Bachelorarbeit, 2016
46 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Konzept der Klimafinanzierung
2.1 Definition und Verhandlungsbasis
2.2 Das Prinzip der gemeinsamen, aber unterschiedlichen Verantwortung
2.3 Finanzarchitektur und ihre Akteure
2.3.1 Multinationale Fonds
2.3.2 Bilaterale Fonds
2.3.3 Regionale Fonds und Risikopool-Mechanismen
2.3.4 Zusammenfassende Evaluation der Finanzarchitektur
2.4 Finanzierungsquellen und Finanzkanäle
2.4.1 Official Development Assistance
2.4.2 Potentielle und Innovative Finanzquellen
2.4.2.1 Öffentliche Quellen und ihre Umsetzung
a) Einnahmen aus dem Emissionszertifikatshandel
b) Einnahmen aus Besteuerung des internationalem Flug- und Schiffverkehrs
c) Einnahmen aus Abgaben und Besteuerung von Energie und Emission
d) Finanztransaktionssteuer
e) Direkte Beiträge aus den Staatshaushalten
2.4.2.2 Mechanismen der Entwicklungsbanken
2.4.2.3 Kohlenstoffmärkte als Finanzierungsquelle
2.4.2.4 Private Finanzierungsquellen
3. Fazit
Die Arbeit untersucht die verschiedenen Finanzierungsquellen und das Potenzial der internationalen Klimafinanzierung vor dem Hintergrund des politischen Versprechens, bis 2020 jährlich 100 Milliarden USD für Klimaschutzmaßnahmen in Entwicklungsländern zu mobilisieren.
2.4.1 Official Development Assistance
Zwischen der internationalen Entwicklungshilfe (Official Development Assistance, ODA) und der internationalen Klimafinanzierung gibt es eine Vielzahl an inhaltlichen und planerischen Überlappungen. Dies betrifft vor allem Klimafinanzierungsaktivitäten im Bereich der Anpassung, also Projekte, welche die Vulnerabilität eines Landes gegenüber Klimaveränderungen und den damit einhergehenden Klimakatastrophen reduzieren sollen (vgl. Harnisch & Lueg, 2015: 1).
Die Erfassung von Klimafinanzierungsmitteln wird durch die unterschiedlichen Auffassungen, inwiefern die Klimafinanzierung von der ODA abgegrenzt werden muss, erschwert. So wird die Beziehung zwischen ODA und Klimafinanzierung hinsichtlich des Klimafinanzierungsprinzips "neu und zusätzlich" unterschiedlich wahrgenommen. "Neu und zusätzlich" wird in dieser Beziehung entweder definiert über (1) alle Mittel, die über die 1970 versprochenen 0,7% des BIPs hinausgehen, (2) alle Mittel, die über die bisherige Höhe an Klimafinanzierung hinausgehen (meist COP in Kopenhagen, also 2009, als Basisjahr), (3) alle Erhöhungen der ODA in klimarelevanten Sektoren (bis zu 10% der ODA) oder (4) nur Mittel aus neuen/ innovativen Quellen (vgl. UNCTAD, 2015: 1f).
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Herausforderung des Klimawandels und die daraus resultierende Notwendigkeit der Klimafinanzierung ein, insbesondere im Kontext des 100-Milliarden-USD-Versprechens von Kopenhagen.
2. Konzept der Klimafinanzierung: Dieses Kapitel definiert den Begriff der internationalen Klimafinanzierung und beleuchtet die historische Verhandlungsbasis sowie die Prinzipien der Klimaverträge.
2.1 Definition und Verhandlungsbasis: Hier werden die Ursprünge der Klimafinanzierung in der UNFCCC und die Entwicklung der finanziellen Versprechen bei den verschiedenen Klimakonferenzen erläutert.
2.2 Das Prinzip der gemeinsamen, aber unterschiedlichen Verantwortung: Das Kapitel erörtert die Differenzierung zwischen Industrie- und Entwicklungsländern basierend auf ökonomischer Leistungsfähigkeit und historischer Verantwortung.
2.3 Finanzarchitektur und ihre Akteure: Hier erfolgt ein systematischer Überblick über die vielfältigen Akteure und Fonds, die in der Klimafinanzierung agieren.
2.3.1 Multinationale Fonds: Dieses Kapitel stellt die wichtigsten multilateralen UNFCCC-Fonds wie den Green Climate Fund oder den Adaptation Fund vor.
2.3.2 Bilaterale Fonds: Fokus auf die Struktur und Rolle bilateraler Finanzierungsmechanismen, die oft über nationale Entwicklungsagenturen verwaltet werden.
2.3.3 Regionale Fonds und Risikopool-Mechanismen: Vorstellung nationaler und regionaler Ansätze zur Klimafinanzierung, inklusive Mechanismen zur Katastrophenrisikoabsicherung.
