Bachelorarbeit, 2012
90 Seiten, Note: 1,1
1. Einleitung
2. Anmerkungen zur spezifischen Situation von Trennungs- und Scheidungskinder
2.1 Phasen von Scheidung und Trennung
2.1.1 Ambivalenzphase
2.1.2 Trennungs- und Scheidungsphase
2.1.3 Nachscheidungsphase
2.2 Hochkonflikthafte Trennung und Scheidung
2.3 Reaktionen der Kinder bei Trennung und Scheidung
2.3.1 Alters- und Entwicklungsbedingte Reaktionen
2.3.2 Geschlechterbedingte Reaktionen
2.4 Hilfsangebote
2.5 Fazit
3. Begleiteter Umgang: Ein Hilfsangebot in Angelegenheiten des Umgangsrechts
3.1 Begriffsbestimmung
3.2 Rechtliche Grundlagen
3.3 Indikationen für begleiteten Umgang
3.3.1 Indikationen, bei denen die Kontinuität der Kontakte im Vordergrund steht
3.3.2 Indikationen, bei denen die Sicherheit des Kindes im Vordergrund steht
3.4 Ziele
3.5 Formen
3.5.1 Formen nach den „Deutschen Standards zum begleiteten Umgang“
3.5.2 Weitere Form des Hilfsangebots
3.6 Ablauf der Maßnahme
3.6.1 Beanspruchung
3.6.2 Vorbereitungs-/Abklärungsphase
3.6.3 Durchführungsphase
3.6.4 Abschluss und Neuvereinbarung
3.6.5. Nachbetreuung
3.7 Zusammenarbeit mit anderen Institutionen
3.8 Fazit
4. Wie Kinder begleiteten Umgang erleben: Exemplarische Darstellung
4.1 Hinführung
4.2 Informationen zur Befragung
4.2.1 Rahmenbedingungen
4.2.2 Kurze Klientelbeschreibung
4.2.3 Ablauf der Befragung
4.3 Auswertung der Ergebnisse
4.4 Eigene Interpretation der Ergebnisse
4.5 Fazit
5. Das Schlussresümee - Wie begleiteter Umgang gestaltet werden sollte, damit Kinder dort gut unterstützt werden
5.1 Darstellung der wichtigsten Ergebnisse
5.2 Umgang mit den Ergebnissen
5.3 Bezug zur Sozialen Arbeit
5.4 Fazit
6. Ausblick
7. Literaturverzeichnis
Die Arbeit untersucht, wie das Hilfsangebot des "begleiteten Umgangs" gestaltet sein muss, um Kindern in Trennungs- und Scheidungssituationen eine effektive Unterstützung zu bieten und ihre Bedürfnisse sowie Rechte in den Mittelpunkt des Geschehens zu rücken.
2.1.1 Ambivalenzphase
Wie schon benannt, beginnt die eigentliche Trennung bzw. Scheidung schon viel früher als die entscheidende Wende, eine Partnerschaft zu lösen. Dies kann sich über mehrere Jahre ziehen. Damit es generell erst soweit kommt, braucht es in der Beziehung erst einen Auslöser, der den Prozess ins Rollen bringt. Dieser kann aber sehr unterschiedliche Ursachen haben.
Im Allgemeinen hoffen Partner am Anfang des Prozesses noch sehr darauf, dass sich ihr Verhältnis mit der Zeit wieder verbessert. So denken viele, dass gerade durch ein Kind Veränderungen in der Gemeinschaft stattfinden können. Ein Kind soll etwa ein Wendepunkt im Leben sein, um sich etwa aus der eigenen Herkunftsfamilie zu lösen oder jemanden ein besseres Leben zu geben, als das, welches man selber in seiner Kindheit hatte. Jedoch ist dann anschließend auch gerade ein Kind oft der Auslöser für eine Trennung. Durch den Zuwachs merkt man, dass man nun sehr abhängig voneinander ist. Der Wunsch nach Ablösung wird dabei immer größer. Hierbei kann es immer wieder zu Konflikten kommen, da man den eigenen Wünschen und Bedürfnissen nicht mehr so viel Raum geben kann. Gegebenheiten wie Misstrauen, Auseinandersetzungen, Unentschlossenheit, Ängste oder Verunsicherung begleiten die Partner während dieser Phase. Diese Zustände lassen die Partner oft spalten. Gedanken einer Trennung werden immer größer.
