Diplomarbeit, 2004
132 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung, Definitionen und Eingrenzung
1.1. Einleitung
1.1.1. Zum Aufbau dieser Arbeit
1.2. Definitionen
1.2.1. Homepage
1.2.2. Interface
1.2.3. Site / Website
1.2.4. Web Page
1.3. Eingrenzung des Untersuchungsgebietes
2. Usability vs. Design
2.1. Der Usability-Ansatz
2.1.1. Usability-Testing
2.1.2. Beispiel für eine Usability-orientierte Webseite:
2.2. Der Design-Ansatz
2.2.1. Besonderheiten des Web Design in Abgrenzung zum Grafikdesign
2.2.2. Beispiel für eine Design-orientierte Webseite
2.3. Gegenüberstellung der Gestaltungsansätze Usability und Design
2.3.1. Annäherung der Ansätze
2.4. Überleitung
3. Motive der Internetnutzung
3.1. Einführung
3.2. Warum wird das Internet genutzt?
3.3. Wofür wird das Internet genutzt?
3.4. Was beeinflusst die Nutzung?
3.4.1. Nutzerspezifische Merkmale
3.4.2. Zeitpunkt der Nutzung
3.4.3. Technische Gegebenheiten
3.4.4. Ort der Nutzung (Zuhause oder am Arbeitsplatz)
3.4.5. Situative Faktoren
3.5. Zusammenfassende Betrachtung der Nutzerstrukturen
3.6. Überleitung
4. Test der Webangebote von Fernsehsendern
4.1. Problemfelder
4.2. Testaufbau
4.2.1. Testmethode 1 – Web Usability Index (WUI)
4.2.2. Testmethode 2 – Design-Fragen
4.3. Testumgebung
4.3.1. Testpersonen
4.3.2. Rahmenbedingungen des Testings
4.3.3. Zu untersuchende Seiten
4.4. Ziele des Testings
4.5. Ergebnisse der Untersuchung
4.6. Wesentliche Ergebnisse der Untersuchung im Gesamtüberblick
4.6.1. Hypothesen
4.7. Überleitung
5. Leistungsfähigkeit der Untersuchungsmethoden
5.1. WUI
5.1.1. Instrumentimmanente Kritik
5.1.2. Anwendungsbezogene Kritik
5.2. Design-Fragen
5.3. Zusammenfassung und Überleitung
6. Abschließende Zusammenfassung und Ausblick
6.1. Fazit
6.2. Ausblick
Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen den beiden Gestaltungsansätzen "Usability" und "Design" bei Webseiten. Ziel ist es, die Gründe für den methodischen Konflikt zwischen diesen Ansätzen zu hinterfragen, die Validität bestehender Testmethoden (insbesondere des Web Usability Indexes) kritisch zu prüfen und durch einen empirischen Vergleich mittels eines zweiten, designorientierten Testverfahrens eine fundiertere Bewertungsgrundlage zu schaffen.
