Forschungsarbeit, 2016
146 Seiten, Note: 14/20
0. Einleitung
0.1 Motivation und Interesse
0.2 Problemstellung
0.3 Stand der Forschung
0.4 Ziel der Arbeit
0.5 Theorie und methodische Vorgehensweise
0.6 Zum Aufbau der Arbeit
1. ERSTER TEIL: ZUM DISKURS ÜBER DIE FRAU UND ZUM FRAUENBILD IN DER EUROPÄISCHEN KULTUR, REMARQUE UND SEINE EPOCHE
1.1 Zum Diskurs über die Frau im 18. Jahrhundert
1.2 Der Diskurs über die Frau im 19. Jahrhundert
1.3 Die Jahrhundertwende und die Neueren Frauenbewegungen
1.4 Die Interpretation der Frau in der europäischen Kulttur
1.4.1 Die femme fatale und die femme fragile
1.4.1.1 Die femme fatale
1.4.1.2 Die femme fragile
1.4.2 Zur Bild-Theorie: Das offene Bild
1.4.3 Die Frau bzw. das Weibliche in der männlichen Literatur
1.5 Der Feminismus und der neue Diskurs über die Frau
1.5.1 Frau als Konstruktion
1.5.2 Zwischen männlicher und weiblicher Literatur
1.6 Remarque undseineEpoche
1.6.1 Einiges über das Leben Remarques
1.6.1.1 Leben und Tod
1.6.1.2 Das Werk Remarques
1.6.2 Remarque und der Nationalsozialismus
1.6.2.1 Remarque und die nazistische Verfolgung
1.6.2.2 Elfriede Scholz
1.6.3 Remarque und die Frauen
1.6.3.1 Remarque und Marlene Dietrich
1.6.3.2 Die anderen Frauen
1.6.4 Remarque und die literarische Landschaft seiner Epoche
1.6.4.1 Remarque und die Lost Generation
1.6.5 Remarque und die Exilliteratur
2. ZWEITER TEIL: DAS FRAUENBILD IN ARC DE TRIOMPHE
2.1 Darstellung des Werkes
2.1.1 Zur Ästhetik des Romans
2.1.1.1 Beschreiben statt Erzählen
2.1.1.1.1 Beschreibung von Worten
2.1.1.1.1.1 Die direkte zitierte Rede
2.1.1.1.1.2 Die autonome zitierte Rede
2.1.1.1.2 Bewusstseinsbericht in Arc de Triomphe
2.1.1.2 Beschreibung von Ereignissen und Szenen
2.1.2 Philosophieren
2.1.2.1 Direktes Philosophieren
2.1.2.2 Philosophierung durch Figuren
2.2 Die Frauenbilder in Arc de Triomphe
2.2.1 Joan Madou oder die Frau ohne Eigenschaften
2.2.1.1 Joan Madou: die femme fatale, die keine ist
2.2.1.2 Joan Madou oder das Bild der Show Business-Frauen
2.2.2 Die selbständige Frau
2.2.3 Die mächtige Frau
2.2.4 Das Bild der Hure
2.2.5 Das Haar und die Faszination um die Schönheit der Frau
2.2.6 Das Bild der erkrankten Frau
3. DRITTER TEIL: DAS FRAUENBILD IN DIE NACHT VON LISSABON
3.1 Die Nacht von Lissabon
3.1.1 Die Nacht von Lissabon: ein Psychologie-Roman?
3.1.2 Die Nacht von Lissabon: ein Anti-Kriegsroman
3.2 Erzähltechniken in DNVL
Exkurs: Die literarische Moderne und Postmoderne
3.2.1 Die Figuren als Träger von Charakteren
3.2.1.1 Der Erzähler
3.2.1.2 Josef Schwarz
3.2.1.3 Helen Jürgens
3.2.1.4 Georg Jürgens oder das Begehren nach dem Inzest
3.2.2 Subjektivierung und Psychologisierung der Wirklichkeitserfahrung
3.2.3 Der Verfremdungseffekt
3.2.4 „Der dramatische Modus“
3.3 Die Frauenbilder in Die Nacht von Lissabon
3.3.1 Die Frau als Begehrensobjekt
3.3.2 Die namenlose Frau
3.3.3 Die verheiratete Frau
3.3.4 Die treue Frau
3.3.5 Die selbstständige Frau
3.3.6 Die erkrankte Frau
3.3.7 Die Frau als Hilfeleistung
3.3.8 Die leidende Frau
3.3.9 Die Hure
3.3.10 Die tote Frau
Die vorliegende Arbeit untersucht die Darstellung und Repräsentation von Frauen in den Romanen "Arc de Triomphe" und "Die Nacht von Lissabon" des deutschen Autors Erich Maria Remarque. Ziel der Untersuchung ist es, den Zusammenhang zwischen Remarques eigener Persönlichkeit sowie seiner Zeit und den in seinen Werken gezeichneten Frauenfiguren herauszuarbeiten. Dabei hinterfragt der Autor kritisch, ob die Literatur als männlich dominierte Domäne zur Marginalisierung der Frau beiträgt oder alternative, komplexe Frauenbilder entwirft.
