Bachelorarbeit, 2017
64 Seiten, Note: 2.0
1 Einleitung
1.1 Beschreibung der Gliederungspunkte
1.2 Untersuchungsmethode: Qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring
2 Begriffliche Grundlagen
2.1 Der Kulturbegriff
2.2 Begriffsbestimmung „Interkulturelle Kompetenz“
3 Kompetenzen
3.1 Soziale Kompetenz
3.2 Kommunikative Kompetenz
3.3 Interkulturelle Kompetenz
4 Parameter der interkulturellen Kompetenz
4.1 Historischer Überblick
4.1.1 Interkultureller Kompetenzbedarf
4.1.2 Verständnis von interkultureller Kompetenz
4.2 Akzeptanz
4.3 Toleranz und Ambiguitätstoleranz
4.4 Ethik
5 Analyse und Methoden zur Förderung interkultureller Kompetenz
5.1 Vier-Seiten-Modell nach Schulz von Thun
5.1.1 Das Vier-Seiten-Modell
5.1.2 Grundstruktur der vier Seiten einer Nachricht aus der Sicht des Senders
5.1.3 Vier Seiten einer Nachricht aus der Sicht des Empfängers
5.1.4 Bedeutungsgehalt
5.2 Bedürfnispyramidenmodell nach Maslow
5.2.1 Das Bedürfnispyramidenmodell
5.2.2 Grundstruktur
5.2.3 Bedeutungsgehalt
5.3 Themenzentrierte Interaktion nach Cohn
5.3.1 Grundstruktur der Themenzentrierten Interaktion
5.3.2 Das Modell der Themenzentrierten Interaktion
5.3.3 Hilfsregeln der Themenzentrierten Interaktion
5.3.4 Bedeutungsgehalt
5.4 Johari-Fenster nach Luft und Ingham
5.4.1 Das Johari-Fenster-Modell
5.4.2 Grundstruktur des Johari-Fensters
5.4.3 Bedeutungsgehalt
6 Fazit
7 Desiderata
Die Arbeit verfolgt das Ziel, die Eignung verschiedener kommunikationspsychologischer und sozialpsychologischer Modelle zur Förderung interkultureller Kompetenz kritisch zu analysieren. Dabei wird untersucht, wie diese Ansätze dazu beitragen können, Verständnisbarrieren in kulturellen Überschneidungssituationen abzubauen und die Handlungsfähigkeit im interkulturellen Kontext zu stärken.
5.1.3 Vier Seiten einer Nachricht aus der Sicht des Empfängers
Eine Nachricht nur aus der Sicht des Senders zu betrachten ist einseitig. Für eine erfolgreiche Kommunikation ist nicht die gesendete, sondern die korrekt empfangene Botschaft notwendig. Auch der Empfänger nimmt eine Nachricht auf vier Ebenen oder mit „vier Ohren“ wahr (siehe Abbildung 4).
Aus Sicht des Empfängers verbirgt sich nach dem Modell Folgendes:
1. Sachinhalt: Empfang des Sachaspekts
2. Selbstoffenbarung: Empfänger bezieht alles auf Sender
3. Beziehung: Empfänger neigt dazu, alles persönlich zu nehmen
4. Appell: Empfänger versucht stets, die Erwartungen und Wünsche des Senders zu erfüllen
Eine störungsfreie Kommunikation kann nur dann erfolgen, wenn der Empfänger jeweils das heraushört, was der Sender mit seiner Nachricht mitteilen wollte. Das ist nur dann möglich, wenn seine vier Ohren gleichermaßen entwickelt sind und er alle Aspekte gleichermaßen empfangen kann. Eine Überbewertung von nur einem Ohr hätte zur Folge, dass der Empfänger die anderen drei Aspekte der Nachricht nur eingeschränkt wahrnehmen würde. Dies würde zu einer Kommunikationsstörung führen, da die Beteiligten aneinander vorbeireden würden (vgl. Saul 1999, S. 115).
