Bachelorarbeit, 2016
170 Seiten, Note: 1,3
Jura - Zivilrecht / Handelsrecht, Gesellschaftsrecht, Kartellrecht, Wirtschaftsrecht
A Einleitung
B Hintergrund und Abgrenzung von Compliance
I Ursprung und Entwicklung in Deutschland
II Compliance Management System
III Zwischenfazit 1: Zielstellung
C Die Notwendigkeit von Compliance in kommunalen Stadtwerken
I Kommunalwirtschaft
1 Daseinsvorsorge als zentraler Gegenstand
2 Rechtsgrundlagen
3 Eigenbetriebe als Form der kommunalwirtschaftlichen Betätigung
3.1 Zweck
3.2 Betriebsführung
3.3 Organe
3.4 Verwaltung und Personalwirtschaft
3.5 Kontrolle
4 Stadtwerke
II Pflicht zur Einführung von Compliance-Systemen
1 Rechtspflichten
1.1 Ordnungswidrigkeitsrecht
1.2 Kommunalrecht
1.3 Wettbewerbsrecht
1.4 Gesellschaftsrecht
1.5 Analogie aus weiteren Rechtsgebieten
2 Gesetzesentwürfe
2.1 Verbandsstrafgesetzbuch
2.2 Änderungsvorschlag zum OWiG des BUJ
2.3 Compliance-Anreiz-Gesetz
3 Rechtsprechung
3.1 Berliner Stadtreinigungsbetriebe (BSR) AöR
3.2 Siemens AG
4 Interne Richtlinien
5 Betriebswirtschaftliche Aspekte
6 Folgen von Non-Compliance im kommunalen Bereich
6.1 Kommunale Wasserwerke Leipzig
6.2 Messehallen Köln
7 Zwischenfazit: Einführungspflicht
III Compliance-Anforderungen kommunaler Stadtwerke
1 Wettbewerbsrecht
1.1 Kartellrecht
1.2 Lauterkeitsrecht
1.3 EU-Beihilfenrecht
2 Vergaberecht
3 Preisrecht
4 Steuerrecht
5 Arbeitsrecht
6 Arbeitssicherheits/-schutzrecht
7 Datenschutzrecht
8 Umweltrecht
9 IT-Recht
9.1 Lizenzmanagement
9.2 Elektronische Buchführung
9.3 Telekommunikationsanlagen
9.4 IT-Sicherheitsgesetz
10 Strafrecht
10.1 Korruption
10.2 Amtsstraftaten
11 Zwischenfazit
IV Ausgestaltung und Nutzen eines Compliance-Systems
1 Verantwortlichkeit für Compliance
2 Anwendbarkeit etablierter Standards
2.1 TR CMS 101:2011 (TÜV Rheinland)
2.1.1 Allgemeine Anforderungen
2.1.2 Leitungsverantwortung
2.1.3 Ressourcenmanagement
2.1.4 Compliance-Prozesse
2.1.5 Systemüberwachung
2.1.6 Wertung
2.2 IDW PS 980 (Institut der Wirtschaftsprüfer e.V.)
2.2.1 Compliance-Kultur
2.2.2 Compliance-Ziele
2.2.3 Compliance-Risiken
2.2.4 Compliance-Programm
2.2.5 Compliance-Organisation
2.2.6 Compliance-Kommunikation
2.2.7 Compliance-Überwachung und Verbesserung
2.2.8 Wertung
2.3 Hamburger Compliance-Modell
2.3.1 Auditierungsverfahren
2.3.2 Grundmodul 1: Allgemeines Compliance-Verständnis
2.3.3 Zusatzmodul: Vergabeverfahren
2.3.4 Wertung
2.4 EN ISO 19600:2014
3 Empfehlung für kommunale Eigenbetriebe/Stadtwerke
D Zusammenfassung
Die Arbeit untersucht die Notwendigkeit der Implementierung eines Compliance Management Systems (CMS) für kommunale Eigenbetriebe und Stadtwerke. Dabei wird analysiert, ob eine gesetzliche Verpflichtung besteht und wie ein solches System unter Berücksichtigung spezifischer öffentlicher Rahmenbedingungen und Anforderungen ausgestaltet werden kann, um Haftungsrisiken zu minimieren und die Rechtstreue sicherzustellen.
A Einleitung
Regeln werden aufgestellt, damit Gesellschaften funktionieren und Unternehmen in einem lauteren Wettbewerb stehen können. Das diese folglich eingehalten werden müssen, dürfte selbstverständlich sein. Im Wirtschaftsleben hat sich hierzu der Begriff Compliance herausgebildet, welcher wörtlich übersetzt zunächst nichts anderes bedeutet, als Regeln zu befolgen. Seit den 1990er Jahren findet dieser Terminus sukzessiven Niederschlag im deutschen Sprachgebrauch, Unternehmen entwickeln seither entsprechende Strukturen. Die Verwendung der Begrifflichkeit hat verschiedene Ursachen: Einerseits trägt die fortschreitende Globalisierung kontinuierlich zur Anglisierung unserer Sprache bei, andererseits werden in den stark reglementierten Sektoren des Bank- und Versicherungswesens sämtliche Maßnahmen der Gesetzestreue unter Compliance subsumiert.