1. Einleitung: Einführung in die Problematik von Trennungs- und Scheidungskindern und Zielsetzung der Arbeit zur Erforschung der Gestaltung des begleiteten Umgangs.
2. Anmerkungen zur spezifischen Situation von Trennungs- und Scheidungskinder: Analyse der Phasen einer Trennung, der Belastungen für Kinder und der entwicklungsbedingten Reaktionen.
3. Begleiteter Umgang: Ein Hilfsangebot in Angelegenheiten des Umgangsrechts: Detaillierte Vorstellung der Maßnahme, inklusive rechtlicher Grundlagen, Indikationen, Ziele und des Ablaufs.
4. Wie Kinder begleiteten Umgang erleben: Exemplarische Darstellung: Qualitative Befragung ehemaliger TeilnehmerInnen zur praktischen Erfahrung des begleiteten Umgangs.
5. Das Schlussresümee - Wie begleiteter Umgang gestaltet werden sollte, damit Kinder dort gut unterstützt werden: Zusammenfassung der Ergebnisse und Ableitung von Kriterien für eine kindzentrierte Gestaltung sowie Bezug zur Sozialen Arbeit.
6. Ausblick: Überlegungen zum notwendigen Fachwissen und zur Kompetenzentwicklung des Personals im Bereich des begleiteten Umgangs.
7. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Quellen.
Begleiteter Umgang, Trennung, Scheidung, Kindeswohl, Umgangsrecht, Soziale Arbeit, Eltern-Kind-Beziehung, Konfliktbewältigung, Kindesinteressen, Partizipation, Jugendhilfe, Familiengericht, Erziehungsfähigkeit, Hochkonflikthaftigkeit, Beratung.
Die Arbeit befasst sich mit der Situation von Kindern in Trennungs- und Scheidungsprozessen und untersucht, wie das Hilfsangebot des „begleiteten Umgangs“ optimiert werden kann, um die Kinder bestmöglich zu unterstützen.
Die Themenfelder umfassen die psychischen Folgen für Kinder, die rechtlichen Rahmenbedingungen, die verschiedenen Formen der Umgangsbegleitung sowie die Bedeutung der Zusammenarbeit mit Institutionen wie Jugendamt und Familiengericht.
Das primäre Ziel ist zu erforschen, welche Bedingungen und Konzepte erfüllt sein müssen, damit der begleitete Umgang für Kinder nicht nur funktional, sondern unterstützend und kindgerecht gestaltet ist.
Die Autorin nutzt eine qualitative Forschungsansatz, der eine theoretische Aufarbeitung der Thematik mit einer exemplarischen Befragung zweier ehemaliger TeilnehmerInnen kombiniert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zur Situation der Kinder, eine ausführliche Beschreibung des begleiteten Umgangs als pädagogische Maßnahme und die Darstellung der empirischen Befragung.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Begleiteter Umgang, Kindeswohl, Trennung, Scheidung, Partizipation und Soziale Arbeit charakterisieren.
Die Befragung zeigt, dass die ständige Verfügbarkeit einer Ansprechperson für die Kinder einen entscheidenden Faktor für das positive Erleben und die empfundene Sicherheit darstellt.
Dieses Prinzip ist zentral, da Kinder in hochkonflikthaften Trennungssituationen oft als Spielball der Eltern instrumentalisiert werden; das Fachpersonal dient somit als notwendiger Schutzraum für das Kind.
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