1 Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Relevanz interkultureller Kompetenz im Zeitalter der Globalisierung und beschreibt die gewählte Untersuchungsmethode der qualitativen Inhaltsanalyse.
2 Begriffliche Grundlagen: Es werden die zentralen Begriffe Kultur und interkulturelle Kompetenz definiert, wobei insbesondere das Kulturverständnis nach Hofstede und die Komponenten der interkulturellen Kompetenz beleuchtet werden.
3 Kompetenzen: Dieses Kapitel arbeitet die Bedeutung sozialer und kommunikativer Kompetenzen als Voraussetzung für den Erwerb interkultureller Kompetenz heraus und stellt die Kommunikationsaxiome nach Watzlawick vor.
4 Parameter der interkulturellen Kompetenz: Es werden der historische Bedarf, das Verständnis von Kompetenzmodellen sowie die zentralen ethischen und toleranzbasierten Aspekte der interkulturellen Interaktion analysiert.
5 Analyse und Methoden zur Förderung interkultureller Kompetenz: In diesem Hauptteil werden vier Modelle – Vier-Seiten-Modell, Bedürfnispyramide, TZI und Johari-Fenster – hinsichtlich ihrer Anwendbarkeit und Eignung zur Förderung interkultureller Kompetenz detailliert geprüft.
6 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Analyse zusammen und bestätigt, dass die betrachteten Methoden durch Förderung von Akzeptanz, Toleranz und Ethik einen wesentlichen Beitrag zur interkulturellen Verständigung leisten.
7 Desiderata: Dieser Abschnitt zeigt auf, dass die Arbeit als theoretischer Ausgangspunkt dient und für die Zukunft weiterführende empirische Studien in spezifischen Anwendungsfeldern empfiehlt.
Interkulturelle Kompetenz, Kommunikation, Vier-Seiten-Modell, Bedürfnispyramide, Themenzentrierte Interaktion, Johari-Fenster, Soziale Kompetenz, Globalisierung, Kultur, Akzeptanz, Toleranz, Ethik, Selbstreflexion, Interkulturelles Training, Migrationshintergrund
Die Arbeit befasst sich mit der Förderung interkultureller Kompetenz und analysiert, inwieweit etablierte kommunikationspsychologische und sozialpsychologische Methoden geeignet sind, um das Miteinander in einer multikulturellen Gesellschaft zu verbessern.
Zentrale Felder sind die Definition von Kultur und Kompetenz, die Bedeutung von sozialer und kommunikativer Kompetenz, die Rolle ethischer Grundwerte sowie die praktische Anwendung von Interaktionsmodellen in interkulturellen Situationen.
Das Ziel ist eine kritische Bestandsanalyse ausgewählter Methodenansätze, um deren Eignung für die Förderung interkultureller Kompetenz zu prüfen und Empfehlungen für eine konstruktive interkulturelle Kommunikation abzuleiten.
Die Arbeit nutzt die qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring, um theoretische Modelle systematisch auf die Aspekte Akzeptanz, Toleranz und Ethik hin zu untersuchen.
Der Hauptteil analysiert vier spezifische Methoden: das Vier-Seiten-Modell von Schulz von Thun, die Bedürfnispyramide nach Maslow, die Themenzentrierte Interaktion nach Cohn sowie das Johari-Fenster nach Luft und Ingham.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie interkulturelle Kompetenz, Kommunikation, Akzeptanz, Toleranz, Ethik und Interaktionsmodelle charakterisiert.
Es ermöglicht die Analyse von Missverständnissen, indem es den Fokus auf die vier Aspekte einer Nachricht legt, was besonders hilfreich ist, wenn kulturell unterschiedliche Priorisierungen bei Sach- oder Beziehungsebene vorliegen.
Durch Feedback und Offenheit hilft es, den „blinden Fleck“ und verdeckte Bereiche zu reduzieren, wodurch Vertrauen aufgebaut und Vorurteile gegenüber anderen Kulturen abgebaut werden können.
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