Bachelorarbeit, 2017
37 Seiten, Note: C
Einleitung
1 Definitionen
1.1 Was ist Humor?
1.2 Vorurteile
1.3 Der Piefke: Vorurteile von Österreichern gegen Deutsche
1.4 Der Ösi: Vorurteile von Deutschen gegen Österreicher
2 Das Verhältnis zwischen Deutschen und Österreichern
2.1 Die Wurzeln und die Realität der „Piefkophobie“
2.2 Die Piefka Saga: Zusammenfassung
2.3 Poppitz: Zusammenfassung
3 Analyse
3.1 Wie werden Österreicher und Deutschen in diesen Filmen dargestellt?
3.2 Analyse der Reaktionen auf die Filme
Schlussfolgerung
Resumé
Literaturverzeichnis
Die Arbeit untersucht das komplexe Verhältnis zwischen Deutschen und Österreichern, indem sie Humor und Vorurteile als zentrale Analysegegenstände in den österreichischen Filmen "Die Piefke Saga" und "Poppitz" betrachtet, um die Ursprünge und Ausdrucksformen dieser interkulturellen Spannung in einem touristischen Kontext aufzudecken.
1.2 Vorurteile
Wir ordnen Menschen ein, sobald wir einem begegnen. Wenn wir jemanden nicht persönlich kennen oder einen Fremden sehen, entstehen in unserem Gehirn Gedanken, die das Unbewusste füllen. Aber was sind eigentlich diese Gedanken? Sie heißen Vorurteile. Sie bestimmen unsere Gefühle, Meinungen, können sogar festlegen, was wir als nächstes tun werden. Das Wort Vorurteil stammt vom Lateinischen ’praejudicum’ und bedeutet Gericht oder Urteil, der auf den vorigen Erfahrungen und Entscheidungen gegründet ist (Santos 2006: 21). G. J. Allport definiert in seiner Arbeit Die Natur des Vorurteils Vorurteile als „ablehnende oder feindselige Haltung gegenüber einer Person, die zu einer Gruppe gehört, einfach deswegen, weil sie zu dieser Gruppe gehört und deswegen dieselben zu beanstandenden Eigenschaften haben soll, die man dieser Gruppe zuschreibt“ (1979: 76).
Allport fasste unterschiedliche Stufen von Vorurteilen in der sogenannten Allport-Skala zusammen, die die fünf Stufen der Entwicklung und Erscheinungsformen eines Vorurteils darstellt (www.karteikarte.com 2017):
• Die erste Stufe ist Verleumdung: allgemeine Weitergabe von Vorurteilen und oftmals feindseligen Meinungen an andere.
• Die zweite Stufe ist Vermeidung: die abgelehnte Gruppe oder das abgelehnte Individuum wird gemieden, wobei eigene Umwege oder Unannehmlichkeiten in Kauf genommen werden.
• Danach folgt die dritte Stufe, die Diskriminierung genannt wird: aktive Beteiligung an der Ausgrenzung der Person oder Gruppe, Versuch der Fernhaltung von z. B. bestimmten Berufen, politischen Rechten oder sozialen Einrichtungen.
• Die vierte Stufe ist körperliche Gewaltanwendung: Verknüpfung von Vorurteilen mit gesteigerten (frustrierten, wütenden) Emotionen können zu Gewaltausübungen führen.
• Die fünfte und damit die letzte Stufe ist Vernichtung: extremste Ausübung von Gewalt. Beispiele: Lynchjustiz, Massen- und Völkermorde. „[...] Vorurteile knüpfen meist an äußere Merkmale an, die besonders auffällig (auch „salient“) sind. Insbesondere Hautfarbe, Geschlecht sowie andere Besonderheiten im Aussehen [...]“ (Allport 1979: 233).
Einleitung: Einführung in das Thema der deutsch-österreichischen Spannungen und Vorstellung des Analysegegenstandes durch die Filme Die Piefke Saga und Poppitz.
1 Definitionen: Theoretische Auseinandersetzung mit den Begriffen Humor und Vorurteil sowie deren psychologischer und soziologischer Bedeutung.
