Bachelorarbeit, 2016
66 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Theoretischer Rahmen
2.1 Der Realismus
2.2 Der Institutionalismus
3 Prüfung der Hypothese zum Realismus
3.1 Das strategische Konzept von 1991 und 1999
3.2 „Out of area“-Einsätze
3.2.1 Die NATO und das Völkerrecht
4 Prüfung der Hypothesen zum Institutionalismus
4.1 Das strategische Konzept von 1991 und 1999
4.2 Die Partnerschaftsprogramme der NATO
4.3 Die Osterweiterung
4.3.1 Das Für und Wider der Osterweiterung
4.3.2 Russland und die Osterweiterung
5 Schlussbetrachtung
Die vorliegende Arbeit untersucht den Fortbestand und den Wandel der NATO nach dem Ende des Ost-West-Konflikts, um zu erklären, warum das Bündnis trotz des Wegfalls seines ursprünglichen Gründungszwecks bestehen blieb. Die zentrale Forschungsfrage lautet: Wie lässt sich erklären, dass die NATO das Ende des Ost-West-Konflikts, dem sie ihre Gründung verdankt, überdauerte und auch nach 1990 bestehen blieb?
3.2 „Out of area“-Einsätze
Bis zum Ende des Ost-West-Konflikts verstand sich die NATO als ein passives Bündnis und war auf die Wahrung des politisch-militärischen Status quo ausgerichtet. Jedoch war sie bereits während des Ost-West-Konflikts an den sicherheitspolitischen Entwicklungen außerhalb des Bündnisgebietes der NATO interessiert und ihre frühere Position wurde durch den Zerfall der Sowjetunion unbedeutend. 1995 erfolgte der erste operative Einsatz der NATO mit dem Zerfall Jugoslawiens, allerdings fanden die ersten Aktivitäten bereits im Golfkrieg 1991 statt. Man muss dazu anmerken, dass der Schritt out of area politisch und rechtlich und gleichwohl auch intern und extern ziemlich umstritten war. Da die politische und militärische Entwicklung der Balkanstaaten, die außerhalb des Bündnisgebietes der NATO liegen, ein hohes Interesse für das transatlantische Bündnis und ihrem Territorium darstellt, gewannen die out of area Einsätze ab 1990 immer mehr an Bedeutung, indem auch aufgeführt wird, dass alle Truppen unter einheitlichen Kommando stehen und bei Notwendigkeit von Friedenserhaltung zur Friedenserzwingung übergehen. Solche NATO-Einsätze unterscheiden sich deutlich von den Friedenseinsätzen der Vereinten Nationen nach dem Kapitel VI der UN-Charta, die nur leicht bewaffnete Einheiten umfassen und dies nur mit Zustimmung aller Konfliktparteien.
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Geschichte der NATO ein, skizziert die Krise nach dem Ende des Ost-West-Konflikts und formuliert die zentrale Forschungsfrage sowie das methodische Vorgehen der Arbeit.
2 Theoretischer Rahmen: Dieses Kapitel stellt die beiden zentralen Theorien, Realismus und Institutionalismus, vor und erläutert deren Sichtweisen auf internationale Bündnisse und Kooperation.
3 Prüfung der Hypothese zum Realismus: Hier wird der Fortbestand der NATO anhand realistischer Annahmen untersucht, wobei insbesondere strategische Konzepte und die Entwicklung von „Out of area“-Einsätzen analysiert werden.
4 Prüfung der Hypothesen zum Institutionalismus: Dieses Kapitel betrachtet die NATO durch die Brille des Institutionalismus, wobei der Fokus auf strategischen Anpassungen, Partnerschaftsprogrammen und der Osterweiterung liegt.
5 Schlussbetrachtung: Die Schlussbetrachtung fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet den Fortbestand sowie den Wandel der NATO unter Berücksichtigung der theoretischen Hypothesen.
NATO, Realismus, Institutionalismus, Ost-West-Konflikt, Sicherheitspolitik, Bündnispolitik, Osterweiterung, Friedenserhaltung, Krisenmanagement, transatlantische Sicherheit, Völkerrecht, Partnerschaftsprogramme, Nordatlantische Allianz, Geopolitik
Die Arbeit analysiert den Fortbestand und den strukturellen Wandel der NATO nach dem Ende des Ost-West-Konflikts aus der Perspektive der internationalen Politik.
Zentrale Themen sind die theoretische Einordnung des Bündnisses, die Anpassung an neue sicherheitspolitische Herausforderungen sowie die Auswirkungen der Osterweiterung.
Das Ziel ist es zu erklären, wie der Fortbestand des Bündnisses trotz des Wegfalls seines ursprünglichen Feindbildes (Sowjetunion) theoretisch begründet und praktisch erklärt werden kann.
Die Arbeit nutzt als theoretisches Fundament den Realismus sowie den Institutionalismus, um das Verhalten und die Transformation der NATO zu interpretieren.
Im Hauptteil werden die beiden genannten Hypothesen anhand von Dokumenten wie den strategischen Konzepten der NATO, den „Out of area“-Einsätzen und den Partnerschaftsprogrammen geprüft.
Wichtige Begriffe sind unter anderem NATO, Bündnispolitik, Osterweiterung, Krisenmanagement, Sicherheitspolitik und transatlantische Kooperation.
Aus realistischer Sicht ist der Fortbestand der NATO erklärungsbedürftig, da nach dem Wegfall der direkten Bedrohung durch die Sowjetunion die existenzielle Grundlage für ein Verteidigungsbündnis entfällt.
Der Institutionalismus bewertet die Osterweiterung positiv als Instrument zur Förderung von Transparenz, Kooperation und zur Einbindung postkommunistischer Staaten in stabile Sicherheitsstrukturen.
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