Examensarbeit, 2003
69 Seiten, Note: 1
1. Einleitung
2. Theoretischer Hintergrund
2.1 Motivationstheorien
2.2 Intrinsische und extrinsische Motivation
2.3 Interessentheorien
2.4 Motivationsmodelle
3. Faktoren der Lernmotivation
3.1 Entwicklung der Lernmotivation
3.2 Selbstwirksamkeit
3.3 Kausalattribution
3.4 Erlernte Hilflosigkeit
3.5 Misserfolgsangst
3.6 Reduktion von Misserfolgsangst
4. Motivationsbedingungen im schulischen Umfeld
4.1 Subjektive Erfolgswahrscheinlichkeit
4.2 Aufgabenstellung der subjektiven Lernausgangslage anpassen
4.3 Interesse wecken
4.4 Ich-nahe Themen
5. Verstärker
5.1 Positive und negative Verstärker
5.2 Ermutigung
6. Schulische und unterrichtliche Maßnahmen zur Motivationsförderung
6.1 Ritualbezogener Unterricht
6.2 Entlastende und beruhigende Hilfestellungen
6.2.1 Sammeln und Beruhigen
6.2.2 Entspannung
6.2.3 Entspannungsmethoden
6.3 Instruktionen geben
6.3.1 Kognitives Modellieren
7. Aktivierung
7.1 Stationslernen
7.2 Glaskow- Methode
7.3 Wochenplanunterricht
8. Motivation und Leistungsbewertung
8.1 Selbstbewertung
8.2 Zensurenvergabe
9. Motivation im Kontext zu außerschulischen Bedingungen
9.1 Familiengröße und Motivation
9.2 Einstellung der Eltern zur Schule
9.3 Erziehungspraxis
10. Praktische Bezüge anhand meiner Unterrichtseinheiten
10.1 Darstellung meiner Unterrichtseinheit „Ich und meine Sinne“
10.1.1 Die Unterrichtsphasen
10.1.2 Motivation durch Interesse am Beispiel meiner Unterrichtseinheit
10.1.3 Motivation durch Erfolgszuversicht am Beispiel meiner Unterrichtseinheit
10.1.4 Motivation durch Selbstbewertung am Beispiel meiner Unterrichtseinheit
10.1.5 Aufgaben und Rollenverhalten des Lehrkörpers
10.2 Darstellung meiner Unterrichtseinheit „Wir erstellen ein Buch“
10.2.1 Motivation und Anreiz am Beispiel meiner Unterrichtseinheit
10.2.2 Motivation durch Erfolgszuversicht am Beispiel meiner Unterrichtseinheit
10.2.3 Ermutigung am Beispiel meiner Unterrichtseinheit
10.2.4 Abschließende Bemerkung zu meiner Unterrichtseinheit
11. Resumee
Die Arbeit untersucht den essenziellen Zusammenhang zwischen der Lernmotivation, dem persönlichen Interesse von Schülern und ihrem daraus resultierenden Lernerfolg. Ziel ist es, theoretische Grundlagen der Motivationspsychologie auf den schulischen Kontext zu übertragen und praxisnahe Ansätze zur Förderung der Motivation, insbesondere bei Kindern mit Lernproblemen, zu erarbeiten und zu reflektieren.
3.5 Misserfolgsangst
Atkinson zu Folge gibt es zwei von einander unabhängige Arten von Motivation: Der Wunsch nach Erfolg und das Bedürfnis, Misserfolg zu vermeiden.109 Die letztere Form deutet auf die Angst des Misserfolges. Wenn die Angst vor Misserfolgen überwiegt, geht die Erfolgsmotivation gegen Null.
In Etappen baut sich Misserfolgsmotivation auf. Die Erfolgszuversicht sinkt, und die Kinder verlieren das Interesse.
Misserfolgsängstliche Kinder mit einer geringen Leistungsmotivation attribuieren ihre Misserfolge eher mit ihren mangelnden Fähigkeiten. „Misserfolgsmotivierte Menschen attribuieren Erfolge „external“, sie führen sie auf Glück oder Zufall zurück, während sie Misserfolge personal erklären – als Folge eigener Unfähigkeit.“110 Dies führt zu Vermeidung von Leistungssituationen. Aus Angst, erneut zu „versagen“, stellen sie sich erneuten Anforderungen nicht. Es entsteht ein Teufelskreis,111 der ohne externe Hilfe nur schwer zu durchbrechen ist. „Wenn eine Person damit beginnt, kritische Situationen zu meiden, kann sie keine Kompetenzen entwickeln, mit den Anforderungen zurechtzukommen. Im Gegenteil, ihre Kompetenzen nehmen ab.“112
1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Bedeutung von Lernmotivation als entscheidenden Faktor für den Schulerfolg ein und stellt die zentrale Fragestellung zur schulischen Praxis dar.
