Magisterarbeit, 2013
274 Seiten, Note: 1,6
Vorbemerkung
I. Einleitung zum Kapitel - Der Kalender
1. Tag und Nacht - Yang- und Yin-Energie
2. Die vier Jahreszeiten als Grundlage der 5-Phasen-Theorie (Wu xing 五行)
3. Phänologiebeschreibungen im Shiji
4. Die maßgeblichen Kalender zur Han-Zeit
4.1. Sifenli 四分曆
4.2. Zhuanxuli 顓頊曆
4.3. Taichuli 太初曆
4.3.1. Das Kalenderkapitel des Shiji 史記
4.3.1.1. Kaiser Wen
4.3.1.2. Die Thronfolge Liu Che
4.3.1.3. Kaiser Han Wudi
4.3.2. Die Geschichte des Taichuli 太初曆
4.3.3. Die Bedeutung der Sonne-Mond-Bewegung für den Kalender
4.4. Der Bauernkalender夏曆und die jieqi 節氣
4.4.1. Lichun 立春 (13. xiu 宿)
4.4.2. Chunfen 春分 (16. xiu 宿)
4.4.3. Lixia 立夏 (19. xiu 宿)
4.4.4. Xiazhi 夏至 (23. xiu 宿)
4.4.5. Liqiu 立秋 (27. xiu 宿)
4.4.6. Qiufen 秋分 (1. xiu 宿)
4.4.7. Lidong 立冬 (6. xiu 宿)
4.4.8. Dongzhi 冬至 (9. xiu 宿)
4.4.9. Die 24 jieqi 節氣 und die 6 Aufteilungen nach dem Neijing黃帝內經
4.4.9.1. Jueyin 厥陰
4.4.9.2. Shaoyin 少陰
4.4.9.3. Shaoyang 少陽
4.4.9.4. Taiyin 太陰
4.4.9.5. Yangming 陽明
4.4.9.6. Taiyang 太陽
4.5. Der Xia (Hsia)-Kalender夏小正 - Himmelsstämme 天干 und Erdzweige 地支
4.6. Der Lunisolar-Kalender und der Zhang 章-Zyklus
4.7. Nian hao – Äranamen
4.8. Weiter vorkommende Zyklen
4.8.1. Der 10-Jahres-Himmelstamm-Zyklus
4.8.2. Der 12-Jahres-Erdzweig-Zyklus
4.8.3. Der 60-Jahres-Himmelstamm-Erdzweigzyklus
4.8.4. Der Zhang 章-Zyklus
4.8.5. Der Bu 部-Zyklus
4.8.6. Ära-Zyklus ji 紀
4.8.7. Li Yuan 曆元
4.8.8. yuan 元
4.8.9. Shang yuan 上元
4.8.10. Liu Xin 劉歆 Berechnungen
II. Einleitung zum Kapitel 27
5. Die chinesische Korrelationskosmologie
5.1. Hundun 混沌 als kosmogonische Grundlage der Kosmologie
6. Die verschiedenen Zeiteinteilungen
6.1. Die Zeit, welche der Zeit vor dem Anfang voranging
6.2. Die Zeit vor dem Anfang
6.3. Der Anfang
6.3.1. Die Zeit, welche der Zeit vor Beginn des Nichtseins voranging
6.3.2. Die Zeit vor Beginn des Nichtseins
6.3.3. Die Zeit des Nichtseins
6.3.3.1. Die Kosmogonie des Huainanzi 淮南子
6.3.3.2. Die Kosmologie des Huainanzi
7. Huangdi
7.1. Sima Qian 司馬遷 und das Shiji 史記
7.2. Huangdi als Leitfigur
8. Die Form des Universums (kosmologische Theorien)
8.1. Der Himmelsbaldachin - Die hemisphärische Kuppeltheorie 蓋天
8.1.1. Der neunfach gefaltete Himmel
8.2. Die Sphärische Himmelstheorie - Hun Thien 渾天
8.3. Die Xuanye-Theorie
8.4. Kurze Geschichte der Astrometrie
9. Die Aufteilung des Himmels
9.1. Die Drei umzäunten Gebiete
9.1.1. Ziweiyuan 紫微垣 - Die purpurne verbotene Umzäunung
9.1.2. Taiweiyuan 太微垣 - Der erhabene Palast (oder die erhabene Subtilität)
9.1.3. Tianshiyuan 天市垣 - Der Himmlische Marktplatz
9.2. Die Fünf Paläste
9.2.1. Der Zentralpalast und seine Hauptsterne
9.2.1.1. Beidou und seine Positionierung
9.2.1.2. Das „Cosmic Board“ des Huainanzi
9.2.2. Der Östliche Palast
9.2.2.1. Der Grüne Drache des Ostens und die xiu (Mondhäuser)
9.2.2.1.1. Jiao 角 - zwei Sterne (Das Horn)
9.2.2.1.2. Kang 亢 - vier Sterne (Der Nacken)
9.2.2.1.3. Di 氏 - vier Sterne (die Wurzel)
9.2.2.1.4. Fang 房 - vier Sterne (das Zimmer)
9.2.2.1.5. Xin 心 - drei Sterne (Das Herz)
