Bachelorarbeit, 2015
54 Seiten, Note: 2,3
1. EINLEITUNG
1.1 RELEVANZ
1.2 ZIELSETZUNG DER ARBEIT
1.3 AUFBAU DER ARBEIT
1.4 FORSCHUNGSSTAND UND GRUNDLEGENDE LITERATUR
2. KONZEPTIONELLE UND BEGRIFFLICHE GRUNDLAGEN
2.1 NATIONALE IDENTITÄT
2.1.1 NATIONALISMUS
2.1.2 PATRIOTISMUS
2.2 SPORT UND NATIONALE IDENTITÄT
2.2.1 POTENZIAL VON SPORTGROßEREIGNISSEN
2.2.2 FUßBALL ALS „ANKERPUNKT“
2.2.3 EINFLUSS DER MASSENMEDIEN
2.2.4 EINFLUSS DER GLOBALISIERUNG
3. HYPOTHESEN UND METHODIK
3.1 HYPOTHESEN
3.2 OPERATIONALISIERUNG
4. EMPIRIE: STÄRKUNG NATIONALER IDENTITÄT DURCH FUßBALLWELTMEISTERSCHAFTEN
4.1 FUßBALLWELTMEISTERSCHAFT 2006 IN DEUTSCHLAND
4.1.1 NATIONALE IDENTITÄT VOR UND NACH DER WELTMEISTERSCHAFT
4.1.2 EINFLUSS DER MASSENMEDIALEN BERICHTERSTATTUNG
4.1.3 EINFLUSS DER GLOBALISIERUNG AUF DIE ZURSCHAUSTELLUNG NATIONALER SYMBOLE
4.2 FUßBALLWELTMEISTERSCHAFT 2010 IN SÜDAFRIKA
4.2.1 NATIONALE IDENTITÄT VOR UND NACH DER WELTMEISTERSCHAFT
4.2.2 EINFLUSS DER MASSENMEDIALEN BERICHTERSTATTUNG
4.2.3 EINFLUSS DER GLOBALISIERUNG AUF DIE ZURSCHAUSTELLUNG NATIONALER SYMBOLE
5. ANALYSE
6. FAZIT UND AUSBLICK
7. ABSTRACT
Die Arbeit untersucht, inwieweit Fußballweltmeisterschaften das Potenzial besitzen, die nationale Identität der ausrichtenden Länder zu stärken. Dabei liegt der Fokus auf der Rolle der Massenmedien als Verstärker und dem Einfluss der Globalisierung auf die Zurschaustellung nationaler Symbole während dieser Großereignisse.
2.2.2 Fußball als „Ankerpunkt“
Durch seine stark identitätsstiftende Wirkung birgt der Sport die Möglichkeit, zur Stärkung nationaler Identität beizutragen, welche von nationalstaatlichen Regierungen oftmals bewusst inszeniert wird. Dabei spielt vor allem die Popularität und die kulturelle Bedeutung einer Sportart für ihre Gesellschaft eine entscheidende Rolle. Sie ermöglicht die Vermittlung von Identität, weswegen sich hauptsächlich Sportarten eignen, die innerhalb einer Gesellschaft oder über mehrere Gesellschaften hinweg bekannt und beliebt sind. Die offizielle FIFA-Zählung („Big Count“) der registrierten oder auch nicht organisierten Fußballspieler und -spielerinnen, welche aktiv den Fußballsport betreiben, werden weltweit auf 242 Millionen geschätzt (von Seggern, 2007). Fast überall auf der Welt zählt der Fußball zu den beliebtesten Sportarten. Abgesehen von Nordamerika, Südasien und Australien, spielt der Fußball auf den meisten Teilen des Globus die dominante Rolle innerhalb der Sportarten (Groll, 2007).
