hoch war, erkannten die beiden, dass es offenbar einen Markt für ihren Service gab und die Geschäftsidee für Airbnb war geboren.
Dieses Modell, bei dem Privatpersonen anderen Privatpersonen profitorientiert oder kostenlos Güter oder Dienstleistungen temporär zur Nutzung anbieten, dient als das Grundmodell für die Sharing Economy. Mittlerweile wird diese Form als Peer-to-Peer Modell (P2P) bezeichnet. Das Wort Peer bedeutet zu Deutsch so viel wie gleichberechtigter Teilnehmer oder Gleichstehender und soll kennzeichnen, dass eine Transaktion zwischen zwei gleichberechtigten Mitgliedern vollzogen wird. Ein weiteres Beispiel für das P2P-Modell ist die Plattform couchsurfing.de, die ähnlich wie Airbnb Übernachtungsmöglichkeiten für und von Privatpersonen anbietet, diese jedoch komplett kostenfrei zu Verfügung stellt. Im Vordergrund stehen hierbei soziale Aspekte und die Ressourcenschonung, wodurch dieses Konzept die ehemaligen Ziele der Sharing Economy optimal erfüllt.
1 Einleitung: Beschreibt die Problemstellung der Ressourcenverschwendung und führt das Modell der Sharing Economy als Lösungsansatz ein.
2 Die Sharing Economy: Erläutert die Definition, die Treiber sowie die verschiedenen Modelle und Branchen der Sharing Economy.
3 Die Motivation von Verbrauchern: Vermittelt die theoretischen Grundlagen der Motivationspsychologie und Konsummotive.
4 Entwicklung des Untersuchungsmodells: Analysiert bestehende Studien, identifiziert Forschungslücken und formuliert Hypothesen.
5 Konzeption und Methodik: Beschreibt den Aufbau, die Durchführung und die Stichprobenwahl der empirischen Umfrage.
6 Empirische Auswertung: Präsentiert und diskutiert die Ergebnisse der Befragung und vergleicht diese mit anderen Studien.
7 Schlussbetrachtung: Fasst die Ergebnisse zusammen, übt Kritik an aktuellen Anbietern und gibt einen Ausblick in die Zukunft.
Sharing Economy, Gemeinschaftskonsum, Konsummotivation, Kollaborativer Konsum, Nutzen statt Besitzen, Empirische Untersuchung, Gewinnmotiv, Nachhaltigkeit, Digitalisierung, Peer-to-Peer, Verbraucherverhalten, Ressourcenknappheit, Marktforschung, Motivationstheorien, Innovationsmanagement.
Die Arbeit befasst sich mit der Sharing Economy als Megatrend und untersucht insbesondere, was Verbraucher dazu motiviert, an kollaborativen Konsummodellen teilzunehmen.
Neben den Grundlagen der Sharing Economy und deren Treibern (ökonomisch, soziokulturell, technologisch, urban) stehen Motivtheorien der Psychologie sowie die empirische Analyse des Nutzungsverhaltens im Mittelpunkt.
Das Ziel ist es, die spezifischen Motive der Verbraucher für ihre Teilnahme an der Sharing Economy zu identifizieren und einen Status Quo der Bekanntheit sowie der bisherigen Nutzung in Deutschland zu erfassen.
Es wurde eine quantitative empirische Untersuchung mittels eines schriftlichen Fragebogens durchgeführt, der über soziale Medien (Facebook und Xing) verbreitet wurde.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erarbeitung von Motivationsgrundlagen, die Entwicklung eines Forschungsmodells, die Durchführung der Befragung sowie eine detaillierte Auswertung und Diskussion der gewonnenen Daten.
Zentrale Begriffe sind Sharing Economy, Konsummotivation, kollaborativer Konsum, empirische Analyse, Gewinnmotiv und Nachhaltigkeit.
Das mit Abstand stärkste Motiv ist das Gewinnmotiv, da Verbraucher primär von Kostenvorteilen oder einer besseren Leistung der angebotenen Dienste profitieren möchten.
Die Arbeit identifiziert erhebliche Kritikpunkte, insbesondere Sicherheitsbedenken, eine unklare Gesetzeslage und Datenschutzaspekte, die das Vertrauen in die Sharing Economy teilweise einschränken.
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