Um alle Regeln zu befolgen, bedarf es vor allem für Unternehmen einer Systematik, um dies sicherzustellen. Diesen Gedanken verfolgt ein Compliance Management System (CMS), indem es Prozesse und Auslöser für Maßnahmen definiert. Schließlich können nur die Regeln eingehalten werden, welche bekannt sind. Die stete Wandlung der Regulierung im Wirtschaftsleben und der Ansprüche von Stakeholdern sowie Aufsichtsgremien machen es erforderlich, auf Veränderungen kurzfristig reagieren zu können. Durch ein CMS soll Regelverstößen („Non-Compliance“) vorgebeugt werden und, soweit dies nicht erfolgreich ist, diese erkannt und bearbeitet werden. Der Umfang der Regeln bestimmt sich nach gesetzlichen und sonstigen Vorgaben, die ein Unternehmen zu erfüllen hat und stellen somit das für die Organisation geltende Recht dar.
A Einleitung: Die Einleitung definiert Compliance als notwendige Einhaltung von Regeln in Unternehmen und begründet die Notwendigkeit von Compliance Management Systemen zur systematischen Sicherstellung dieser Regelkonformität.
B Hintergrund und Abgrenzung von Compliance: Dieses Kapitel erläutert den Ursprung des Begriffs Compliance, überträgt ihn auf den Wirtschaftssektor und definiert die Kernbestandteile eines Compliance Management Systems.
C Die Notwendigkeit von Compliance in kommunalen Stadtwerken: Das Hauptkapitel untersucht das kommunalwirtschaftliche Umfeld, analysiert die geltende Rechtslage hinsichtlich einer Einführungspflicht von CMS und beleuchtet detailliert Compliance-Anforderungen in verschiedenen Rechtsbereichen sowie Möglichkeiten der praktischen Ausgestaltung.
D Zusammenfassung: Die Zusammenfassung resümiert, dass zwar keine explizite gesetzliche Pflicht zur CMS-Einführung für Stadtwerke existiert, jedoch aufgrund der Legalitätspflicht der Unternehmensleitung ein CMS als Best-Practice zur Schadensvermeidung und Haftungsreduzierung empfohlen wird.
Compliance, Compliance Management System, CMS, Stadtwerke, kommunale Eigenbetriebe, Daseinsvorsorge, Rechtstreue, Haftungsvermeidung, IDW PS 980, Risikoprävention, Korruptionsprävention, Wettbewerbsrecht, Vergaberecht, Kommunalrecht, Unternehmensorganisation.
Die Arbeit untersucht die Notwendigkeit und Umsetzung von Compliance Management Systemen (CMS) in kommunalen Eigenbetrieben, insbesondere in Stadtwerken.
Zu den zentralen Themen zählen die rechtlichen Rahmenbedingungen der Kommunalwirtschaft, die Analyse von Compliance-Risiken in verschiedenen Rechtsgebieten (z.B. Kartell-, Vergabe- und Arbeitsrecht) sowie die methodische Ausgestaltung eines CMS.
Ziel ist es zu prüfen, ob für kommunale Eigenbetriebe eine Notwendigkeit oder Verpflichtung besteht, Compliance sicherzustellen und ein CMS einzurichten, um existenzbedrohende Risiken zu minimieren.
Die Arbeit basiert auf einer rechtlichen Analyse der geltenden Gesetzeslage (z.B. OWiG, GWB, HGrG) und einer betriebswirtschaftlichen Bewertung etablierter Standards (wie IDW PS 980) zur Anwendung in der kommunalen Praxis.
Der Hauptteil analysiert detailliert die verschiedenen Compliance-Anforderungen an Stadtwerke, unterteilt in Rechtsgebiete wie Wettbewerbs-, Preis-, Steuer-, Arbeits- und IT-Recht, sowie die praktischen Lösungsansätze zur Implementierung eines CMS.
Wichtige Begriffe sind Compliance, Stadtwerke, Daseinsvorsorge, IDW PS 980, Rechtskonformität und Haftungsvermeidung.
Weil Stadtwerke aufgrund ihrer Daseinsvorsorge ein hohes öffentliches Vertrauen genießen; Rechtsverstöße können hier nicht nur finanzielle Bußen, sondern auch den Entzug der Konzessionsgrundlage zur Folge haben.
Das Modell wird vorgestellt, aber aufgrund seiner mangelnden Abdeckung spezifischer Rechtsgebiete und Bedenken hinsichtlich der Objektivität (Rolle des Anbieters als Berater und Auditor) kritisch bewertet und für den kommunalen Sektor nicht explizit empfohlen.
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