Examensarbeit, 2017
33 Seiten, Note: 1,2
1. Beschreibung des Krankheitsbildes
1.1 Krankheitsbild
1.2 Definition „Störung der Fein- und Graphomotorik“
1.2.1 Ursachen
1.2.2 Risikofaktoren
1.2.3 Epidemiolgie
1.2.4 Mögliche Symptome auf Ebene der Körperfunktionen (ICF)
1.2.5 Erwartende Auswirkungen der Erkrankung auf Ebene von Aktivitäten
1.2.6 Medizinische Diagnostik
1.2.7 Medizinische Maßnahmen
1.3 Definition „Störung der Wahrnehmung und Wahrnehmungsverarbeitung“
1.3.1 Ursachen
1.3.2 Risikofaktoren
1.3.3 Epidemiolgie
1.3.4 Mögliche Symptome auf Ebene der Körperfunktionen (ICF)
1.3.5 Erwartende Auswirkungen der Erkrankung auf Ebene von Aktivitäten
1.3.6 Medizinische Diagnostik
1.3.7 Medizinische Maßnahmen
2. Daten des Klienten
2.1 Diagnose
2.2 Vorstellungsrund
2.3 Ergotherapie seit, Frequenz, Dauer der Behandlung
2.4 Aktuelle Lebenssituation
2.5 Soziale Anamnese
2.6 Medizinische Anamnese
2.7 Schulische / Berufliche Anamnese
3. Ergotherapeutischer Befund
3.1 Ersteindruck
3.2 Äußeres Erscheinungsbild
3.3 Personenbezogene Faktoren
3.4 Aktivitäten und Teilhabe
3.4.1 Lernen und Wissensanwendung
3.4.2 Allgemeine Aufgaben und Anforderungen
3.4.3 Kommunikation
3.4.4 Mobilität
3.4.5 Selbstversorgung
3.4.6 Häusliches Leben
3.4.7 Interaktion und Beziehung
3.4.8 Gesellschaftliches und Freizeit
3.5 Körperfunktionen
3.5.1 Mentale Funktionen
3.5.2 Sinnesfunktion und Schmerz
3.5.3 Neuromuskuloskeletale und bewegungsbezogene Funktionen
3.6 Umweltfaktoren
3.6.1 Produkte und Technologien
3.6.2 Unterstützung und Beziehung
3.7 Evaluation des bisherigen Behandlungsverlaufes
4. Ergotherapeutische Problemstellung
5. Ergotherapeutische Zielsetzung
6. Planung der Sichtstunde
6.1 Zielsetzung für die Sichtstunde
6.2 Auswahl Aktivität / Betätigung und Art der ET-Intervention
6.3 Zeitliche / Inhaltliche Planung / Therapeutisches Verhalten
6.4 Sozialform / Methode / Medium
6.5 Material / Werkzeug / Hilfsmittel
6.6 Arbeitsplatzgestaltung
7. Vorschläge für weiteres ergotherapeutisches Vorgehen
Diese Arbeit dokumentiert den ergotherapeutischen Befund und die darauf aufbauende Therapieplanung für eine 5,2-jährige Klientin mit einer Entwicklungsstörung der Fein- und Graphomotorik sowie Störungen der Wahrnehmungsverarbeitung, um ihre Teilhabe im Kindergarten und den zukünftigen Schuleintritt zu unterstützen.
