Bachelorarbeit, 2016
61 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Die Finanzkrise ab 2007
2.1 Die Entstehung und Entwicklung der Finanzkrise
2.2 Die Auswirkungen der Finanzkrise auf die deutsche Automobilindustrie
3. Die Maßnahmen der Bundesregierung während der Finanzkrise
3.1 Das Konjunkturpaket I
3.2 Das Konjunkturpaket II
4. Die Umweltprämie
4.1 Die Voraussetzungen und die Abwicklung der Umweltprämie
4.2 Die Ziele der Umweltprämie
4.2.1 Die ökonomischen Ziele
4.2.2 Die ökologischen Ziele
5. Die Auswirkungen der Umweltprämie
5.1 Die Auswertung der Neuzulassungsstatistiken
5.1.1 Die Veränderung der Nachfrage aufgrund der Umweltprämie unter besonderer Berücksichtigung des Fahrzeugsegments
5.1.2 Die Auswirkungen der Umweltprämie auf die Hersteller
5.1.3 Die Auswirkungen der Umweltprämie auf die Haltergruppen
5.2 Die ökonomischen Auswirkungen der Umweltprämie
5.2.1 Die Auswirkungen der Umweltprämie auf das Bruttoinlandsprodukt
5.2.2 Die Auswirkungen der Umweltprämie auf den Ifo-Geschäftsklimaindex
5.3 Die ökologischen Auswirkungen der Umweltprämie
5.3.1 Die Auswirkungen der Umweltprämie auf das Durchschnittsalter der Pkw
5.3.2 Die Auswirkungen der Umweltprämie auf die Luftschadstoffemissionen
5.3.3 Die Auswirkungen der Umweltprämie auf den Kraftstoffverbrauch und die Kohlenstoffdioxidemission
6. Schlussbetrachtung
Die vorliegende Arbeit untersucht die Wirksamkeit der von der Bundesregierung im Jahr 2009 eingeführten Umweltprämie als politische Maßnahme zur Bewältigung der durch die Finanzkrise ausgelösten wirtschaftlichen Probleme in der deutschen Automobilbranche. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwieweit die gesetzten ökonomischen und ökologischen Ziele durch die Einführung der Prämie erreicht wurden.
2.1 Die Entstehung und Entwicklung der Finanzkrise
Im Jahr 2000 platzte die sogenannte ‚Dotcom-Blase‘ aufgrund von massenhaft überbewerteter Unternehmen und nicht realisierbaren Gewinnerwartungen. Dotcom bezeichnet Unternehmen, die Online-Dienstleistungen anbieten und in dem letzten Jahrzehnt erhebliche Gewinne verzeichnen konnten. Mit dem Ende des wirtschaftlichen Wachstums von Technologie und Internet, brachen weltweit die Aktienkurse ein und lösten eine Rezession aus. Mit dem Begriff ‚Blase‘ wird die ungerechtfertigt hohe und teilweise auch spekulative Einschätzung eines Marktsegments bezeichnet. Nach den Terroranschlägen in den USA am 11. September 2001 und der weiterhin anhaltenden schwachen Konjunktur, sah die amerikanische Notenbank Federal Reserve System (Fed) dringenden Handlungsbedarf. Mit dem Ziel die Konjunktur nach diesen Einbrüchen zu stimulieren, verfolgte die Fed eine expansive Geldpolitik. Beispielsweise senkte die Fed den Leitzins drastisch. Innerhalb von 2 Jahren entwickelte sich der Leitzins auf etwa 1 % im Jahr 2003. Dieser Wert stellte damit ein historisches Rekordtief dar.
