Masterarbeit, 2016
120 Seiten, Note: 1,3
Geowissenschaften / Geographie - Kartographie, Geodäsie, Geoinformationswissenschaften
1 Einleitung
1.1 Thema der Arbeit
1.2 Zielstellung
1.3 Struktur der Arbeit
2 Geoinformationen in Wirtschaft und Logistik
2.1 Geoinformationen als Wirtschaftsfaktor
2.2 Geoinformationen in der Logistik
2.3 Geoinformationen im Supply Chain Risikomanagement
3 Mit Location Intelligence zu integrierten Geoanalysen
3.1 Geo-Intelligenz: Voraussetzung für erfolgreiche Geo-Lösungen
3.2 Der Geofaktor in der Business Intelligence
4 Ressourcen relevanter Geoinformationen
4.1 Überblick
4.2 Typisierung der Informationen
4.2.1 Geobasisdaten
4.2.2 Geofachdaten
4.3 Informationsquellen
4.3.1 Geobasisdaten
4.3.2 Geofachdaten
5 Extraktion der Geodaten
5.1 Informationen und Daten
5.2 Herstellen des Raumbezugs
5.2.1 Georeferenzierung und Geokodierung
5.2.2 Bezugssysteme
5.2.3 Geodaten mit direktem Raumbezug
5.2.4 Raumbezug aus strukturierten geografischen Angaben
5.2.5 Raumbezug aus semantischen Beschreibungen
5.2.6 Raumbezug bei geografischen Karten
5.3 Qualitätsaspekte
5.3.1 Grundlagen der Geodaten-Qualität
5.3.2 Geokodierung von Adressdaten
5.3.3 Verwendung von Geodatenlayern
5.3.4 Verwendung von Themenkarten
6 Das Location Intelligence-Konzept in der praktischen Analyse
6.1 GIS in der Risiko- und Lageanalyse
6.1.1 Das Layerprinzip als Basis für Analysen
6.1.2 Beispielhafte Analysen
6.1.3 Einsatz von GIS als Erfolgsfaktor
6.2 Vorgehensmodelle und Prozesse
6.2.1 Grundsätzliches Vorgehen
6.2.2 Prozessdarstellungen
6.3 Handlungsempfehlungen
7 Zusammenfassung und Ausblick
7.1 Zusammenfassung
7.2 Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht die Relevanz von Geoinformationen für die globale Logistik im Kontext des Risikomanagements. Ziel ist es, die Notwendigkeit raumbezogener Analysen zu begründen und methodische Lösungswege aufzuzeigen, wie heterogene Datenbestände durch das Konzept der "Location Intelligence" integriert und für strategische Entscheidungen genutzt werden können.
3.2 Der Geofaktor in der Business Intelligence
Ein wesentlicher Bestandteil in der Generierung geointelligenter Lösungen ist die so genannte Location Intelligence (LI), die seit einigen Jahren zunehmend Verbreitung findet. Nicht nur begrifflich orientiert sich LI an der Business Intelligence (BI), sondern auch inhaltlich, da die LI in enger Verbindung mit der BI steht bzw. als räumliche Erweiterung in diese integriert ist. BI dient dabei als Sammelbegriff für den IT-gestützten Zugriff sowie die systematische Analyse und Aufbereitung von Informationen und umfasst die entsprechenden Methoden und Prozesse. Einen Schwerpunkt bilden dabei interne betriebswirtschaftliche Daten aus dem Controlling, die um relevante externe Daten, bspw. zu Mitbewerbern, der Marktentwicklung oder anderen unternehmensrelevanten, erweitert werden können. Ziel ist die Gewinnung neuer Erkenntnisse und neuen Wissens zur Unterstützung von Managemententscheidungen, insbesondere hinsichtlich der Unternehmensziele [vgl. Gabler 2013, S. 78]. Die Analysen beziehen sich dabei originär auf Fragestellungen des Wer, Was, Wann und Wieviel. Die Frage nach dem Wo wird häufig weder gestellt, noch lässt sie sich so beantworten. Dabei beeinflusst und steuert das Wo oftmals das Wer, Was, Wann und Wieviel, so dass eine objektive Bewertung nur unter Einbeziehung des räumlichen Aspektes möglich ist. LI fungiert hier als Verbindung zwischen den alphanumerischen und räumlichen Anwendungen, fügt den (betriebswirtschaftlichen) Unternehmensdaten nunmehr die räumliche Dimension als weiteres Ordnungskriterium hinzu und schafft so die Grundlage für eine zusätzliche, georäumliche Analyse der Unternehmensdaten unter Verwendung digitaler Karten. LI ermöglicht so erst Fragestellungen des Wo (s. Abbildung 10).
