Bachelorarbeit, 2014
54 Seiten, Note: 2,7
1. Einleitung
2. Rechtliche Grundlagen
2.1. Freier Personenverkehr
2.2. Dienstleistungsfreiheit
3. Ursachen von Migration
3.1. Makroökonomisch: neoklassische Theorie von Lohndifferenzen
3.2. Mikroökonomisch: Humankapitalansatz der neoklassischen Migrationstheorie
3.3. Moderne ökonomische Migrationstheorie: Push- und Pull-Faktoren
4. Migrationspotential der Osterweiterung
4.1 Arten der Schätzung des Migrationspotentials
4.2. Erwarteter Migrationsfluss
4.2.1. in die EU-15-Staaten
4.2.2. nach Deutschland
5. Arbeitsmarkteffekte von Migration
5.1. Wichtige Kriterien zur Bewertung
5.2. Mögliche Effekte für die Arbeitsmärkte im Einwanderungsland
5.2.1. Effekte in Abhängigkeit der Lohnflexibilität
5.2.2. Effekte in Abhängigkeit der Qualifikation der Zuwanderer
5.3. Erwartete Arbeitsmarkteffekte
5.3.1. in den EU-15-Staaten
5.3.2. in Deutschland
6. Tatsächlicher Migrationsfluss nach der Osterweiterung
6.1. Maßnahmen und Übergangsregelungen
6.2. Tatsächlicher Migrationsfluss in die EU-15-Staaten
6.3. Tatsächlicher Migrationsfluss nach Deutschland
7. Bisherige arbeitsmarktökonomische Veränderungen und zukünftige Perspektiven am Beispiel Deutschlands
7.1. Arbeitsmarkteffekte der Migrationsentwicklung
7.2. Langfristige ökonomische Chancen und Risiken
7.3. Chancen und Herausforderungen für die deutsche Migrations- und Arbeitsmarktpolitik
8. Fazit
Die Arbeit analysiert die arbeitsmarktökonomischen Folgen der EU-Osterweiterung von 2004, insbesondere unter Berücksichtigung der Befürchtungen bezüglich einer Massenmigration und deren realen Auswirkungen auf die Arbeitsmärkte der alten EU-Mitgliedsstaaten, mit Fokus auf Deutschland.
3.1. Makroökonomisch: neoklassische Theorie von Lohndifferenzen
Allgemein begründet das makroökonomische Modell die Ursache von Migration mit ökonomischen Disparitäten zwischen zwei Ländern. Der Fokus liegt hier besonders auf Lohndifferenzen.
Die Ursache dafür liegt in der unterschiedlichen Nachfrage und dem unterschiedlichen Angebot des Faktors Arbeit auf den jeweiligen Arbeitsmärkten. Staaten mit einer geringen Arbeitsausstattung, relativ zur Kapitalausstattung, sind durch hohe Gleichgewichtslöhne gekennzeichnet. Wohingegen Staaten mit einer hohen Arbeitsausstattung, verglichen mit dem Faktor Kapital, eher niedrige Gleichgewichtslöhne aufweisen. Dies ist in Abbildung 1 dargestellt. Die Lohndifferenzen dort haben einen Arbeitskräftefluss zur Folge, der sich vom Land mit niedrigem Lohnniveau in das Land mit hohem Lohnniveau bewegt. Das Arbeitskräfteangebot sinkt und verschiebt sich somit im arbeitsintensiven Land nach links, während es im kapitalintensiven ansteigt und sich nach rechts verschiebt. Da nun eine höhere Arbeitskräfteausstattung vorhanden ist, werden dort die Löhne absinken, während es im Niedriglohnland zu einem Anstieg der Löhne kommt, aufgrund der Verringerung des Arbeitskräfteangebotes. Dieser Vorgang findet so lange statt, bis die Lohndifferenz zwischen den Staaten genauso hoch ist wie die Kosten der Wanderung in das Land mit hohem Einkommensniveau.
1. Einleitung: Einführung in die Thematik der EU-Osterweiterung und Darstellung der Forschungsfrage bezüglich der Ängste vor Zuwanderung und deren tatsächlicher Berechtigung.