Der Fußball verbindet als globales Spiel mehr als alle anderen Sportarten eine Repräsentationsfunktion und ökonomisches Gewinnstreben, mit Identitätspolitik und Taktiken der Selbstermächtigung (Schwier & Leggewie, 2006). Wie bei allen Mannschaftssportarten und bereits in Kapitel 2.2.1 festgestellt, kommt es auch im Fußball zu Herausbildung von „Wir“- und „Fremdgruppen“, was ein immanentes Charakteristikum des Wettkampfsports ist und weiter die kollektive bzw. nationale Identität verstärkt (Schediwy, 2008).
1. EINLEITUNG: Einführung in die Relevanz von Sportgroßereignissen für die nationale Identität sowie Definition der Zielsetzung und der wissenschaftlichen Vorgehensweise.
2. KONZEPTIONELLE UND BEGRIFFLICHE GRUNDLAGEN: Theoretische Auseinandersetzung mit den Begriffen nationale Identität, Nationalismus und Patriotismus sowie deren enger Verknüpfung mit dem Sport.
3. HYPOTHESEN UND METHODIK: Formulierung der zentralen Forschungsfragen zur Stärkung nationaler Identität durch Weltmeisterschaften und Erläuterung der Kriterien zur operationalen Überprüfung.
4. EMPIRIE: STÄRKUNG NATIONALER IDENTITÄT DURCH FUßBALLWELTMEISTERSCHAFTEN: Empirische Untersuchung der WM 2006 in Deutschland und 2010 in Südafrika hinsichtlich mediale Inszenierung und nationaler Symbolik.
5. ANALYSE: Synthese und kritische Diskussion der erhobenen Daten, um die aufgestellten Hypothesen zu belegen oder zu falsifizieren.
6. FAZIT UND AUSBLICK: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Ausblick auf künftige sportliche Großereignisse unter geopolitischen Vorzeichen.
7. ABSTRACT: Kurzfassung der wissenschaftlichen Arbeit und ihrer zentralen Ergebnisse in englischer Sprache.
Nationale Identität, Fußballweltmeisterschaft, Patriotismus, Nationalismus, Sportgroßereignisse, Massenmedien, Globalisierung, Deutschland 2006, Südafrika 2010, Nation Building, Identitätsstiftung, Kollektive Identität, Sportberichterstattung, Nationalstolz, Symbolik
Die Arbeit untersucht das Potenzial von internationalen Fußballweltmeisterschaften, bei der Bevölkerung des Gastgeberlandes ein Gefühl der nationalen Identität zu erzeugen oder zu stärken.
Die Kerngebiete sind die theoretische Definition von nationaler Identität und Patriotismus, die Rolle der Massenmedien bei der Inszenierung solcher Events sowie der Einfluss globaler Entwicklungen.
Das Ziel ist herauszufinden, ob Sportgroßereignisse tatsächlich als Katalysatoren für nationale Identitätsbildung dienen und wie diese Prozesse durch externe Faktoren beeinflusst werden.
Die Arbeit basiert auf einer empirischen Literaturanalyse, die theoretische Konzepte mit Daten zur Berichterstattung und Umfragewerten der Turniere von 2006 und 2010 vergleicht.
Der Hauptteil analysiert detailliert die Fallbeispiele Deutschland 2006 („Sommermärchen“) und Südafrika 2010 („Nation Building“) unter Berücksichtigung medialer und globaler Faktoren.
Zentrale Begriffe sind Nationale Identität, Fußballweltmeisterschaft, Patriotismus, Massenmedien, Globalisierung und Nation Building.
Während in Deutschland vor allem die Enttabuisierung eines neuen, weltoffenen Patriotismus im Vordergrund stand, diente das Turnier in Südafrika primär als integratives Instrument für das Nation Building einer post-Apartheid-Gesellschaft.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die Globalisierung zwar Indizien für eine Rückbesinnung auf nationale Symbole liefert, dies aber nicht empirisch als alleiniger Grund für die verstärkte Identitätsstiftung isoliert werden kann.
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