1 Einleitung: Einführung in die veränderte Risikolandschaft für globale Unternehmen und Darlegung der Zielsetzung sowie Struktur der Arbeit.
2 Geoinformationen in Wirtschaft und Logistik: Erläuterung des Wirtschaftsfaktors Geoinformation und dessen spezifische Bedeutung für die Logistik und das Supply Chain Risikomanagement.
3 Mit Location Intelligence zu integrierten Geoanalysen: Beschreibung der Geo-Intelligenz und Einführung des Konzepts der Location Intelligence als räumliche Erweiterung der Business Intelligence.
4 Ressourcen relevanter Geoinformationen: Kategorisierung und Recherche von Datenquellen für Geobasisdaten und Geofachdaten unter besonderer Berücksichtigung von Risiken.
5 Extraktion der Geodaten: Untersuchung der notwendigen Aufbereitungsschritte, insbesondere Raumbezug, Geokodierung und Qualitätssicherung, um Daten GIS-tauglich zu machen.
6 Das Location Intelligence-Konzept in der praktischen Analyse: Anwendung von GIS-Techniken, Prozessmodellen und konkreten Fallbeispielen zur Ableitung von Handlungsempfehlungen.
7 Zusammenfassung und Ausblick: Resümee der Ergebnisse und Diskussion zukünftiger Entwicklungen im GIS-Bereich unter Einbeziehung von Big Data.
Geoinformationen, Logistik, Supply Chain Risk Management, Location Intelligence, GIS, Geo-Intelligenz, Business Intelligence, Raumbezug, Geokodierung, Datenqualität, Geodaten, Risikomanagement, Geodateninfrastruktur, räumliche Analyse, Standortplanung.
Die Arbeit befasst sich mit der Nutzung von Geoinformationen zur Verbesserung des Risikomanagements in globalen Logistikunternehmen durch den Einsatz geographischer Informationssysteme.
Die Schwerpunkte liegen auf der Geodatenintegration, der Rolle der "Location Intelligence" für Unternehmen und der praktischen Anwendung von GIS in Risiko- und Lageanalysen.
Das Ziel ist es, die Notwendigkeit raumbezogener Datenanalysen zu begründen und Methoden zu entwickeln, um heterogene Informationen in ein GIS zu überführen und sinnvoll auszuwerten.
Die Arbeit nutzt eine Kombination aus Literaturanalyse zu IT-Systemen und Risikomanagement sowie die strukturierte Entwicklung von Vorgehensmodellen (Location Intelligence-Konzept) zur GIS-Anwendung.
Im Hauptteil werden die Kategorisierung von Geodaten, deren technische Aufbereitung (Raumbezug/Geokodierung), Qualitätsaspekte und die praktische GIS-Analyse anhand von Prozessen und Fallbeispielen detailliert erarbeitet.
Zentrale Begriffe sind Geoinformationen, Supply Chain Risk Management, Location Intelligence, GIS, Geokodierung und Datenqualität.
Location Intelligence bezeichnet das Hinzufügen einer räumlichen Dimension zu betriebswirtschaftlichen Daten, um Analysen zu ermöglichen, die über klassische Business Intelligence-Ansätze hinausgehen.
Das Layerprinzip ermöglicht die Überlagerung verschiedener thematischer Ebenen, wodurch komplexe räumliche Zusammenhänge und Abhängigkeiten, die in tabellarischen Daten verborgen bleiben, sichtbar gemacht werden.
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