1.2.4 Mögliche Symptome auf Ebene der Körperfunktionen (ICF)
Kinder die unter einer Störung der Fein- und Graphomotorik leiden, können einen Stift meist nicht korrekt im Dreipunktgriff halten. Stattdessen halten die Kinder den Stift im Pfötchen- oder Faustgriff.7
Ebenfalls zählt die Tonusstörung zu den möglichen Symptomen der Fein- und Graphomotorik. Dies macht sich dadurch bemerkbar, dass die Kinder in der Regel ihre Kraftdosierung nicht adäquat einschätzen können. Dabei ist der Tonus entweder zu niedrig (Hypotonie) oder zu hoch (Hypertonie) oder auch wechselnd. Bei der Hypotonie zeigt sich bei den Kindern häufig, dass diese keine aufrechte Sitzposition beim Schreiben einnehmen und halten können. Im Gegensatz dazu ist bei der Hypertonie auffällig, dass die Kinder mit dem Stift das Papier durchdrücken. Hierbei sind die Kinder aufgrund des zu hohen Muskeltonus meist nicht in der Lage, das Handgelenk beim Schreiben oder Malen über das Blatt gleiten zu lassen.8
Durch eine mangelnde Koordination können auch sogenannte Massenbewegungen zu beobachten sein. Die Kinder können dabei die Schreibbewegungen nicht gezielt aus dem Handgelenk oder den Fingergelenken fließen lassen. Bewegungen werden vorzugsweise aus dem Ellenbogengelenk oder dem Schultergelenk ausgeführt. Dabei ist meist zu beobachten, dass der gesamte Arm des Kindes beim Schreiben in der Luft gehalten wird und nur die Spitze des Stiftes auf dem Blatt aufliegt. Andererseits kann es auch passieren, dass der Oberarm zu fest am Körper gehalten wird und dadurch eine natürliche flüssige Schreibhaltung verhindert wird.9
1. Beschreibung des Krankheitsbildes: Theoretische Definitionen und Symptome zu Störungen der Fein- und Graphomotorik sowie der Wahrnehmung.
2. Daten des Klienten: Erhebung der Anamnesedaten und der aktuellen Lebenssituation von Anna.
3. Ergotherapeutischer Befund: Detaillierte Darstellung der Beobachtungen und Testungen in den Bereichen Aktivitäten, Teilhabe und Körperfunktionen.
4. Ergotherapeutische Problemstellung: Zusammenfassung der konkreten Betätigungsprobleme von Anna im Alltag und in der Therapie.
5. Ergotherapeutische Zielsetzung: Festlegung der therapeutischen Ziele unter Berücksichtigung von SMARTI-Kriterien.
6. Planung der Sichtstunde: Konkrete inhaltliche und zeitliche Strukturierung einer therapeutischen Einheit.
7. Vorschläge für weiteres ergotherapeutisches Vorgehen: Empfehlungen für die langfristige Förderung der feinmotorischen und konzentrativen Fähigkeiten.
Ergotherapie, Feinmotorik, Graphomotorik, Wahrnehmungsverarbeitung, Pädiatrie, Entwicklungsstörung, Konzentration, Koordination, Befunderhebung, Sensorische Integration, Impulskontrolle, Schulfähigkeit, ICF, Therapieplanung, Bilateralintegration
Die Arbeit befasst sich mit der ergotherapeutischen Befundung und Therapieplanung für ein 5-jähriges Kind mit fein- und graphomotorischen sowie wahrnehmungsbezogenen Entwicklungsstörungen.
Schwerpunkte liegen auf der Analyse der Graphomotorik, der Sensorischen Integration, der Konzentrationsfähigkeit und der sozialen Interaktion der Klientin.
Das primäre Ziel ist die Verbesserung der motorischen und kognitiven Fähigkeiten der Klientin, um den bevorstehenden Schuleintritt zu erleichtern und die Selbstständigkeit im Alltag zu fördern.
Es kommen unter anderem standardisierte Testverfahren wie der FEW-2 und der M-ABC-2 zur Anwendung, kombiniert mit klientenzentrierter Beobachtung und dem Einsatz verschiedener ergotherapeutischer Bezugsrahmen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die detaillierte Anamnese und Befundung der Klientin sowie die daraus abgeleitete Planung und Begründung der therapeutischen Interventionen.
Die zentralen Begriffe sind Ergotherapie, Fein- und Graphomotorik, Wahrnehmungsverarbeitung, Konzentration und sensorische Integration.
Das Thema dient als motivierendes Medium im humanistischen Bezugsrahmen, um die Klientin für die therapeutischen Übungen zu begeistern und ihre intrinsische Motivation zu steigern.
Aufgrund beobachteter Auffälligkeiten in der Motorik und Konzentration entschied die Mutter in Absprache mit dem Kindergarten, die Einschulung um ein Jahr zurückzustellen.
Anna zeigt eine ineffiziente Stifthaltung (Daumenüberschlag), eine verkrampfte Handhaltung mit Palmarflexion und Schwierigkeiten, beim Ausmalen innerhalb der Linien zu bleiben.
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