Bachelorarbeit, 2016
80 Seiten, Note: 1,7
1 BLOCKCHAIN-TECHNOLOGIE: DER WEGBEREITER ZU EFFIZIENTEREN GESCHÄFTSMODELLEN FÜR DIE BANKENBRANCHE
1.1 Klassisches Geschäftsmodell der Banken am Ende?
1.1.1 Das Zinsgeschäft
1.1.2 Das Investmentgeschäft
1.1.3 Das Provisionsgeschäft
1.2 Kostensenkung und Ertragssteigerung durch neue Technologien
1.2.1 Banken haben Kosten- und Ertragsprobleme
1.2.2 Banken müssen Effizienz steigern und nicht nur Infrastruktur abbauen oder Bilanzverkürzungen vornehmen
1.2.3 Der Einsatz neuer Technologien als Schlüssel zum Erfolg
1.3 Mittels der Blockchain-Technologie lassen sich die effizientesten Geschäftsmodelle entwickeln
1.3.1 Blockchain - eine zukunftsweisende Technologie
1.3.1.1 Das Double-Spending- und das Byzantinische Generalsproblem
1.3.1.2 Die Lösung: Ein Konsensmechanismus – Distributed Consensus
1.3.1.3 Der Proof-of-Work-Konsensmechanismus
1.3.2 Blockchain zur Effizienzsteigerung bei Banken und Bankkunden
1.3.3 Zusätzliche Ertragsfelder für Banken in blockchainbasierten Netzwerken
2 BANKEN KÖNNEN AUS EIGENER KRAFT DIE RAHMENBEDINGUNGEN FÜR EINEN FLÄCHENDECKENDEN BLOCKCHAIN-EINSATZ NICHT SCHAFFEN
2.1 Vorhandene Banktechnologien sind noch zu konsequent auf klassische Stapelverarbeitung ausgerichtet
2.1.1 Geschichtlicher Hintergrund der Stapelverarbeitung
2.1.2 Zeitgleichheit für Zahlungspflichtigen und Zahlungsempfänger (Delivery vs. Payment)
2.1.3 Forderung nach direktem Zahlungsausgleich innerhalb der EU
2.2 Nicht ausreichende personelle Ressourcen der Banken behindern den zeitnahen Aufbau neuer EDV-Infrastrukturen
2.2.1 Klassischer Mitarbeiter ist bloß Produktverkäufer
2.2.2 Mitarbeiter mit entsprechenden Prozess- und IT-Kenntnissen sind für regulatorische Aufgaben gebunden
2.2.3 Banken weisen geringe Attraktivität für junge Leute mit technischer Affinität auf
2.3 Banken fehlen finanzielle Mittel für einen umfassenden Umbau des bisherigen Geschäftsmodells
2.3.1 Aufsichtsrecht verlangt viel Eigenkapital
2.3.2 Fallende Kurse der Bankaktien erschweren den Geldhäusern neue Mittelbeschaffung zu guten Konditionen
2.3.3 Kein neuer Ertrag auf Grund des schlecht laufenden Kerngeschäfts
2.4 Die neuen Netzwerke folgen einer anderen Logik
2.4.1 Operatives Bankgeschäft folgt Netzwerklogik
2.4.2 Banken scheitern an der Macht der Rechenzentren und an den traditionellen Netzwerk-Providern
2.4.2.1 Die IT-Infrastruktur innerhalb der Genossenschaftsorganisation
2.4.2.2 Die IT-Infrastruktur innerhalb der Sparkassenorganisation
2.4.2.3 Die IT-Infrastruktur innerhalb des Privatbankensektors
2.4.3 Ersetzen die Banken die alte Technologie durch neue, dann kannibalisieren sie sich selbst
3 SCHAFFUNG NEUER NETZWERKSTRUKTUREN MITTELS STRATEGISCHER ALLIANZEN
3.1 Die Entwicklung neuer Technologien braucht Abstand zum klassischen Geschäfts- und Prozessverständnis
3.2 Der Kauf eines funktionsfähigen Netzwerks ist prinzipiell leichter
3.3 Banken steigen in die von Fintechs aufgebauten Netzwerke ein
3.3.1 Banken dürfen das Aufsichtsrecht nicht länger zum Fernhalten der FinTechs nutzen
3.3.2 FinTech-Unternehmen müssen sich für das Massengeschäft tauglich machen
3.3.3 Die Lösung: Kooperationen zwischen Banken und FinTechs
4 FAZIT
Die Bachelorarbeit untersucht, wie die Bankenbranche durch den Einsatz der Blockchain-Technologie und die Bildung strategischer Allianzen mit FinTechs langfristig in die Gewinnzone zurückgeführt werden kann, wobei die technologischen und organisatorischen Hindernisse der Banken analysiert werden.
