Examensarbeit, 2005
38 Seiten, Note: 2
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Definition Aggression
2.2 Begriffsbestimmung von Kommunikation
2.3 Kommunikationsförderung
2.4 Zusammenhänge zwischen Kommunikation und Aggression
2.5 Zusammenhänge zwischen Kommunikation und sozialem Lernen
2.6 Kommunikation und Unterricht
2.6.1 Methoden der Kommunikationsförderung
2.6.2 Das Rollenspiel
3. Planung
3.1 Lerngruppenbeschreibung
3.2 Vorhabenbezogene Lernvoraussetzungen
3.3 Richtlinien /KMK- Empfehlungen
3.4 Didaktisch- methodische Überlegungen
3.4.1 Didaktische und methodische Entscheidungen unter dem Gesichtspunkt Kommunikation
3.4.2 Didaktische und methodische Entscheidungen unter Berücksichtigung der emotionalen und sozialen Entwicklung der Schüler
3.4.3 Didaktische und methodische Entscheidungen nach motivationalen Aspekten
3.5 Lernziele
3.6 Erarbeitung der Beobachtungsfragen
4. Darstellung einzelner Unterrichtssequenzen
4.1 Darstellung einer Wutsituation durch Rollenspiel
4.2 Die Schüler spielen unterschiedliche Situation mit Unterstützung des Wutzauberspruchs
4.3 Die Schüler spielen unterschiedliche Situationen mit Unterstützung der Selbstbehauptung, des Wutzauberspruches und der Wutsätze
4.4 Ich kann Sätze unterschiedlich sagen
4.5 Zusammenfassung des Lernzuwachses der beobachteten Schüler
5. Abschlussreflexion
6. Literatur
Die Arbeit verfolgt das Ziel, durch den Einsatz von Rollenspielen in einer fünften Förderschulklasse die Kommunikationsfähigkeit der Schüler zu fördern, um dadurch aggressives Verhalten präventiv zu vermindern und den konstruktiven Umgang mit Konflikten zu stärken.
4.1 DARSTELLUNGEN EINER WUTSITUATION DURCH ROLLENSPIEL
Beobachtungsschwerpunkt: Wie erlebten die Schüler die Situation, vor der Klasse ohne Stabpuppen zu sprechen? (kommunikatives Zutrauen/Sprechsicherheit)
Das Darstellen von Wutsituationen war fester Bestandteil der Unterrichtseinheit. Die Schüler wurden durch das in vorangegangenen Stunden geübte Stabpuppenspiel sicherer in ihrem kommunikativen Zutrauen. Sie konnten zu diesem Zeitpunkt mit der Stabpuppe vor der Klasse stehen. Wutsätze wurden erarbeitet und konnten im Stabpuppenspiel angewandt werden.
Durchführung:
Die Schüler zeigten hohes Interesse und starke Motivation am „Spielen“ vor der Klasse. Diese Leistungsmotivation erreichte ich durch Lob, Ermutigung und die Verbalisierung der Erfolgserlebnisse von vorausgegangenen Stunden innerhalb der kognitiven Rückschau.
Die Schüler wurden am Anfang der Unterrichtssequenz mit einem Hörspiel konfrontiert, welches sie nachspielen sollten. Das Hörspiel stellte eine Konfliktsituation dar, in der ein Mädchen an der Bushaltestelle steht und von einem anderen Kind geärgert und beschimpft wird. Das Mädchen reagierte auf diese Situation mit ‚sauberer Wut’. Anschließend wurde das Hörerlebnis verbalisiert und die Schüler tauschten Eindrücke und Erfahrungen aus.
1. Einleitung: Darstellung der Ausgangslage in der Förderschulklasse sowie der zentralen Leitfrage zur Kommunikationsförderung durch Rollenspiele.
2. Theoretische Grundlagen: Erläuterung der Begriffe Aggression und Kommunikation sowie Darstellung der Zusammenhänge zwischen Sprachförderung, sozialem Lernen und Unterrichtsmethodik.
3. Planung: Analyse der Lerngruppenstruktur, der Lernvoraussetzungen sowie methodisch-didaktische Herleitung der Unterrichtsplanung unter Berücksichtigung motivationaler Aspekte.
4. Darstellung einzelner Unterrichtssequenzen: Dokumentation und Reflexion praktischer Übungsphasen, in denen die Schüler mit Satzmustern und Rollenspielen an Konfliktsituationen arbeiten.
5. Abschlussreflexion: Zusammenfassende Bewertung des Unterrichtsversuchs hinsichtlich der Wirksamkeit von Rollenspielen zur Steigerung der kommunikativen Kompetenz.
6. Literatur: Verzeichnis der verwendeten wissenschaftlichen Quellen.
Kommunikationsförderung, Rollenspiel, Aggression, Förderschule, Sozialverhalten, Sprachverwendung, Satzmuster, Ich-Botschaften, Selbstbehauptung, Soziales Lernen, Unterrichtsmethodik, Sprachhemmungen, Konfliktbewältigung, Emotionen, Partnerarbeit
Die Arbeit dokumentiert den Einsatz von Rollenspielen zur Förderung der Kommunikationsfähigkeit in einer fünften Förderschulklasse, um aggressives Verhalten abzubauen.
Die zentralen Felder umfassen die theoretischen Grundlagen zu Aggression und Kommunikation sowie die praktische Anwendung von Übungsspielen im Deutschunterricht.
Das primäre Ziel ist es, durch die Erarbeitung und Anwendung von sprachlichen Mustern die Kommunikationskompetenz der Schüler in Konfliktsituationen zu stärken.
Es wird eine unterrichtspraktische Forschungsarbeit durchgeführt, die auf systematischer Beobachtung und Reflexion von Unterrichtssequenzen basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung, die detaillierte Planung der Unterrichtseinheit und die Darstellung der durchgeführten Unterrichtssequenzen inklusive Reflexion.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Kommunikationsförderung, Rollenspiel, Sozialverhalten und Sprachverwendung charakterisiert.
Die Stabpuppe dient als wichtiges Hilfsmittel für unsichere Schüler, um Distanz zu schaffen und die Identität beim Rollenspiel zu entlasten, bevor sie frei vor der Klasse sprechen.
Die Paareinteilung erfolgt sowohl unter sozialen Aspekten als auch nach sachstrukturellen Kompetenzen, insbesondere unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Lesefähigkeiten der Schüler.
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