Bachelorarbeit, 2016
87 Seiten, Note: 1,8
1 Einleitung
1.1 Aktuelle Relevanz und Einführung des Themas
1.2 Forschungsfrage und Methodik
1.3 Motivation und Aufbau der Arbeit
2 Migration in Deutschland
2.1 Von den Gastarbeitern zu den Bleibenden
2.2 (Spät-)Aussiedler
2.3 Asylsuchende
2.4 Menschen mit Migrationshintergrund
3 Integration
3.1 Definition des Begriffs „Integration“ aus soziologischer Sicht
3.2 Öffentliches und politisches Begriffsverständnis von „Integration“
3.3 Meinungstendenzen der Migranten zur „Integration“
3.4 Rechtlicher Rahmen zur „Integration“
4 Diskriminierung
4.1 Definition des Begriffs „Diskriminierung“
4.2 Rechtliche Regelungen zu Diskriminierung
4.3 „Die enthemmte Mitte“ – Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in Deutschland
4.4 Diskriminierung von Frauen im Berufsleben
5 Bildungssituation von jungen Migranten in Deutschland
5.1 „Pisa Schock“ – die zweite Zuwandergeneration im Fokus
5.2 Bildungsbeteiligung und Bildungserfolge – junge Frauen mit und ohne Migrationshintergrund auf der Überholspur
5.3 Berufsausbildungswirklichkeiten von Migrantinnen
5.4 Bildungsaufsteiger – Studierende mit Migrationshintergrund
6 Arbeitssituation von Frauen mit Migrationshintergrund in Deutschland
6.1 Lage auf dem Arbeitsmarkt in Deutschland
6.2 Armutsgefährdung und Einkommensverhältnisse von Migranten
6.3 Migranten im öffentlichen Dienst
6.4 Erwerbsbeteiligung von Frauen mit Migrationshintergrund auf dem deutschen Arbeitsmarkt
6.5 Frauen nach Wirtschaftsbereichen und ihrer Stellung im Beruf
6.6 Frauen in Führungspositionen – weiterhin eine Rarität
6.7 Mehrwert von Frauen und Vielfalt in Unternehmen
6.8 Erfolgsfaktoren und Barrieren für Migrantinnenkarrieren
6.9 Maßnahmen zur Unterstützung von Migrantinnenkarrieren
7 Fazit
Diese Arbeit untersucht die Kriterien und Barrieren für den beruflichen Erfolg von Frauen mit Migrationshintergrund in Deutschland. Ziel ist es, aufzuzeigen, dass trotz des häufig negativ geprägten medialen Bildes der „unterdrückten Migrantin“ durchaus erfolgreiche Frauen mit Migrationshintergrund existieren und welche Faktoren deren Karrierewege maßgeblich beeinflussen.
1.1 Aktuelle Relevanz und Einführung des Themas
In Deutschland leben derzeit 81 Millionen Menschen – Tendenz steigend. Das Statistische Bundesamt hat bis 2005 lediglich zwischen deutschem Staatsbürger sowie Ausländer differenziert. Diese Unterscheidung kann der sozialen Realität in Deutschland aber nicht entsprechen. Denn nach dem Inkrafttreten der Reformierung des Staatsangehörigkeitsrechts im Jahre 2000, indem es u.a. Kindern nicht deutscher Abstammung unter bestimmten Bedingungen möglich ist, die deutsche Staatsbürgerschaft zu erlangen, haben immer mehr Menschen die deutsche Staatsbürgerschaft angenommen. Derzeit haben über 16 Millionen Menschen einen Migrationshintergrund in Deutschland. Der überwiegende Teil dieser Menschen hat die deutsche Staatsbürgerschaft. Von den rund 8 Millionen Frauen mit Migrationshintergrund, verfügen über 3 Millionen über einen Berufsabschluss, mehr als 900.000 von ihnen sind Akademikerinnen und 41.000 Migrantinnen haben einen Doktortitel.