2.2.1.1 Joan Madou: die femme fatale, die keine ist
Das Bild der Frau im Roman wird wesentlich um die Figur der Joan Madou konstruiert. Wie schon am oben gesehen, kann in Joan viele Frauen gelesen werden. Joan Madou verkörpert eine moderne Frau. Sie hat ein sehr kontrastierendes Bild. Beim Lesen sieht der Leser, dass Joan eine liberale Frau ist. Wie in der Erzählung gelesen wird, kann man sagen, dass sie moralisch gesagt liberal und modern ist:
»Geben Sie mir auch eine Zigarette«, sagte die mit tonloser stimme. […]
Die Frau schüttelte den Kopf und nahm eine Zigarette. Ravic hielt ihr das brennende Streichholz hin. Sie rauchte hastig, mit tiefen Zügen. (AdT, 10)
Daraus erfährt der Leser, dass sie eine rauchende Frau ist. Das macht sie vor den anderen Menschen, ohne sich zu schämen. Ferner erfährt man auch, dass sie Alkohol trinkt. Der Roman will auch offenbaren, dass die Männer im Text keine frauenfeindlichen Männer sind. Sie nehmen gar es normal an, dass eine Frau vor ihnen Alkohol trinkt und Zigaretten raucht. sie sehen keinen Unterschied zwischen ihnen und der Frau. Der Frau wird nichts vorgeworfen, weil sie eine Frau ist.
0. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Motivation für das Forschungsthema sowie die Problemstellung und den Stand der literaturwissenschaftlichen Forschung zu Remarque.
1. ERSTER TEIL: ZUM DISKURS ÜBER DIE FRAU UND ZUM FRAUENBILD IN DER EUROPÄISCHEN KULTUR, REMARQUE UND SEINE EPOCHE: Dieses Kapitel gibt einen kulturhistorischen Überblick über den Geschlechterdiskurs seit dem 18. Jahrhundert und beleuchtet Remarques eigene Lebensstationen sowie seine Zeit.
2. ZWEITER TEIL: DAS FRAUENBILD IN ARC DE TRIOMPHE: Hier werden die Erzähltechniken und die verschiedenen Frauenfiguren in "Arc de Triomphe" detailliert analysiert, wobei das Augenmerk auf der Figur Joan Madou liegt.
3. DRITTER TEIL: DAS FRAUENBILD IN DIE NACHT VON LISSABON: Der letzte Teil widmet sich den Erzählstrukturen und der Repräsentation weiblicher Rollenbilder in "Die Nacht von Lissabon", unter anderem als Begehrensobjekt, treue Ehefrau oder leidende Figur.
Erich Maria Remarque, Arc de Triomphe, Die Nacht von Lissabon, Frauenbild, Geschlechterdiskurs, Feminismus, Exilliteratur, Moderne, Joan Madou, Helen Jürgens, Identität, Literaturwissenschaft, Frauenbewegung, Antikriegsliteratur, Rollenbilder
Die Arbeit analysiert die Darstellung von Frauen in Erich Maria Remarques Romanen "Arc de Triomphe" und "Die Nacht von Lissabon" im Kontext des historischen Geschlechterdiskurses.
Die Arbeit fokussiert auf Literaturtheorie, feministische Konzepte, die literarische Repräsentation weiblicher Figuren und den Einfluss der Autorbiografie auf seine Texte.
Das Ziel ist es, herauszufinden, ob und wie Remarque Frauenfiguren jenseits traditioneller Klischees wie "femme fatale" oder "femme fragile" gestaltet und wie diese in die literarische Moderne eingebettet sind.
Der Autor nutzt Ansätze der feministischen Literaturtheorie, psychoanalytische Konzepte sowie die Theorie des "offenen Bildes" nach Georges Didi-Hubermann.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von "Arc de Triomphe" und "Die Nacht von Lissabon", wobei jeweils Erzähltechniken analysiert und die verschiedenen Frauenbilder (z.B. selbstständige Frau, Hure, Kranke) typologisiert werden.
Zu den wesentlichen Begriffen zählen Geschlechterdiskurs, Remarques Exilliteratur, Identitätskonstruktion, feministische Literaturtheorie und literarische Moderne.
Der Autor argumentiert, dass Remarque keinesfalls frauenfeindlich agiert, sondern Frauen als komplexe, moderne Individuen darstellt, die ihre Weiblichkeit teils aktiv selbst konstruieren.
Joan Madou dient als zentrale Fallstudie einer modernen, liberalen Frau, die sich einer einfachen Definition entzieht und die männliche Wahrnehmung und Sehnsucht herausfordert.
Krankheit wird als ein wiederkehrendes Motiv bei Frauenfiguren identifiziert, das oft mit existentieller Verzweiflung, aber auch mit einer stoischen, mutigen Haltung gegenüber dem eigenen Schicksal verknüpft ist.
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