9.2.2.1.6. Wei 尾 - neun Sterne (Der Schwanz)
9.2.2.1.7. Ji 箕 - Vier Sterne (Der Korb)
9.2.3. Der Südliche Palast南宮
9.2.3.1. Der rote Vogel (Phoenix) des Südens 南方朱雀 und seine 星宿 (Mondhäuser)
9.2.3.1.1. Tung Jing 東井 (Der östliche Brunnen) - Acht Sterne
9.2.3.1.2. Yu Gui 輿鬼 (Geisterfahrzeug) - Fünf Sterne im Krebs
9.2.3.1.3. Liu 柳 - Weidenbaum
9.2.3.1.4. Chi Xing 七星 - Sieben Sterne
9.2.3.1.5. Zhang 張 - Sechs Sterne
9.2.3.1.6. Yi 翼 - Zweiundzwanzig Sterne
9.2.3.1.7. Zhen 軫 - Vier Sterne
9.2.4. Der Westliche Palast 西宮
9.2.4.1. Der weiße Tiger des Westens 西方白虎 und seine xing xiu 星宿
9.2.4.1.1. Kui 奎 (der Schritt) - Sechzehn Sterne
9.2.4.1.2. Lou 婁 (die Sichel) - Drei Sterne
9.2.4.1.3. Wei 胃 - Drei Sterne
9.2.4.1.4. Mao 昴 (Reichtum) - Sieben Sterne
9.2.4.1.5. Bi 畢 (das Netz) - Acht Sterne
9.2.4.1.6. Zi (Zui) 觜 - Drei Sterne
9.2.4.1.7. Shen 參 (Der Ermittlungsbeamte) - Zehn Sterne
9.2.5. Der Nördliche Palast 北宮
9.2.5.1. Der schwarze Krieger 北方玄武 des Nordens und seine Mondhäuser
9.2.5.1.1. Nandou 南斗 (der südliche Schöpfer) - sechs Sterne
9.2.5.1.2. (Qian)niu 牽牛 (Ochse) - Sechs Sterne
9.2.5.1.3. (Xu) nu 須女 (Magd)
9.2.5.1.4. Xu 虛 (Die Leere)
9.2.5.1.5. Wei 危 (Kamin)
9.2.5.1.6. (Ying) Shi 營室 (Schattenpalast) - Zwei Sterne
9.2.5.1.7. Dong Bi 東壁 (Östliche Mauer) - Zwei Sterne
9.3. Die Planeten und ihre Tempel
9.3.1. Jupiter 太歲, 木星
9.3.1.1. Der Jupiterzyklus
9.3.2. Mars 火星, 螢火
9.3.2.1. Das Haus des Kalenders
9.3.2.2. Der Kalender und die musikalischen Röhren
9.3.3. Saturn 土星
9.3.4. Venus 金星, 啟明星,太白星
9.3.5. Merkur 水星
9.3.6. Sonne, Mond und andere Himmelskörper, 柒政
Die vorliegende Arbeit untersucht die astronomischen Essays in den Kapiteln 26 und 27 des Shiji von Sima Qian. Ziel ist es, die tiefe Verflechtung zwischen chinesischer Kosmologie, astronomischer Beobachtung und politischer Legitimation während der Han-Dynastie aufzuzeigen, wobei die Arbeit die Harmonie von Mensch und Kosmos (tian ren ganying) als zentralen Leitfaden wählt.
4.3.3. Die Bedeutung der Sonne-Mond-Bewegung für den Kalender
Neben der Gründung einer neuen Dynastie wurden die Erneuerungen des Kalenders auch durch die Inkommensurabilität der Sonne und des Mondes, so wie man sie in jener Zeit kannte, bedingt. Von Neumond zu Neumond vergehen 29,5 Tage. Der Tag an dem dieses Ereignis stattfindet, wird als Tag des Neumonds bezeichnet, gleichgültig ob der Neumond nach Mitternacht oder vor Mitternacht oder dazwischen stattfindet. Deshalb gibt es Monate, die 29 Tage lang sind und einige mit 30 Tagen. Ein Jahr mit 12 Mondmonaten hat daher durchschnittlich 354 Tage. Im Verhältnis zum Sonnenmonat ist der Mondmonat um 11 Tage kürzer. Um das Jahr 600 v.u.Z. hatten die Chinesen (vor dem Griechen Meton) dass es eine gleiche Anzahl von Monden in einem Zeitraum von 19 Jahren gab, d. h. wenn nach 19 Jahren wieder einen Neumond zur Wintersonnenwende geben, ohne Berücksichtigung etwaige überhängende Tage. In 19 solaren Jahren gibt es 235 Mondmonate, aber nur 12 Monate in einem Sonnenjahr. Dies bedeutet, dass insgesamt sieben Schaltmonate eingefügt werden müssen.
