Bachelorarbeit, 2016
47 Seiten, Note: 1,8
1 Einleitung
1.1 Fragestellung
1.2 Vorgehensweise
1.3 Ziel
2 Die Literaturverfilmung
2.1 Zum Begriff „Adaption“ und „Verfilmung“
2.2 Arten der Adaption
2.2.1 Aneignung von literarischen Rohstoff
2.2.2 Illustration
2.2.3 Interpretierende Transformation
2.2.4 Dokumentation
3 Schwierigkeiten und Adaptionsstrategien
3.1 Literaturverfilmung als intermedialer Adaptionsprozess
3.2 Adaptionsproblematik
3.2.1 Filmischer Anspruch
3.2.2 Transformativer Ansatz
3.2.3 Schwierigkeiten
3.3 Wege zur Problembehandlung
3.3.1 Filmische Gestaltungsmittel
3.3.2 Russischer Formalismus
3.3.3 Codes
3.3.4 Multimedialität
4 Der Marsianer – Bestseller und Publikumserfolg
4.1 Das Buch
4.2 Der Film
4.3 Handlung
4.4 Ein Vergleich zwischen Buch und Verfilmung
5 Fazit
5.1 Ausblick
Die Arbeit untersucht, wie literarische Stoffe unter Berücksichtigung der Adaptionsproblematik und der medienspezifischen Grenzen in das audiovisuelle Medium Film transformiert werden können, und hinterfragt die oft geforderte Werktreue anhand einer Analyse von Buch und Film "Der Marsianer".
1.1 Fragestellung
Bei dieser Form von Kritik wird jedoch meist nicht berücksichtigt, dass es sich beim Buch und Film um vollkommen unterschiedliche Medien handelt. So werden beim Wechsel vom Ausgangsmedium der Literatur in das Zielmedium des Films mediale Grenzen überschritten. Ein Medienwechsel, der entgegen der medienspezifischen Unterschiede vollzogen wird und zwangsweise eine intermediale Transformation des Inhalts, bzw. ein Wechsel des semiotischen Zeichensystems, erfordert.
Es ist genau dieser offensichtliche Wechsel, der mich im Kontext der vorherrschenden Kritik fragen lässt, in welchen Maßen sich der Inhalt aus der Vorlage unter Berücksichtigung von filmischen Aspekten überhaupt ins Bild übertragen lässt. Denn durch die gesellschaftlich etablierte Erwartungshaltung an eine absolute bzw. hohe Werktreue bei transformativen Adaptionen (Literaturverfilmungen als Kinofilm) wird indirekt die These formuliert, dass eben diese zu erreichen ist.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Rolle von Literaturverfilmungen in der Filmgeschichte und stellt die zentrale Fragestellung zur medienübergreifenden Transformierbarkeit von Inhalten vor.
2 Die Literaturverfilmung: Dieses Kapitel definiert die Begriffe Adaption und Verfilmung und typologisiert verschiedene Ansätze der Literaturadaption, wie etwa die interpretierende Transformation.
3 Schwierigkeiten und Adaptionsstrategien: Der theoretische Hauptteil diskutiert die grundlegende Adaptionsproblematik und analysiert filmische Gestaltungsmittel und Strategien zur Bewältigung des Medienwechsels.
4 Der Marsianer – Bestseller und Publikumserfolg: Hier erfolgt die exemplarische Anwendung der theoretischen Erkenntnisse durch den direkten Vergleich des Romans von Andy Weir mit der filmischen Umsetzung von Ridley Scott.
5 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung, die für eine reflektiertere Erwartungshaltung gegenüber Literaturadaptionen plädiert und das Potenzial des Films als eigenständige Kunstform hervorhebt.
Literaturverfilmung, Intermedialität, Adaption, Medienwechsel, Transformationsprozess, Werktreue, Filmische Gestaltungsmittel, Montage, Zeichensystem, Filmtheorie, Der Marsianer, Semiotik, Filmanalyse, Adaptionsstrategien, audiovisuelle Umsetzung.
Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen und praktischen Auseinandersetzung der Literaturverfilmung als intermedialer Transformationsprozess zwischen zwei unterschiedlichen Medien.
Zentrale Themen sind die Intermedialitätsforschung, die Adaptionsproblematik, der Vergleich literarischer und filmischer Zeichensysteme sowie die Rolle von filmischen Gestaltungsmitteln.
Ziel ist es, die Potenziale und Grenzen des Mediums Film für eine transformative Adaption literarischer Stoffe zu ergründen und die Frage der Werktreue im Kontext der filmgerechten Aufbereitung zu bewerten.
Der Autor verbindet eine theoretische Auseinandersetzung mit der Adaptions- und Intermedialitätsforschung mit einer analytischen Fallstudie am Beispiel von "Der Marsianer".
Im Hauptteil werden die Schwierigkeiten des Medienwechsels, der filmische Anspruch, der Einsatz von Montage, Codes und die Multimedialität als Werkzeuge zur Inhaltsübertragung untersucht.
Besonders relevant sind die Konzepte "Intermedialität", "Transformation", "Werktreue", "semiotisches Zeichensystem" sowie die im Film genutzten "Gestaltungsmittel" und "Codes".
Der Autor nutzt den Roman und den Film als konkretes Beispiel, um zu zeigen, wie filmische Mittel (wie Videotagebücher oder Spezialeffekte) genutzt werden, um literarische Logbucheinträge und interne Monologe in die visuelle Filmsprache zu übersetzen.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass eine absolute Werktreue unmöglich ist und man Literaturverfilmungen stattdessen als eigenständige, interpretative Werke bewerten sollte, die den Mehrwert des filmischen Mediums nutzen.
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