Masterarbeit, 2014
115 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Thematischer Rahmen
2.1 Was ist Inklusion?
2.1.1 Die Sonderschule
2.1.2 Die Entwicklung von Inklusion
2.2 Die Lehrerbildung
2.2.1 Das Bildungswesen- Ein kurzer historischer Abriss
2.2.2 Das Profil für inklusive Lehrerinnen und Lehrer
2.2.2.1 Die Wertschätzung der Diversität der Lernenden
2.2.2.2 Die Unterstützung aller Lernenden
3 Methodisches Vorgehen
3.1 Forschungsfragen und Hypothesen
3.2 Die Vorgehensweise
3.3 Auswahl der Universitäten
3.4 Die Frequenzanalyse
3.4.1 Vorbetrachtung/Überblick
3.4.2 Die Wertschätzung der Vielfalt der Lernenden
3.4.2.1 Die Auffassung der inklusiven Bildung
3.4.2.2 Die Sichtweise der Vielfalt der Lernenden
3.4.3 Die Unterstützung aller Lernender
3.4.3.1 Die Förderung das akademischen, sozialen und emotionalen Lernens aller Lernender
3.4.3.2 Effektive Ansätze des Lehrens in heterogenen Klassen
4 Auswertung der Ergebnisse
4.1 Die Vorbetrachtung/Überblick
4.2 Die Wertschätzung der Vielfalt der Lernenden
4.2.1 Die Auffassung der inklusiven Bildung
4.2.2 Die Sichtwese der Vielfalt der Lernenden
4.3 Die Unterstützung aller Lernender
4.3.1 Die Förderung das akademischen, sozialen und emotionalen Lernens aller Lernenden
4.3.2 Effektive Ansätze des Lehrens in heterogenen Klassen
4.4 Die Berücksichtigung des Profils für inklusive Lehrerinnen und Lehrer
5 Fazit
Die Masterarbeit untersucht, inwieweit die Studiengänge und Veranstaltungsangebote für das Lehramt Grundschule an ausgewählten deutschen Universitäten die Kompetenzanforderungen des "Profils für inklusive Lehrerinnen und Lehrer" der Europäischen Agentur für Entwicklungen in der sonderpädagogischen Forschung berücksichtigen. Ziel ist es, den Grad der inklusionsorientierten Lehrerbildung anhand einer Frequenzanalyse von Studienordnungen, Prüfungsordnungen und Modulhandbüchern zu evaluieren und Hypothesen zur Umsetzung dieser Kompetenzbereiche zu prüfen.
2.1.2 Die Entwicklung von Inklusion
Vor 20 Jahren tauchte neben dem Begriff der Integration auch der Begriff Inklusion auf. Zeitweise wurden diese beiden Bezeichnungen synonym verwendet, da „Inklusion […] schlichtweg als Übersetzung von Integration im englischen Sprachraum“ (Hinz 2002, S. 354) galt. Beide Termini lassen sich jedoch auch klar voneinander abgrenzen. Inklusion wird als „konzeptionelle Weiterentwicklung“ (ebd.) der Integration gesehen.
In Abbildung 1 (S. 14) ist der Verlauf dieser Entwicklung dargestellt. Dabei ist zu beachteten, dass es sich um die potentielle und nicht die chronologische Entwicklung handelt, d.h. in der heutigen Gesellschaft wie auch im Bildungssystem sind sowohl Exklusion, Separation, Integration und Inklusion vertreten. In Bezug auf das deutsche Bildungssystem wird im Folgenden die Grafik näher erläutert und mit Beispielen belegt.
In der Phase der Exklusion werden Kinder und Jugendliche, welche den schulischen Anforderungen der allgemeinbildenden Schule nicht gerecht werden, vom Unterricht ausgeschlossen (vgl. Sander 2004, S. 242). Ihnen wird die Teilnahme an der Bildung untersagt. Die zweite Phase die Separation, oder auch Segregation, „gewährt allen Kindern [und Jugendlichen] Zugang zu Erziehung und Bildung, jedoch in voneinander abgegrenzten Orten“ (ebd.), den Förderschulen. In der Entwicklungsstufe der Integration „geht [man] von der Zwei-Gruppen-Theorie aus und integriert ausgewählte Personen in den Allgemeinen Schulen“ (ebd.). Die Inklusion als letzte Stufe, „geht von dem selbstverständlichen Vorhandensein der Verschiedenheit in der Gemeinschaft aus“ (ebd.). Das bedeutet, dass alle Schülerinnen und Schüler „unabhängig von ihrem Geschlecht, ihrer Herkunft, Hautfarbe, ihrem Migrationshintergrund, ihrer Eigenschaften und Zuschreibungen, ihren sexuellen oder anderen Orientierungen, ihren sozialen, ökonomischen oder kulturellen Benachteiligungen, ihrer Religion oder Behinderung“ (Reich 2012, S. 7) gemeinsam und nach ihren individuellen Bedürfnissen unterrichtet werden. Daraus ergibt sich folgende Definition von Inklusion:
„Inklusion bedeutet, allen Menschen, unabhängig von ihren individuellen Voraussetzungen und Begabungen auf der Basis von Selbstbestimmungen und Freiwilligkeit den gleichberechtigten Zugang zu allgemeinen, materiellen und immateriellen Gütern, sowie allgemeinen Dingen der Gesellschaft und die Teilhabe am gemeinschaftlichen Leben zu ermöglichen bzw. zu sichern“ (Niediek 2010, S. 78).