Die Dimensionen des Abfalls werden in der Abbildung (Abb.) 1 (s. Anhang, S. XV) deutlich. Das Diagramm zeigt den Verlauf der Zinssätze der Fed und der Europäischen Zentralbank (EZB) von 2000 bis 2015. Eine vergleichbare Zinssenkung war zuletzt während der Weltwirtschaftskrise von 1929 bis 1931 zu beobachten. Hier senkte die Notenbank die Zinsen um 6 % auf 1,5 % in einem Zeitraum von 3 Jahren. Die Maßnahme der Fed schien erfolgreich zu sein, da die Banken die Möglichkeit des von Guse betitelten ‚billigen Geldes‘, als günstige Refinanzierungsmöglichkeit nutzten. Daraus folgte, dass ‚billige Kredite‘ Unternehmen und privaten Haushalten angeboten werden konnten. Besondere Resonanz erfuhren die verhältnismäßig günstigen Kredite bei US-Bürgern, die somit vermehrt Kredite zum Konsum aufnehmen konnten. Als direkte Konsequenz verringerte sich die private Sparquote der Amerikaner von 1985 bis ins Jahr 2009 von 10 % auf 0 % des verfügbaren Einkommens. Zeitweise bewegte sich diese sogar im negativen Bereich. Im Vergleich dazu sparten die deutschen Haushalte in den Jahren 2005 bis 2008 durchschnittlich 11 % ihres verfügbaren Einkommens.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Situation der Finanzkrise ab 2007 ein und erläutert die Relevanz der Automobilbranche für die deutsche Wirtschaft sowie die Zielsetzung der Arbeit.
2. Die Finanzkrise ab 2007: Dieses Kapitel beschreibt die Ursachen der Finanzkrise, insbesondere das Platzen der Dotcom-Blase und die Entwicklung des Subprime-Marktes in den USA.
3. Die Maßnahmen der Bundesregierung während der Finanzkrise: Hier werden die politischen Interventionen der Bundesregierung, insbesondere die Konjunkturpakete I und II, detailliert vorgestellt.
4. Die Umweltprämie: Dieses Kapitel erläutert die technischen und administrativen Voraussetzungen sowie die ökonomischen und ökologischen Zielsetzungen der Umweltprämie.
5. Die Auswirkungen der Umweltprämie: Der Hauptteil analysiert umfassend die statistischen Daten zu Neuzulassungen, ökonomische Indikatoren wie das BIP und den Ifo-Geschäftsklimaindex sowie ökologische Aspekte.
6. Schlussbetrachtung: Dieses Kapitel fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und bewertet den Erfolg der Umweltprämie als wirtschafts- und umweltpolitisches Instrument.
Finanzkrise, Umweltprämie, Automobilindustrie, Bundesregierung, Konjunkturpaket, Neuzulassungen, Downsizing-Effekt, Bruttoinlandsprodukt, Ifo-Geschäftsklimaindex, ökologische Nachhaltigkeit, Subprime-Krise, Wirtschaftsrezession, Konsumverhalten, Export, Arbeitssicherung.
Die Arbeit analysiert die politischen Maßnahmen der deutschen Bundesregierung zur Bewältigung der Finanzkrise ab 2007, wobei der Fokus gezielt auf der Einführung der Umweltprämie und deren Auswirkungen auf die Automobilbranche liegt.
Zentrale Themen sind die Entstehung der weltweiten Finanzkrise, staatliche Konjunkturprogramme, die spezifische Ausgestaltung der Umweltprämie sowie deren ökonomische und ökologische Folgen für den deutschen Markt.
Die Forschungsfrage untersucht, inwieweit die initiierten politischen Maßnahmen der Bundesregierung zur Abwendung eines nachhaltigen wirtschaftlichen Schadens durch die Einführung der Umweltprämie im Jahr 2009 erreicht wurden.
Die Arbeit stützt sich auf eine literaturgestützte theoretische Analyse sowie eine quantitative Auswertung von Zulassungsstatistiken des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) und volkswirtschaftlichen Kennzahlen wie dem BIP und dem Ifo-Geschäftsklimaindex.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse des Krisenverlaufs, die Vorstellung der Konjunkturpakete, die detaillierte Auswertung der Umweltprämie hinsichtlich Neuzulassungen nach Segmenten und Herstellern sowie die Bewertung der ökologischen Einspareffekte.
Die wichtigsten Begriffe umfassen Finanzkrise, Umweltprämie, Automobilindustrie, Konjunkturpakete, Downsizing-Effekt, Bruttoinlandsprodukt und ökologische Nachhaltigkeit.
Der Downsizing-Effekt beschreibt die statistisch belegte Verschiebung der Kaufneigung hin zu kleineren und verbrauchsärmeren Pkw, was als ein wesentliches Ergebnis der Umweltprämie identifiziert wurde.
Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass die Prämie erfolgreich dazu beitrug, den Einbruch der Automobilbranche abzufedern, die Binnennachfrage zu stärken und den Umstieg auf umweltfreundlichere Fahrzeuge zu fördern, auch wenn sie die Finanzkrise nicht allein lösen konnte.
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