Bachelorarbeit, 2017
120 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1 Ziel und Aufbau der Arbeit
1.2 Methodische Vorgehensweise
1.3 Aktueller Forschungsstand
2. Historische Hintergründe
2.1 Freikörperkultur und Nacktheit
2.2 Exhibitionismus in der Geschichte
3. Exhibitionistische Handlungen
3.1 Strafrechtliche Betrachtung des §183 StGB
3.2 Allgemeine kriminologische Betrachtung
3.3 Ablauf von exhibitionistischen Handlungen
3.3.1 Unterschiedliche Variationen
3.3.2 Täterprofil
3.3.3 Opfertypen
3.4 Gesellschaftliche Hintergründe und kulturelle Unterschiede
4. Exhibitionismus aus psychologischer Sicht
4.1 Psychologische Betrachtung von Tätern
4.1.1 Exhibitionismus im Psychologischen Dreieck nach Freud
4.1.2 Beweggründe und Entstehung
4.1.3 Mögliche psychologische Abläufe aus Tätersicht
4.1.4 Gefahrenpotential
4.1.5 Therapie und Folgen
4.2 Psychologische Betrachtung der Opfer
4.2.1 Mögliche psychologische Abläufe aus Opfersicht
4.2.2 Auswirkungen auf Opfer
4.2.3 Längerfristige Folgen
5. Reflexion und Diskussion
6. Fazit
Das Hauptziel der Arbeit ist es, die sexuelle Neigung des Exhibitionismus zu verstehen und die psychologischen Aspekte dieses Verhaltens sowohl aus der Täter- als auch aus der Opfersicht zu beleuchten, um mögliche Langzeitfolgen und Veränderungen im Leben der Betroffenen zu identifizieren.
1. Einleitung
"Schreck zur mitternächtlichen Stunde“, "Exhibitionist entblößt sich vor Mädchen“, "Polizei fahndet nach Exhibitionisten" und ähnlich titeln deutsche Tageszeitungen immer öfters. Und auch der Spiegel oder andere namhafte Magazine berichten über Exhibitionismus und versuchen teilweise die Bevölkerung über dieses Thema zu informieren und zu sensibilisieren. Doch was versteht man unter Exhibitionismus oder Exhibitionisten genau? "Die meisten Menschen assoziieren zu Exhibitionismus einen Mann der seinen Mantel aufreißt, oder einen Mann, der in Frauen und Kinder erschreckender Absicht aus dem Gebüsch springt“. Der Brockhaus definiert Exhibitionismus als ein "abweichendes Sexualverhalten, bei dem Erregung und Befriedigung durch das Zur-Schau-Stellen der entblößten Geschlechtsorgane gegenüber Fremden erreicht werden. Exhibitionistische Handlungen […] können mit Masturbation verbunden sein; die Anwendung physischer Gewalt ist selten; mehr als 99% werden von Männern vollzogen“. Der Ablauf einer solchen exhibitionistischen Handlung variiert wie viele sexuelle Neigungen je nach Person, Präferenzen und Erfahrungen.
1. Einleitung: Einführung in die Thematik des Exhibitionismus unter Berücksichtigung medialer Darstellung und Erläuterung des methodischen Vorgehens anhand von Experteninterviews.
2. Historische Hintergründe: Untersuchung der Entwicklung von Nacktheit in der Gesellschaft und der historischen Entstehung des exhibitionistischen Verhaltens im Kontext gesellschaftlicher Normen.
3. Exhibitionistische Handlungen: Juristische und kriminologische Einordnung, sowie eine detaillierte Betrachtung von Täter- und Opferprofilen und kulturellen Einflüssen.
4. Exhibitionismus aus psychologischer Sicht: Umfassende psychologische Analyse der Triebstruktur von Tätern sowie der psychischen Auswirkungen auf die Opfer unter Einbeziehung von Traumaforschung.
5. Reflexion und Diskussion: Kritische Auseinandersetzung mit dem eigenen Forschungsprozess, der Datenerhebung durch Interviews und den Grenzen der wissenschaftlichen Untersuchung.
6. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Plädoyer für eine sachlichere Aufklärung über das Phänomen Exhibitionismus zur Entstigmatisierung und besseren Prävention.
Exhibitionismus, Sexualdelikt, Nacktheit, Täterprofil, Opferkunde, Psychologie, § 183 StGB, Triebtheorie, Trauma, Viktimisierung, Prävention, Aufklärung, Kriminalstatistik, Forensische Psychiatrie
Die Arbeit untersucht die sexuelle Neigung des Exhibitionismus, räumt mit gängigen Vorurteilen auf und beleuchtet die Auswirkungen auf das Leben von Tätern und Opfern.
Zu den Schwerpunkten gehören historische Hintergründe, die strafrechtliche Behandlung, psychologische Erklärungsmodelle sowie die Auswertung von Interviews mit Tätern und Opfern.
Das Ziel ist es, ein tieferes Verständnis für die psychologischen Hintergründe der Tat zu entwickeln und zu hinterfragen, ob die weit verbreitete Angst vor Exhibitionisten gerechtfertigt ist.
Der Autor stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie auf eine qualitative Forschungsmethode durch mündliche Interviews mit ehemaligen Tätern und Betroffenen.
Der Hauptteil analysiert exhibitionistische Handlungen sowohl aus juristischer als auch aus psychologischer Sicht und diskutiert dabei Themen wie Täterprofile, Opfertypen und die Wirksamkeit von Therapien.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Exhibitionismus, Sexualdelikt, Täter-Opfer-Dynamik, psychologische Auswirkungen und gesellschaftliche Stigmatisierung beschreiben.
Dies ist ein medial geprägtes Klischee, das laut dem Verfasser kaum der Realität entspricht, da dieses Erscheinungsbild weder praktisch noch bei den befragten Fällen typisch war.
Die Untersuchung deutet darauf hin, dass die Angst vor schweren Gewalttaten unbegründet ist, da Exhibitionismus meist ein isoliertes Delikt bleibt und nur äußerst selten mit weiteren sexuellen Gewaltdelikten kombiniert auftritt.
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