2.1. Der Usability-Ansatz
Die DIN EN ISO Norm 9241 Teil 11 (1998) definiert den Begriff Usability folgendermaßen: „Usability ist die Effektivität, Effizienz und das Ausmaß der Zufriedenheit, mit denen bestimmte Benutzer spezifizierte Ziele in vorgegebenen Umgebungen erreichen.“7 Übersetzt man den Begriff wörtlich aus dem Englischen, ergibt sich „use ability“, also die Fähigkeit, etwas zu benutzen. Allerdings geht bei der simplen Übersetzung ins Deutsche der enge Zusammenhang zu den Begriffen Usefulness (engl. für Nützlichkeit) und Utility (engl. für Nutzen) verloren. Deshalb konnte sich der englische Begriff auch in Deutschland etablieren.8
Es geht also darum, es dem User zu ermöglichen, möglichst schnell und leicht ein Produkt zielgerichtet zu gebrauchen, zu nutzen bzw. anzuwenden, ohne ihn dabei zu frustrieren.9
Den Begriff Usability gibt es schon seit den 70er Jahren. Er gewann seine wirkliche Beachtung aber erst mit der Entwicklung des Internet10, denn durch die täglich wachsende Zahl von Websites nimmt auch der Orientierungsbedarf der Nutzer stetig zu. Klaus C. Hofer bringt die Bedeutung von Usability in Webangeboten folgendermaßen zum Ausdruck:
„Aufgrund des interaktiven Charakters des Mediums Internet ist ein Web-Angebot immer abhängig von der Bereitschaft des Anwenders zur aktiven Nutzung. Ziel des Anbieters muss es also sein, bei seiner Zielgruppe eine möglichst dauerhafte Nutzungsbereitschaft zu erzeugen. Keine leichte Aufgabe, denn gerade das WWW bietet dem Anwender Selektionsmöglichkeiten in bisher unbekanntem Ausmaß. […] Ohne Aufwand und Mehrkosten kann der User bei Nichtgefallen zu einem anderen Anbieter wechseln – denn: „Das nächste viel versprechende Angebot liegt nur einen Mausklick entfernt.““11
1. Einleitung, Definitionen und Eingrenzung: Einführung in die Thematik der Webseitengestaltung, Definition zentraler Begriffe sowie Festlegung des Untersuchungsrahmens auf Fernsehsender.
2. Usability vs. Design: Theoretische Gegenüberstellung des Usability-Ansatzes und des Design-Ansatzes mit Analyse ihrer Ziele, Konflikte und Annäherungsmöglichkeiten.
3. Motive der Internetnutzung: Untersuchung der Nutzerstrukturen, der Beweggründe für die Internetnutzung sowie der Einflussfaktoren, die das Nutzungsverhalten prägen.
4. Test der Webangebote von Fernsehsendern: Empirische Testreihe mittels WUI und einer ergänzenden Design-Befragung an 14 Webseiten von Fernsehsendern zur kritischen Analyse der Methoden.
5. Leistungsfähigkeit der Untersuchungsmethoden: Kritische Reflexion der im Test verwendeten Untersuchungsmethoden hinsichtlich ihrer instrumentimmanenten und anwendungsbezogenen Validität.
6. Abschließende Zusammenfassung und Ausblick: Zusammenführung der Ergebnisse, Diskussion der Ausgangsfragestellung und Ausblick auf zukünftige Forschungsbedarfe.
Usability, Design, Webseiten, Internetnutzung, Web Usability Index, Nutzerfreundlichkeit, Screendesign, Nutzertests, Fernsehsender, digitale Medien, User Experience, Gestaltungsansätze, Interaktion, Informationsmanagement, Online-Studie.
Die Arbeit behandelt den methodischen Konflikt zwischen Usability-orientierter und designorientierter Webseitengestaltung.
Die Schwerpunkte liegen auf dem theoretischen Verständnis beider Ansätze, dem Einfluss von Nutzersituationen und einer empirischen Überprüfung bestehender Testverfahren.
Das Ziel ist es, zu untersuchen, ob die Ansätze Usability und Design im Widerspruch zueinander stehen oder komplementär harmonieren, und die Aussagekraft gängiger Usability-Tests zu hinterfragen.
Es wird eine Kombination aus Literaturanalyse und einem empirischen, zweistufigen Testverfahren an ausgewählten Webseiten von Fernsehsendern angewandt.
Der Hauptteil umfasst die theoretische Definition, die Nutzeranalyse sowie die detaillierte Durchführung und Auswertung der Testreihen (WUI und Design-Fragen).
Zu den Kernbegriffen zählen Usability, Webdesign, Nutzerstruktur, Web Usability Index (WUI), Screendesign und Online-Rezeption.
Die Nachrichtenseite des ZDF wird als professioneller, seriöser und angenehmer eingestuft, während das Angebot von n-tv oft auf Antipathie stößt und als überladen wahrgenommen wird.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass es keine endgültige Antwort gibt, da Nutzer und Anbieter zu vielfältig sind und jede Webseite als individueller Einzelfall betrachtet werden muss.
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