Bachelorarbeit, 2013
90 Seiten, Note: 1,6
1 Einleitung
2 Theoretische Hintergründe
2.1 Organspende
2.2 Transplantationen
2.3 Organspende-Bereitschaft und Skandalisierung
2.4 Hirntod
2.5 Forschungsstand
2.6 Zusammenfassung
3 Methode
3.1 Sozialforschung
3.2 Datengrundlage
3.3 Qualitative Inhaltsanalyse
3.4 Datenauswertung
3.5 Induktive und deduktive Kategorienbildung
4 Ergebnisse
4.1 Kategoriensystem
4.2 Organspende
4.3 Hirntodkonzept
4.4 Organspendeskandale
4.5 Dilemma Organspende
4.6 Philosophische und theologische Betrachtung
4.7 Entwicklungsperspektiven
4.8 Umsetzung Transplantationsgesetz
4.9 Zusammenfassung
5 Diskussion
5.1 Beantwortung der Forschungsfrage
5.2 Methodenkritik
5.3 Hirntodkritik
5.4 Ergebniskritik
6 Ausblick
Die Arbeit untersucht die Gründe für die geringe Organspendebereitschaft in Deutschland und analysiert kritisch die Kommunikation der zuständigen Institutionen sowie das vorherrschende Hirntodkonzept, um Empfehlungen für eine ethisch angemessenere Aufklärung zu formulieren.
Hirntod
Der Hirntod wird als irreversibler Zustand des Gesamthirns definiert. Das umschließt das Groß- und Kleinhirn sowie den Hirnstamm. Dabei wird durch kontrollierte Beatmung die Herz-und Kreislauffunktion künstlich aufrecht erhalten. (Ad-Hoc Committee of the Harvard Medical School 1968, S.85-88) Die Definition wurde durch die Havard Ad-hoc Kommission 1968 eingeführt, nachdem die erste Herztransplantation durch Christiaan Banard in Südafrika glückte, bei der jener Organempfänger 18 Tage lang weiterleben durfte. Zur Feststellung des Hirntodes legte die Havard Ad-hoc zunächst folgende Merkmale fest:
• weder Reaktivität noch Rezeptivität
• keine spontanen Bewegungen und Atmung
• keine Reflexe
• flaches Elektroenzephalogramm (EEG)
Demnach wären Hirntode zu keiner Bewegung mehr fähig. Noch im selben Jahr lockerte die Kommission die Kriterien, sodass heute beim Mann bis zu 17 mögliche Bewegungen und bei der Frau 14 Bewegungen mit dem Status eines Toten vereinbar sind. (GREINERT 2008, S.102)
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Entwicklung und aktuelle Problematik der Organspende in Deutschland vor dem Hintergrund des Transplantationsgesetzes.
2 Theoretische Hintergründe: In diesem Kapitel werden grundlegende Begriffe, Organisationen, das Hirntodkonzept sowie der Forschungsstand zum Thema Organspende dargestellt.
3 Methode: Dieses Kapitel erläutert das Vorgehen der qualitativen Sozialforschung und der Inhaltsanalyse nach Mayring zur Auswertung der Experteninterviews.
4 Ergebnisse: Hier werden die durch die qualitative Inhaltsanalyse gewonnenen Erkenntnisse und Kategorien detailliert aufbereitet und dargestellt.
5 Diskussion: Die Diskussion reflektiert die Ergebnisse kritisch, beantwortet die Forschungsfrage und setzt sich mit methodischen Aspekten sowie der Hirntodkritik auseinander.
6 Ausblick: Der Ausblick zeigt mögliche zukünftige Entwicklungen auf und formuliert Empfehlungen zur Verbesserung der Aufklärungsarbeit.
Organspende, Organspendebereitschaft, Hirntod, Transplantationsmedizin, Organtransplantation, Beeinflussung, Transplantationsgesetz, Ethik, Medizinethik, qualitative Inhaltsanalyse, Patientenverfügung, Aufklärung, Experteninterview, Manipulation.
Die Arbeit befasst sich mit der Situation der Organspende in Deutschland und analysiert, warum trotz vielfältiger Werbemaßnahmen die Bereitschaft zur Organspende in der Bevölkerung vergleichsweise gering bleibt.
Die Arbeit beleuchtet das Hirntodkonzept, die Rolle der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), die Umsetzung des Transplantationsgesetzes sowie ethische und moralische Fragen.
Die zentrale Forschungsfrage lautet: „Warum spenden Menschen ihre Organe nicht?“ Ziel ist es, Empfehlungen für eine gerechtere und effizientere Aufklärung zu formulieren.
Es wird eine qualitative Inhaltsanalyse nach Philipp Mayring auf Basis von fünf Experteninterviews angewandt.
Im Hauptteil werden das Kategoriensystem zur Auswertung, die Ergebnisse bezüglich der Organspendeskandale, das Dilemma der Organspende sowie philosophische und theologische Betrachtungen diskutiert.
Die Arbeit ist gekennzeichnet durch die Begriffe Organspende, Hirntod, Transplantationsmedizin, Manipulation und Ethik.
Das Hirntodkonzept bildet eine kritische Schnittstelle, da die Autorin aufzeigt, dass es sowohl medizinisch als auch philosophisch umstritten ist und bei der Bevölkerung zu Unsicherheiten und Ängsten führen kann.
Die Autorin kritisiert die Form der Überzeugungsarbeit und die Marketingstrategien dieser Institutionen als teils manipulierend und einseitig, was das Vertrauen der Bevölkerung eher schwächen als stärken könnte.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

