Masterarbeit, 2016
96 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Einführung des entwicklungspolitischen Kohärenzgebots sowie der Agrar- und Handelspolitik der EU
2.1 Politikkohärenz im Interesse der Entwicklung
2.2 Die Gemeinsame Agrarpolitik der EU
2.2.1 Anfänge und Entstehungskontext
2.2.2 Reformen
2.2.3 Der Einfluss außereuropäischer Faktoren
2.3 Rahmenbedingungen des Agrargüterhandels zwischen der EU und Afrika
2.3.1 Das Allgemeine Präferenzsystem
2.3.2 Die Sonderstellung der AKP-Staaten
2.3.3 Die Doha-Runde und verstärkter Bilateralismus
2.3.4 Verhandlungsstand der Wirtschaftspartnerschaftsabkommen
2.3.5 Zentrale Inhalte des Wirtschaftspartnerschaftsabkommens mit Westafrika
3 Entwicklungstheoretische Begründung: Der Wachstumsbeitrag von Agrarmärkten
3.1 Die Theorie des strukturellen Wandels
3.2 Der Beitrag der Landwirtschaft zu gesamtwirtschaftlichem Wachstum
3.3 Agrarische Wachstumsfaktoren
3.4 Die Rolle internationaler Märkte
3.4.1 Komparative Vorteile im Außenhandel
3.4.2 Skalenvorteile
3.4.3 Terms of trade im internationalen Handel
3.4.4 Exportorientierung oder Importsubstituierung – internationaler Wettbewerb oder Schutz der heimischen Wirtschaft?
3.5 Armutsreduzierende Wirkung agrarischen Wachstums
3.6 Zwischenfazit: Afrika sollte seine komparativen Vorteile im Agrarsektor nutzen
4 Entfaltungshindernisse agrarischen Potentials in Afrika
4.1 Endogene Faktoren
4.2 Der Einfluss der EU-Agrarhandelspolitik
4.2.1 Fallbeispiel: Handel mit Milchpulver
4.2.2 Fallbeispiel: Handel mit Geflügelfleisch
5 Fazit
Die Arbeit untersucht die Kohärenz der EU-Agrar- und Handelspolitik im Hinblick auf ihre Auswirkungen auf die Entwicklung afrikanischer Agrarmärkte. Das primäre Ziel ist es zu bewerten, inwieweit die europäische Politik entwicklungspolitische Ziele unterstützt oder durch wettbewerbsverzerrende Maßnahmen konterkariert.
3.1 Die Theorie des strukturellen Wandels
Die Theorie des strukturellen Wandels bzw. die Drei-Sektoren-Theorie wurde maßgeblich von dem 1949 veröffentlichten Werk „Le grand espoir du XXme siècle“ des französischen Ökonomen Jean Fourastié geprägt. Er baute dabei einerseits auf die Beobachtung Engels, dass bei steigendem BIP die Nachfrage nach Dienstleistungen stärker zunimmt als Industrie- oder Agrarerzeugnissen. Gemäß dem Engelschen Gesetz ist die Nachfrage nach Lebensmitteln dann durch eine geringe, die Nachfrage nach Dienstleistungen hingegen durch eine hohe Einkommenselastizität gekennzeichnet. Andererseits übernahm Fourastié von Fischer und Clark die Unterteilung von Volkswirtschaften in drei Sektoren (Landwirtschaft, Industrie und Dienstleistungen), definierte hierbei aber neue Einteilungskriterien.
Nach Fourastié unterscheiden sich die drei Sektoren durch zwei Kriterien: den technischen Fortschritt, der mit Arbeitsproduktivität korreliert und die Einkommenselastizität der Nachfrage.
1 Einleitung: Vorstellung der Forschungsfrage zur entwicklungspolitischen Kohärenz der EU-Agrar- und Handelspolitik sowie der Vorgehensweise der Arbeit.
2 Einführung des entwicklungspolitischen Kohärenzgebots sowie der Agrar- und Handelspolitik der EU: Erläuterung der PKE-Thematik, der Entwicklung der GAP und der rechtlichen Rahmenbedingungen des Agrarhandels zwischen der EU und Afrika.
3 Entwicklungstheoretische Begründung: Der Wachstumsbeitrag von Agrarmärkten: Theoretische Herleitung der Bedeutung der Landwirtschaft für den strukturellen Wandel und die ökonomische Entwicklung in Ländern mit agrarisch geprägter Wirtschaft.
4 Entfaltungshindernisse agrarischen Potentials in Afrika: Analyse der internen (endogenen) Hemmnisse sowie der negativen Einflüsse durch die EU-Agrarhandelspolitik, illustriert durch Fallbeispiele.
5 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der EU-Politik und Schlussfolgerungen hinsichtlich der Vereinbarkeit von Handelsinteressen und entwicklungspolitischen Zielsetzungen.
Politikkohärenz, Entwicklungspolitik, Gemeinsame Agrarpolitik, GAP, Wirtschaftspartnerschaftsabkommen, WPA, AKP-Staaten, Agrarhandel, struktureller Wandel, Welthandel, Exportsubventionen, Ernährungssicherheit, Sub-Sahara-Afrika, Armutsbekämpfung, Handelsliberalisierung.
Die Arbeit analysiert die Kohärenz der EU-Politik im Agrar- und Handelsbereich und prüft, ob diese die entwicklungspolitischen Ziele gegenüber afrikanischen Ländern behindert oder fördert.
Die Schwerpunkte liegen auf der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU, der Struktur der Handelsbeziehungen zu afrikanischen Staaten (insb. AKP-Länder) und den entwicklungstheoretischen Grundlagen des Agrarsektors.
Es soll untersucht werden, ob die EU ihre Politik im Sinne der Entwicklung kohärent gestaltet oder ob marktverzerrende Maßnahmen der Agrarpolitik die ökonomische Entwicklung in Afrika beeinträchtigen.
Es erfolgt eine deskriptive und analytische Aufarbeitung, die ökonomische Theorien (u.a. Drei-Sektoren-Modell) mit praktischen Daten und Fallbeispielen zur Agrarpolitik verknüpft.
Der Hauptteil beleuchtet die theoretischen Grundlagen des agrarischen Wachstums, analysiert die Rahmenbedingungen der EU-Handelsbeziehungen und identifiziert Hindernisse für die landwirtschaftliche Entfaltung in Afrika.
Zentrale Begriffe sind Politikkohärenz, GAP, Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (WPA), Agrarhandel und struktureller Wandel.
Diese dienen als praktische Illustrationen dafür, wie EU-Exportüberschüsse und Subventionen die lokale Produktion in Ländern wie Kamerun oder Ghana unter Druck setzen und Arbeitsplätze gefährden können.
Der Autor zeigt auf, dass obwohl direkte Exportsubventionen reduziert wurden, indirekte Stützungsinstrumente weiterhin den Wettbewerb verzerren und lokale Märkte in Afrika erschweren.
Das Fazit betont, dass eine echte entwicklungspolitische Kohärenz eine stärkere Ausrichtung der EU-Handelspolitik an den Bedürfnissen der Entwicklungsländer und eine Förderung der Wertschöpfung vor Ort in Afrika erfordern würde.
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