Wiewohl im Su wen, Kapitel 9 durch Qi Bo in seiner Berechnung des Jahres dargestellt ist, dass es sich bei den im Huang di Neijing behandelten, um ein Solarjahr handelt und die Sonnenposition im Verlauf der Jahreszeiten für das Ansteigen und Fallens von Yin und Yang ausschließlich ausschlaggebend ist, empfiehlt es sich auch den Mond zu berücksichtigen.
I. Einleitung zum Kapitel - Der Kalender: Diese Einleitung führt in die Grundlagen der chinesischen Zeitrechnung ein und erläutert die zyklischen Bewegungen von Sonne, Mond und Klima.
1. Tag und Nacht - Yang- und Yin-Energie: Dieses Kapitel behandelt das grundlegende dualistische Prinzip von Yin und Yang, das den Tag-Nacht-Rhythmus und die gesamte Kosmologie durchdringt.
2. Die vier Jahreszeiten als Grundlage der 5-Phasen-Theorie (Wu xing 五行): Hier wird erklärt, wie die vier Jahreszeiten mit dem 5-Phasen-System verknüpft sind, um das kosmische Gleichgewicht zu steuern.
3. Phänologiebeschreibungen im Shiji: Dieses Kapitel analysiert die im Shiji enthaltenen Berichte über natürliche Phänomene, die eng mit landwirtschaftlichen und administrativen Zyklen verbunden sind.
4. Die maßgeblichen Kalender zur Han-Zeit: Es werden die verschiedenen Kalendersysteme, wie das Sifenli, Zhuanxuli und das bedeutende Taichuli, historisch und technisch eingehend erörtert.
5. Die chinesische Korrelationskosmologie: Dieses Kapitel untersucht die grundlegenden kosmologischen Vorstellungen in China und deren Entwicklung aus dem „Hundun“ (Chaos).
6. Die verschiedenen Zeiteinteilungen: Hier werden die metaphysischen Konzepte der Zeit behandelt, einschließlich des Zustands vor dem Anfang und der Entstehung des Kosmos.
7. Huangdi: Das Kapitel widmet sich der zentralen mythischen Gestalt des Gelben Kaisers und seiner Bedeutung als Leitfigur für die chinesische Wissenschaft und Herrschaftsideologie.
8. Die Form des Universums (kosmologische Theorien): Es werden die klassischen Welterklärungsmodelle (Gaitian, Huntian, Xuanye) gegenübergestellt und ihre astronomische Interpretation analysiert.
9. Die Aufteilung des Himmels: Dieses umfangreiche Kapitel beschreibt die Einteilung des Himmels in Paläste, Mondhäuser (xiu) und die astrologische Bedeutung der Planeten.
Kosmologie, Shiji, Kalenderwesen, Han-Dynastie, Yin und Yang, Fünf-Phasen-Theorie, Astronomie, Sima Qian, Huangdi, Himmelsmandat, Mondhäuser, Korrelationsdenken, Astronomiegeschichte, Zeitrechnung, Planetenbewegungen.
Die Arbeit analysiert die astronomischen und kosmologischen Konzepte der Kapitel 26 und 27 des Shiji und stellt deren Bedeutung für die Herrschaftslegitimation und das Weltbild der Han-Zeit dar.
Die zentralen Themen sind Kalenderreformen, Korrelationskosmologie, die Theorie der fünf Phasen (Wu Xing), astronomische Instrumente und die Rolle des Kaisers als Mittler zwischen Himmel und Erde.
Das Ziel ist die Erforschung der astronomischen Grundlagen in der antiken chinesischen Historiographie und deren Einbettung in ein umfassendes System der Wechselwirkung zwischen Natur und Politik.
Der Autor verwendet eine tiefgehende philologische und historische Analyse der Originaltexte (Shiji, Hanshu, Huainanzi) und vergleicht diese mit astronomischen Daten und westlicher Sinologie.
Der Hauptteil erörtert detailliert die verschiedenen Kalendersysteme (Sifenli, Taichuli), die Struktur des Himmels (Paläste und Mondhäuser) und die philosophischen Theorien wie Yin-Yang und das 5-Elemente-System.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Kosmologie, Kalenderwesen, Han-Dynastie, Yin und Yang, Wu Xing, Astronomie und Himmelsmandat charakterisiert.
Sie symbolisierte den Beginn einer neuen Ära, in der der Kaiser seine Rolle als Weiser festigte, indem er den Kalender exakt an kosmische Zyklen anpasste und damit seine Herrschaft legitimierte.
Huangdi dient als mythische Leitfigur, die den Ursprung korrekter Zeitrechnung und harmonischer Ordnung verkörpert; viele Herrscher versuchten, ihre Regierungszeit durch Imitation seiner Taten zu legitimieren.
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