Masterarbeit, 2015
111 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung, Problemstellung und Zielsetzung
2 Beschreibung und Bedeutung der Isoglucose
2.1 Beschreibung von Isoglucose
2.2 Bedeutung von Isoglucose
3 Die chronologische Entwicklung der Zuckermarktordnung
3.1 Erarbeitung der Zuckermarktordnung und ihre Einführung 1968
3.2 Begleitende Veränderungen
3.3 Reform der Zuckermarktordnung zum 1. Juli 2006
3.4 Geplantes Auslaufen der Zuckermarktordnung
4 Die globale Zuckerproduktion im nationalen und europäischen Kontext
4.1 Verschiedene Produktionssysteme
4.1.1 Rohrzucker
4.1.2 Rübenzucker
4.1.3 Isoglucose
4.1.4 Zucker aus anderen Pflanzen
4.2 Produktion von Zucker und Isoglucose und deren Kosten
4.2.1 Anbau
4.2.1.1 Rohrzucker
4.2.1.2 Rübenzucker
4.2.1.3 Isoglucose
4.2.2 Verarbeitung
4.2.2.1 Rohrzucker
4.2.2.2 Rübenzucker
4.2.2.3 Isoglucose
4.2.3 Vergleich der Gestehungskosten und der Qualität von Zucker und Isoglucose
4.3 Neue Produktionsverfahren von Zucker und deren Wettbewerbsfähigkeit
5 Die Entwicklung der globalen Zucker- und Isoglucosenachfrage
5.1 Historie
5.2 Gegenwart / Status Quo
5.3 Ausblick auf die Zucker- und Isoglucosenachfrage
5.3.1 Weitere Entwicklung der globalen Zucker- und Isoglucosenachfrage
5.3.2 Einfluss neuer Substitutionsmöglichkeiten von Zucker auf die Zuckernachfrage
5.3.3 Zukünftige Anbauländer
6 Diskussion und Schlussfolgerung
7 Zusammenfassung
Die vorliegende Masterarbeit untersucht die zukünftige europäische und globale Bedeutung von Isoglucose nach dem Auslaufen der Zuckermarktordnung. Ziel ist es, die Auswirkungen dieser Marktöffnung auf die Süßungsmittelmärkte zu analysieren und die Wettbewerbsfähigkeit von Isoglucose gegenüber herkömmlichem Zucker zu bewerten.
2.1 Beschreibung von Isoglucose
Isoglucose wird industriell aus Getreidestärke gewonnen. Heute wird hauptsächlich Mais zur Stärkeproduktion verwendet. Das Verfahren zur Gewinnung von Glucose aus Stärke ist schon seit Anfang des 19. Jahrhunderts bekannt (vgl. EGGER, RIEDER, & CLEMENZ, 1992, S. 82 ff.). 1811 versuchte der deutsche Chemiker Konstantin Kirchhoff durch Kochen von Stärke einen Ersatzstoff für Gummi arabicum zu erhalten, welches wegen der Kontinentalsperre in Europa kaum noch verfügbar war. Da die gekochte Stärke anfangs einen gelatinösen Zustand hatte, gab er verdünnte Schwefelsäure hinzu. Diese wirkt als Katalysator und verzuckert die Stärke zu Glucose. Die erste Stärkezuckerfabrik wurde dann bereits 1812 bei Weimar errichtet. Zur Stärkeproduktion wurden dabei hauptsächlich Kartoffeln verwendet.
Die Stärkeverzuckerung ist ein hochkomplexer Prozess. „Bei der säurekatalysierten Stärkeverzuckerung erhält man entweder das nicht weiter spaltbare Endprodukt D-Glucose (totale Hydrolyse) oder bei vorzeitigem Abbruch (partielle Hydrolyse) Glukosesirupe, Gemische von Glucose, Maltose, Isomaltose und Oligosacchariden mit unterschiedlichen Eigenschaften. Bedingt durch die verschiedenen Möglichkeiten der Herstellung von Glukosesirupen ist ihre Zusammensetzung unterschiedlich. Ihre Süße nimmt mit dem Verzuckerungsgrad (DE-Wert) zu. Das Endprodukt der Verzuckerung von Stärke ist kristallisierte D-Glucose, die mit einem Molekül Kristallwasser als D-Glucose-Monohydrat (Wassergehalt maximal 9%) oder als D-Glucoseanhydrit (Wassergehalt maximal 1%) im Handel ist“ (VAN DER POEL, SCHIWECK, & SCHWARTZ, 2000, S. 49).