2. Rechtliche Grundlagen: Erläuterung der Grundfreiheiten des europäischen Binnenmarktes, insbesondere des freien Personenverkehrs und der Dienstleistungsfreiheit als Basis der Arbeitskräftemobilität.
3. Ursachen von Migration: Detaillierte Betrachtung theoretischer Modelle zur Erklärung von Migration, von makroökonomischen Lohndifferenzen bis hin zu mikroökonomischen Humankapitalansätzen und Push- und Pull-Faktoren.
4. Migrationspotential der Osterweiterung: Analyse von Prognosen und methodischen Ansätzen zur Vorhersage des Migrationspotenzials aus den neuen EU-Mitgliedsstaaten.
5. Arbeitsmarkteffekte von Migration: Theoretische Untersuchung der Auswirkungen von Zuwanderung auf Arbeitsmärkte unter Berücksichtigung von Lohnflexibilität und Qualifikationsprofilen der Migranten.
6. Tatsächlicher Migrationsfluss nach der Osterweiterung: Evaluierung der realen Migrationsströme nach 2004 und der Wirkung politischer Übergangsregelungen im Vergleich zu den ursprünglichen Prognosen.
7. Bisherige arbeitsmarktökonomische Veränderungen und zukünftige Perspektiven am Beispiel Deutschlands: Analyse der konkreten Auswirkungen auf den deutschen Arbeitsmarkt und Diskussion künftiger Herausforderungen für die Migrationspolitik.
8. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Migrationsfolgen sowie politische Empfehlungen für eine effizientere Gestaltung der Zuwanderung im Kontext des demografischen Wandels.
Arbeitskräftemobilität, EU-Osterweiterung, Migrationstheorie, Lohndifferenzen, Humankapital, Arbeitsmarkteffekte, Übergangsregelungen, Zuwanderung, Freizügigkeit, Arbeitsmarktpolitik, EU-15, Deutschland, Migration, Push- und Pull-Faktoren, Fachkräftemangel.
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der EU-Osterweiterung von 2004 auf die Arbeitsmärkte der alten EU-Staaten, insbesondere Deutschland, und vergleicht dabei Befürchtungen aus der Öffentlichkeit mit ökonomischen Analysen.
Die Themen umfassen Migrationstheorien, das prognostizierte vs. tatsächliche Migrationspotenzial, arbeitsmarktökonomische Effekte wie Lohn- und Beschäftigungseffekte sowie die Rolle von politischen Übergangsregelungen.
Das Ziel ist die Analyse, ob die Ängste vor einer unkontrollierten "Flutwelle" an unqualifizierten Arbeitskräften nach der EU-Osterweiterung berechtigt waren und wie die tatsächlichen ökonomischen Folgen für die Einwanderungsländer ausfielen.
Die Arbeit nutzt eine theoretische Aufarbeitung ökonomischer Migrationsmodelle, eine Literaturanalyse bestehender Prognosestudien sowie einen empirischen Vergleich der tatsächlichen Migrationsdaten nach der Erweiterung.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, Prognosen zum Migrationspotenzial, eine detaillierte Analyse der Arbeitsmarkteffekte (abhängig von Qualifikation und Lohnflexibilität) sowie die Auswertung tatsächlicher Migrationsflüsse und politischer Steuerungsinstrumente.
Die Arbeit ist zentral durch Begriffe wie EU-Osterweiterung, Arbeitskräftemobilität, Migrationspotenzial, Arbeitsmarkteffekte, Lohnflexibilität und Humankapital charakterisiert.
Die Arbeit zeigt, dass die tatsächlichen Migrationszahlen weit hinter den Schreckensszenarien zurückblieben und dass Zuwanderer oft ein überdurchschnittlich hohes Bildungsniveau aufwiesen, was zu positiven Effekten für den Arbeitsmarkt führte.
Die Übergangsregelungen führten zu einer Umlenkung der Migrationsströme in Länder mit sofortiger Marktöffnung (wie Großbritannien und Irland), während sie in Deutschland den Zustrom bremsten, aber gleichzeitig den Zugang zu jungen, qualifizierten Arbeitskräften verzögerten.
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