Bachelorarbeit, 2008
38 Seiten, Note: 2
Geowissenschaften / Geographie - Bevölkerungsgeographie, Stadt- u. Raumplanung
Diese Bachelorarbeit untersucht die „Musterkommune“ Orania in Südafrika und setzt sich mit ihrer Entstehung, den Hintergründen, der Lebensweise und den sozialen und ökonomischen Bedingungen dieser Gemeinde auseinander. Im Fokus steht die Frage, ob Orania ein zukunftsfähiges sozioökonomisches Eldorado für diejenigen ist, die dem „Neuen Südafrika“ entfliehen wollen.
Das erste Kapitel der Arbeit führt in das Thema ein und beleuchtet die Abwanderung von qualifizierten Fachkräften aus Südafrika nach der Einführung der Demokratie. Die Kapitel 2 und 3 befassen sich mit den Gründen, die Menschen dazu bewegen, in die Karoo zu ziehen und speziell nach Orania. Kapitel 3 beleuchtet die Entstehung Oranias als „white homeland“, die historischen Hintergründe und die Ideologie der Bewohner. Kapitel 4 untersucht die sozioökonomischen Bedingungen in Orania, einschließlich der Wirtschaft und der gesellschaftlichen Strukturen.
Die Arbeit befasst sich mit den Themen Orania, Afrikaaner, Südafrika, Apartheid, Nationalismus, „Volkstaat“, sozioökonomische Bedingungen, Segregation, Reproduktion und Abgrenzung. Der Fokus liegt auf der Analyse der Entstehung und Funktionsweise von Orania als ein Beispiel für die Rekonstruktion und Abgrenzung einer Minderheit in einem multikulturellen Umfeld.
Orania ist eine 1991 gegründete Siedlung in der südafrikanischen Karoo-Region, die ausschließlich von Weißen (Afrikaanern) bewohnt wird und auf dem Gedanken der Selbstversorgung und kulturellen Eigenständigkeit basiert.
Hauptgründe sind die hohe Kriminalitätsrate in Südafrika, die Sorge vor dem Verlust der Afrikaaner-Kultur und die wirtschaftliche Unsicherheit durch Quotenregelungen wie Black Economic Empowerment.
Es bedeutet „eigene Arbeit des Volkes“. In Orania wird jede Arbeit, auch einfache manuelle Tätigkeiten, von den Bewohnern selbst verrichtet, um Abhängigkeiten von externen Arbeitskräften zu vermeiden.
Ja, die Gemeinde nutzt den „Ora“, ein lokales Gutscheinsystem, das 1:1 an den südafrikanischen Rand gekoppelt ist und den lokalen Wirtschaftskreislauf fördern soll.
Kritiker sehen in Orania eine Fortführung der Apartheid-Ideologie durch räumliche Segregation. Die Bewohner selbst bezeichnen es als kulturelles Selbstbestimmungsrecht einer Minderheit.
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