2. Theoretischer Hintergrund: Es werden klassische und moderne Motivationstheorien sowie Konzepte der intrinsischen und extrinsischen Motivation sowie Interessentheorien erläutert.
3. Faktoren der Lernmotivation: Das Kapitel analysiert psychologische Einflussfaktoren wie Selbstwirksamkeit, Kausalattribution, erlernte Hilflosigkeit und Misserfolgsangst.
4. Motivationsbedingungen im schulischen Umfeld: Hier werden Möglichkeiten zur Steigerung der Erfolgswahrscheinlichkeit und Methoden zur weckenden Interessensgestaltung diskutiert.
5. Verstärker: Es wird die Wirksamkeit von positiven und negativen Verstärkern sowie die zentrale Rolle der Ermutigung im pädagogischen Handeln beleuchtet.
6. Schulische und unterrichtliche Maßnahmen zur Motivationsförderung: Das Kapitel befasst sich mit praktischen Unterrichtsmaßnahmen wie Ritualen, Entspannungstechniken und der Gestaltung von Instruktionen.
7. Aktivierung: Es werden aktivierende Unterrichtsmethoden wie Stationslernen, die Glasgow-Methode und Wochenplanunterricht vorgestellt.
8. Motivation und Leistungsbewertung: Hier wird der Einfluss von Selbstbewertung und verschiedenen Bezugsnormen bei der Zensurenvergabe auf die Lernmotivation untersucht.
9. Motivation im Kontext zu außerschulischen Bedingungen: Es werden familiäre Einflüsse wie Familiengröße, elterliche Einstellung und Erziehungspraxis auf die Motivation des Kindes beleuchtet.
10. Praktische Bezüge anhand meiner Unterrichtseinheiten: Die Theorie wird durch zwei konkrete Unterrichtseinheiten ("Ich und meine Sinne" und "Wir erstellen ein Buch") in der Praxis reflektiert.
11. Resumee: Das Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und unterstreicht die Dringlichkeit, Motivationsförderung stärker in den schulischen Alltag zu integrieren.
Lernmotivation, Leistungsmotivation, Interesse, Selbstwirksamkeit, Kausalattribution, Misserfolgsangst, Erlernte Hilflosigkeit, Unterrichtsmethoden, Ermutigung, Rituale, Leistungsbewertung, Erziehungspraxis, Selbstbewertung, Grundschule, Pädagogik
Die Arbeit setzt sich mit der Lernmotivation von Grundschulkindern auseinander und beleuchtet, wie Motivation durch verschiedene psychologische Faktoren und unterrichtliche Maßnahmen beeinflusst und gefördert werden kann.
Die Themenfelder umfassen theoretische Grundlagen der Motivation, psychologische Einflussfaktoren, schulische Fördermaßnahmen, den Einfluss der familiären Sozialisation sowie die praktische Anwendung in konkreten Unterrichtsprojekten.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Motivation und Lernerfolg zusammenhängen und detaillierte Anleitungen für die Praxis zu liefern, um Kinder – besonders jene mit Motivationsproblemen – erfolgreich an Lerngegenstände heranzuführen.
Die Arbeit stützt sich auf eine umfassende Analyse existierender psychologischer und pädagogischer Theorien sowie auf die Reflexion und Dokumentation eigener Unterrichtseinheiten zur Validierung der theoretischen Ansätze.
Der Hauptteil behandelt tiefgehend die psychologischen Faktoren (z.B. Selbstwirksamkeit, Misserfolgsangst), schulische Motivationsbedingungen, die Bedeutung von Verstärkern und Ermutigung sowie konkrete methodische Ansätze wie Stationslernen und Wochenplanarbeit.
Wesentliche Begriffe sind Lernmotivation, Selbstwirksamkeit, Kausalattribution, Ermutigung, Misserfolgsangst, Rituale und die Förderung durch individuelle Anpassung der Lernangebote.
Die Arbeit erläutert, dass Faktoren wie die Geschwisterzahl, die elterliche Einstellung zur Schule sowie der Erziehungsstil maßgeblich zur Entwicklung einer positiven oder negativen Einstellung zum Lernen beitragen können.
Die Reduktion erfolgt primär durch die Stärkung des Selbstbewusstseins, die Anpassung der Anforderungen an die individuelle Lernausgangslage sowie den gezielten Einsatz von Erfolgserlebnissen zur Durchbrechung negativer Attributionsmuster.
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