1 Einleitung, Problemstellung und Zielsetzung: Einführung in die historische Bedeutung von Süßungsmitteln und Darlegung des Ziels der Arbeit, die zukünftige Bedeutung von Isoglucose nach dem Ende der Zuckermarktordnung zu untersuchen.
2 Beschreibung und Bedeutung der Isoglucose: Definition und industrielle Gewinnung von Isoglucose sowie eine Analyse ihrer zunehmenden wirtschaftlichen Relevanz als Zucker-Substitut.
3 Die chronologische Entwicklung der Zuckermarktordnung: Historische Aufarbeitung der regulatorischen Rahmenbedingungen für Zucker in der EU von 1968 bis zum geplanten Auslaufen der Marktordnung 2017.
4 Die globale Zuckerproduktion im nationalen und europäischen Kontext: Detaillierte Betrachtung der verschiedenen Produktionssysteme (Rohr, Rübe, Isoglucose) und ein Vergleich der Gestehungskosten.
5 Die Entwicklung der globalen Zucker- und Isoglucosenachfrage: Übersicht über die historische Konsumentwicklung, den aktuellen Status Quo und Prognosen unter Berücksichtigung neuer Substitutionsmöglichkeiten.
6 Diskussion und Schlussfolgerung: Kritische Auseinandersetzung mit der Marktkonkurrenz zwischen Zucker und Isoglucose und deren Zukunftsperspektiven nach der Liberalisierung.
7 Zusammenfassung: Abschließendes Resümee über die Bedeutung der Isoglucose für den zukünftigen Süßungsmittelmarkt.
Isoglucose, Zuckermarktordnung, Stärkeverzuckerung, Zuckerrohr, Zuckerrübe, Produktionskosten, EU-Agrarpolitik, Süßungsmittel, Marktwettbewerb, Fructose, Globaler Zuckerhandel, Lebensmittelindustrie, Agrarprotektionismus, Maisstärke, Substitution.
Die Arbeit untersucht die ökonomische Bedeutung und die Konkurrenzfähigkeit von Isoglucose als alternatives Süßungsmittel im Vergleich zu traditionellem Zucker auf dem europäischen und globalen Markt, insbesondere im Kontext des Wegfalls der EU-Zuckermarktordnung.
Die Schwerpunkte liegen auf den Produktionsverfahren von Zucker und Isoglucose, den ökonomischen Kostenstrukturen, den politischen Rahmenbedingungen durch die EU-Zuckermarktordnung sowie den zukünftigen globalen Nachfrageentwicklungen.
Die Arbeit geht der Frage nach, inwieweit Isoglucose nach dem Ende der regulierenden Zuckermarktordnung in der EU konkurrenzfähig wird und welchen Stellenwert sie im Vergleich zu Rohr- und Rübenzucker global einnehmen wird.
Es handelt sich um eine deskriptive und analysierende wirtschaftswissenschaftliche Arbeit, die auf Literaturrecherche, der Auswertung agrarökonomischer Daten (Produktionskosten, Marktanteile) und der Analyse regulatorischer Verordnungen basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die technologische Beschreibung der Isoglucosegewinnung, die historische und aktuelle Entwicklung der EU-Zuckermarktordnung sowie eine vergleichende Kostenanalyse der verschiedenen Produktionssysteme unter Berücksichtigung von Nebenprodukten.
Die wichtigsten Begriffe sind Isoglucose, Zuckermarktordnung, Wettbewerbsfähigkeit, Stärkeverzuckerung und Agrarprotektionismus.
Während Zucker aus Rohr oder Rüben durch Extraktion und Kristallisation gewonnen wird, basiert Isoglucose auf einem komplexen enzymatischen Prozess zur Umwandlung von Getreidestärke (vorwiegend Mais) in Glucose und anschließend in süßere Fructose.
Der Lock-in-Effekt beschreibt die Pfadabhängigkeit von Verarbeitern, die aufgrund hoher Investitionskosten in die Infrastruktur für einen bestimmten Süßungstyp (z. B. Isoglucose statt Zucker) nur schwer wieder auf ein anderes System umstellen können, was den Markt träge macht.
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