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die rechtlichen Grundlagen der Inklusion dar und motiviert die Untersuchung durch eine persönliche Beobachtung schulischer Praxis, die Defizite in der Vorbereitung von Lehrkräften auf inklusive Settings verdeutlicht.
2 Thematischer Rahmen: Das Kapitel bietet einen historischen Abriss der Sonderschulentwicklung in Deutschland und definiert zentrale Begriffe der Inklusion sowie der Lehrerbildung, basierend auf dem Kompetenzprofil der Europäischen Agentur.
3 Methodisches Vorgehen: Hier wird das methodische Design der Arbeit beschrieben, welches die Auswahl der Universitäten und die Durchführung einer Frequenzanalyse von Studienordnungen und Modulhandbüchern zur Überprüfung der aufgestellten Hypothesen umfasst.
4 Auswertung der Ergebnisse: Dieser Abschnitt präsentiert die detaillierte Frequenzanalyse der untersuchten Dokumente an der Universität des Saarlandes und der Universität Siegen und wertet diese im Hinblick auf die Einhaltung des Kompetenzprofils aus.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, wonach beide untersuchten Hochschulen das Kompetenzprofil nur in sehr geringem Maße berücksichtigen, was den Bedarf für eine Erweiterung der inklusiven Grundschullehrkräfteausbildung unterstreicht.
Inklusion, Lehrerbildung, Grundschullehramt, Kompetenzprofil, Diversität, Heterogenität, Studienordnung, Modulhandbuch, Frequenzanalyse, Inklusive Bildung, Schulentwicklung, Teilhabe, Lehrkräfteausbildung, sonderpädagogischer Förderbedarf, Bildungsgerechtigkeit.
Die Arbeit untersucht, ob und wie die Kompetenzanforderungen für inklusive Lehrkräfte, wie sie im europäischen Kompetenzprofil formuliert sind, in der universitären Ausbildung für das Grundschullehramt in Deutschland verankert sind.
Zentrale Themen sind die historische Entwicklung des Sonderschulwesens, die theoretische Fundierung von Inklusion, die Analyse universitärer Studienstrukturen sowie die professionelle Vorbereitung von Lehrkräften auf heterogene Lerngruppen.
Das Ziel ist die wissenschaftliche Evaluation, inwieweit die Curricula (Studien- und Prüfungsordnungen, Modulhandbücher) der Lehrerausbildung an ausgewählten Universitäten die Anforderungen an ein inklusives Lehrerprofil erfüllen.
Es wird eine Frequenzanalyse (Häufigkeitsanalyse) qualitativer Textstrukturen in den Modulkatalogen und Ordnungen der Universitäten des Saarlandes und Siegen durchgeführt, um Treffer mit festgelegten inklusionsorientierten Schlagworten zu ermitteln.
Der Hauptteil befasst sich mit dem thematischen Rahmen, dem methodischen Vorgehen und der detaillierten Auswertung der Dokumente, wobei die Ergebnisse anhand verschiedener Kompetenzbereiche (z.B. Wertschätzung von Vielfalt, Unterstützung aller Lernenden) strukturiert werden.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Inklusion, Lehrerbildung, Grundschullehramt, Heterogenität, Kompetenzprofil und Frequenzanalyse charakterisieren.
Die Universität des Saarlandes zeigt ansatzweise inklusive Strukturen, besonders im Wahlpflichtbereich "Deutsch als Zweitsprache/Umgang mit Heterogenität", weist jedoch insgesamt deutliche Defizite hinsichtlich der systematischen Verankerung inklusiver Inhalte auf.
Die Untersuchung der Unterlagen der Universität Siegen ergibt keine stichhaltigen Belege für eine systematische Implementierung der inklusiven Kompetenzanforderungen, weshalb die Vorbereitung auf die Arbeit in heterogenen Klassen als mangelhaft bewertet wird.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