1.3.1 Blockchain - eine zukunftsweisende Technologie
Die Blockchain-Technologie ist auf die digitale Währung Bitcoin zurückzuführen. Bei Bitcoin wiederum handelt es sich um die erste und größte dezentralisierte Kryptowährung der Welt. Auch wenn aktuell eine Vielzahl anderer Kryptowährungen existiert, kann man Bitcoin faktisch als den Standard unter diesen Währungen bezeichnen. 90 % der Marktkapitalisierung in Form dieser Währung ist auf Bitcoin zurückzuführen.54
Die Geburtsstunde von Bitcoin ist Ende Oktober 2008, als im Internet ein White Paper von einer Person namens Satoshi Nakamoto veröffentlicht worden ist.55 Das Bitcoin-Netzwerk startet im Januar 2009, kurz nachdem Nakamoto eine Software als open-source-Projekt veröffentlicht und zum Download zur Installation über das Internet bereitstellt hat.56 Bei dem Namen Satoshi Nakamoto handelt es sich sehr wahrscheinlich um ein Pseudonym. Bis heute ist nicht abschließend geklärt, wer hinter diesem Namen steckt. Zuletzt ist der australische Unternehmer und IT-Sicherheitsberater Craig Wright hinter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto vermutet worden, wobei dies bis heute nicht zuverlässig belegt worden ist.57
1 BLOCKCHAIN-TECHNOLOGIE: DER WEGBEREITER ZU EFFIZIENTEREN GESCHÄFTSMODELLEN FÜR DIE BANKENBRANCHE: Dieses Kapitel erläutert die aktuellen Ertrags- und Kostenprobleme der Banken und präsentiert die Blockchain als Lösung zur Effizienzsteigerung.
2 BANKEN KÖNNEN AUS EIGENER KRAFT DIE RAHMENBEDINGUNGEN FÜR EINEN FLÄCHENDECKENDEN BLOCKCHAIN-EINSATZ NICHT SCHAFFEN: Hier werden die strukturellen, personellen und finanziellen Hindernisse der Banken aufgezeigt, die einen eigenständigen Wandel verhindern.
3 SCHAFFUNG NEUER NETZWERKSTRUKTUREN MITTELS STRATEGISCHER ALLIANZEN: Dieses Kapitel demonstriert, dass Kooperationen zwischen Banken und FinTechs der notwendige Weg zur technologischen und prozessualen Erneuerung sind.
4 FAZIT: Das Fazit fasst zusammen, dass eine strategische Allianz zwischen Banken und FinTechs das Potenzial hat, das Finanzwesen grundlegend zu revolutionieren.
Blockchain, Bankensektor, FinTech, Digitalisierung, Geschäftsmodell, Kostenstruktur, IT-Infrastruktur, Kooperation, Strategische Allianzen, Bitcoin, Effizienzsteigerung, Kryptografie, Smart Contracts, Zahlungsverkehr, Wertpapierabwicklung
Die Arbeit analysiert die Herausforderungen der Bankenbranche durch die Digitalisierung und zeigt auf, wie die Blockchain-Technologie in Kombination mit Kooperationen zwischen Banken und FinTechs neue effiziente Geschäftsmodelle ermöglichen kann.
Die Schwerpunkte liegen auf der Kosten- und Ertragssituation der Banken, den technologischen Barrieren durch Altsysteme, dem Potenzial der Blockchain-Technologie sowie der Bedeutung von strategischen Allianzen zwischen Banken und FinTechs.
Ziel ist es zu zeigen, dass Banken aufgrund interner Beschränkungen Blockchain-Netzwerke nicht alleine aufbauen können und daher auf die Agilität und das Prozessverständnis von FinTechs angewiesen sind.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse, der Untersuchung von Marktanalysen und Studien zu IT-Budgets und regulatorischen Rahmenbedingungen im Bankensektor.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der aktuellen Bankenproblematik, die technischen und strukturellen Hindernisse für den Eigenbau von Netzwerken sowie die strategische Notwendigkeit zur Zusammenarbeit mit FinTechs.
Wichtige Begriffe sind Blockchain, Bankensektor, FinTech, Digitalisierung, Effizienzsteigerung, IT-Infrastruktur, Kooperation und Smart Contracts.
Banken scheitern laut der Arbeit an historisch gewachsenen IT-Systemen, fehlenden personellen Ressourcen für IT-Innovationen, regulatorischen Anforderungen an das Eigenkapital sowie der internen Machtstruktur von Rechenzentren.
PSD II zwingt Banken dazu, Drittanbietern Zugriff auf Kontoinformationen zu gewähren, wodurch die traditionelle Monopolstellung der Banken bei Kundendaten schwindet und FinTechs den Wettbewerb verstärken.
Smart Contracts ermöglichen eine vollständige Automatisierung von Finanzprozessen wie Akkreditiven, wodurch manuelle Arbeitsschritte entfallen und die Transaktionskosten massiv gesenkt werden können.
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