In Anbetracht des bevorstehenden Fachkräftemangels in der Bundesrepublik Deutschland stellen sie ein riesiges Potenzial für die hiesige Wirtschaft dar, welches bisher nicht ausreichend genutzt und gefördert wurde. Die Unternehmen werden aufgrund des demografischen Wandels und einer damit einhergehenden alternden Belegschaft vor neuen Herausforderungen stehen. Von daher sollte es im Interesse aller Mitwirkenden sein, das große Potenzial an Begabungen und Leistungen der Menschen mit Migrationshintergrund, insbesondere die der Frauen, zielführend zu fördern und die daraus resultierenden Chancen zu nutzen. Gerade im Hinblick auf die wissensbasierte und exportorientierte Volkswirtschaft in Deutschland, kann es sich die Wirtschaft nicht leisten auf das Potenzial von Migrantinnen und Migranten zu verzichten.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz des Themas angesichts des demografischen Wandels und des Fachkräftemangels sowie die Forschungsfrage und die methodische Vorgehensweise.
2 Migration in Deutschland: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die historischen Phasen der Migration in Deutschland, von den Gastarbeitern bis zur aktuellen Situation.
3 Integration: Hier wird der Begriff „Integration“ soziologisch definiert und das öffentliche sowie politische Verständnis sowie der rechtliche Rahmen beleuchtet.
4 Diskriminierung: Das Kapitel definiert Diskriminierung, erläutert die rechtlichen Grundlagen sowie die gesellschaftliche Lage und fokussiert spezifisch auf Diskriminierung im Berufsleben.
5 Bildungssituation von jungen Migranten in Deutschland: Es wird die Bildungsbeteiligung und der Schulerfolg analysiert, wobei besonders die Unterschiede und Aufstiegschancen junger Migrantinnen thematisiert werden.
6 Arbeitssituation von Frauen mit Migrationshintergrund in Deutschland: Das Kernstück der Arbeit untersucht die Erwerbsbeteiligung, Einkommensverhältnisse, Herausforderungen in Führungspositionen und Maßnahmen zur Karrierestärkung.
7 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit, das vorhandene Potenzial von Migrantinnen durch gezielte betriebliche und gesellschaftliche Maßnahmen besser zu nutzen.
Migration, Migrationshintergrund, Frauenkarriere, Arbeitsmarkt, Integration, Diskriminierung, Bildung, Fachkräftemangel, Führungspositionen, Chancengleichheit, Berufsausbildung, Sozialintegration, Unternehmenskultur, Vielfalt, Erwerbsbeteiligung.
Die Arbeit analysiert die Kriterien und Barrieren für den beruflichen Erfolg von Frauen mit Migrationshintergrund auf dem deutschen Arbeitsmarkt.
Die Themenfelder umfassen die Migrationsgeschichte, Definitionen von Integration, Diskriminierungsphänomene im Berufsleben, die Bildungssituation junger Migranten sowie spezifische Arbeitsmarktanalysen.
Die Arbeit untersucht, von welchen Aspekten eine erfolgreiche Integration von Frauen mit Migrationshintergrund abhängt und ob betriebliche Vereinbarungen diese Integration fördern können.
Die Arbeit basiert auf einer intensiven Literaturrecherche sowie einer empirischen Befragung von fünf Migrantinnen und sechs Experten.
Der Hauptteil behandelt ausführlich die Migrationsgeschichte, den Integrationsbegriff, Diskriminierungsformen, die Bildungssituation und detailliert die Arbeitssituation von Migrantinnen in Deutschland.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Migration, Frauenkarriere, Arbeitsmarkt, Integration, Diskriminierung und Chancengleichheit definiert.
Ein signifikanter Anteil der im Rahmen der Arbeit befragten Migrantinnen sieht ihren Migrationshintergrund eher als Vorteil für ihr berufliches Fortkommen, während Experten dies häufiger als Hindernis betrachten.
Die Befragung zeigt, dass Maßnahmen wie Sensibilisierung gegen Rassismus als sinnvoll erachtet werden, während Instrumente wie eine starre Quote zur Unterstützung von Migrantinnenkarrieren eher kritisch gesehen werden.
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