1.1 Was ist Humor?: Untersuchung der Definitionen von Humor und seiner Funktion als Kommunikationsmittel und Verteidigungsmechanismus.
1.2 Vorurteile: Erläuterung der psychologischen Grundlagen von Vorurteilen und deren Einteilung nach der Allport-Skala.
1.3 Der Piefke: Vorurteile von Österreichern gegen Deutsche: Analyse des Begriffs Piefke und der Wahrnehmung der Deutschen durch Österreicher.
1.4 Der Ösi: Vorurteile von Deutschen gegen Österreicher: Analyse der deutschen Perspektive auf Österreicher und das Phänomen des Wiener Schmähs.
2 Das Verhältnis zwischen Deutschen und Österreichern: Historische Einordnung der deutsch-österreichischen Beziehungen von der Reichsgeschichte bis zur Moderne.
2.1 Die Wurzeln und die Realität der „Piefkophobie“: Untersuchung politischer und kultureller Ereignisse, die das schwierige Verhältnis prägten, insbesondere im Kontext des Tourismus.
2.2 Die Piefka Saga: Zusammenfassung: Zusammenfassung der Inhalte der vierteiligen Filmserie und deren satirischer Auseinandersetzung mit dem Massentourismus.
2.3 Poppitz: Zusammenfassung: Zusammenfassung des Inhalts der schwarzen Komödie Poppitz von Roland Düringer.
3 Analyse: Vergleichende Untersuchung der Hauptfiguren und der Darstellung der nationalen Stereotype in den ausgewählten Filmen.
3.1 Wie werden Österreicher und Deutschen in diesen Filmen dargestellt?: Analyse des Verhaltens und der Interaktionen der Protagonisten unter Berücksichtigung kultureller Vorurteile.
3.2 Analyse der Reaktionen auf die Filme: Diskussion über die mediale und öffentliche Resonanz auf die Veröffentlichung der untersuchten Filme.
Schlussfolgerung: Synthese der Ergebnisse über die Ursachen der Spannungen und das Erreichen der Forschungsziele.
Resumé: Zusammenfassung der Bachelorarbeit in slowakischer Sprache.
Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Quellen und Sekundärliteratur.
Filmanalyse, Humor, Vorurteile, Österreichischer Film, Piefke, Ösi, Stereotype, Massentourismus, Identitätsbildung, interkulturelle Beziehungen, Die Piefke Saga, Poppitz, Komödie, Tourismusindustrie, nationale Identität
Die Arbeit untersucht das komplexe und historisch gewachsene Verhältnis zwischen der österreichischen und der deutschen Nation, insbesondere anhand ihrer Darstellung in populären österreichischen Filmen.
Zentrale Themen sind Humor, Vorurteile, Stereotype, Massentourismus und die gegenseitige Wahrnehmung der beiden Nachbarländer im Wandel der Zeit.
Das Ziel ist es, Ursachen und Ausdrucksformen der Spannungen zwischen Österreichern und Deutschen zu analysieren, wobei die Filmwelt als Spiegelbild dieser zwischenmenschlichen und gesellschaftlichen Konflikte dient.
Die Autorin nutzt die Methode der Filmanalyse, um in Verbindung mit theoretischen Ansätzen zu Humor und Vorurteilen die Verhaltensweisen der Filmfiguren im Kontext der deutsch-österreichischen Klischees auszuwerten.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Begriffsbestimmungen, eine historische Aufarbeitung des Verhältnisses sowie die konkrete Analyse der Filme "Die Piefke Saga" und "Poppitz" und deren öffentlicher Resonanz.
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Filmanalyse, Humor, Vorurteile, Piefkophobie, Tourismus und nationale Identität beschreiben.
Der Begriff ist ein Symbol für die österreichische Abneigung gegenüber deutschen Touristen und verdeutlicht die historische und kulturelle Aufladung der Spannungen, die in den analysierten Filmen satirisch aufgearbeitet wird.
Die Filme nutzen satirische Mittel und schwarzen Humor, um die gegenseitigen Vorurteile zu überspitzen, wodurch das Publikum dazu angeregt wird, die Stereotype kritisch zu hinterfragen oder sich mit den gezeigten Konflikten zu identifizieren.
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