2.3.4 Zusammenfassende Evaluation der Finanzarchitektur: Eine kritische Bestandsaufnahme der Fragmentierung und der Koordinationsprobleme innerhalb der bestehenden Finanzarchitektur.
2.4 Finanzierungsquellen und Finanzkanäle: Analyse der verschiedenen Ressourcenströme, die zur Deckung des Finanzbedarfs der Klimaschutzmaßnahmen beitragen.
2.4.1 Official Development Assistance: Untersuchung der Rolle und Problematik der Entwicklungshilfe im Kontext der Klimafinanzierung sowie des Kriteriums der "Zusätzlichkeit".
2.4.2 Potentielle und Innovative Finanzquellen: Ein Überblick über innovative Ansätze zur Mobilisierung zusätzlicher Finanzmittel jenseits traditioneller Budgets.
2.4.2.1 Öffentliche Quellen und ihre Umsetzung: Vertiefung der verschiedenen öffentlichen Einnahmequellen wie Emissionshandel, Steuern und direkte Haushaltsbeiträge.
a) Einnahmen aus dem Emissionszertifikatshandel: Diskussion des Marktmechanismus zur Internalisierung externer Kosten und dessen Rolle bei der Finanzierung.
b) Einnahmen aus Besteuerung des internationalem Flug- und Schiffverkehrs: Analyse der Einnahmenpotenziale durch sektorspezifische Besteuerungsmodelle in der internationalen Logistik.
c) Einnahmen aus Abgaben und Besteuerung von Energie und Emission: Betrachtung von Kohlenstoffsteuern und Gebühren auf Energieträger als Instrumente der Finanzierung.
d) Finanztransaktionssteuer: Erörterung der Potenziale und politischer Widerstände gegenüber einer globalen Besteuerung von Finanztransaktionen.
e) Direkte Beiträge aus den Staatshaushalten: Bewertung der Bedeutung direkter staatlicher Budgetzuweisungen als tragende Säule der Klimafinanzierung.
2.4.2.2 Mechanismen der Entwicklungsbanken: Analyse der Rolle von MDBs bei der Hebelung öffentlicher Mittel für private Investitionen.
2.4.2.3 Kohlenstoffmärkte als Finanzierungsquelle: Untersuchung der Funktionsweise und Potenziale inframarginaler Renten aus Emissionsminderungen.
2.4.2.4 Private Finanzierungsquellen: Kritische Beleuchtung der zunehmenden Einbindung privaten Kapitals, Chancen durch Crowding-In und Gefahren durch Privatisierung von Gewinnen.
3. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse, insbesondere der Notwendigkeit einer besseren Koordination und proaktiven Erschließung innovativer Finanzquellen.
Klimafinanzierung, Klimawandel, Treibhausgasemissionen, Finanzarchitektur, Official Development Assistance, ODA, Emissionszertifikatshandel, Kohlenstoffsteuer, Anpassung, Minderung, Green Climate Fund, Pariser Abkommen, Risikopool, Finanztransaktionssteuer, Zusätzlichkeit.
Die Arbeit analysiert die internationale Finanzarchitektur zur Bekämpfung des Klimawandels und untersucht, wie die notwendigen Mittel zur Erfüllung des 100-Milliarden-USD-Versprechens mobilisiert werden können.
Die Themenfelder umfassen die Struktur der Finanzarchitektur, die Rolle öffentlicher Entwicklungshilfe, innovative Finanzierungskonzepte wie Emissionshandel und Steuern sowie die Einbindung privaten Kapitals.
Das Ziel ist es, die Potenziale und Herausforderungen verschiedener Finanzierungsquellen innerhalb der Klimafinanzierung zu erörtern und zu bewerten, inwiefern diese zur Deckung des globalen Bedarfs beitragen können.
Es handelt sich um eine systematische Analyse und Evaluation bestehender Finanzarchitekturen, Förderinstrumente und ökonomischer Konzepte auf Basis aktueller Berichte internationaler Institutionen und Forschungsliteratur.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Betrachtung der Finanzarchitektur (Akteure/Fonds) sowie eine differenzierte Untersuchung einzelner Finanzierungsquellen wie ODA, Kohlenstoffmärkte, Steuern und private Investitionen.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Klimafinanzierung, Finanzarchitektur, Zusätzlichkeit, Emissionszertifikatshandel, ODA und Klimaschutz-Investitionen charakterisieren.
Die Arbeit stellt die höhere Verlässlichkeit öffentlicher Mittel der schnelleren, aber renditeorientierten und oft weniger transparenten Mobilisierung privater Gelder gegenüber.
Entwicklungsbanken fungieren primär als Kanäle, die durch Risikosenkung und Hebelfunktion private Investitionen mobilisieren, wobei die Autorin kritisch hinterfragt, inwieweit dadurch öffentliche Aufgaben zu stark in Geschäftsprozesse übergehen.
Es ist ein zentraler Streitpunkt, da ohne eine klare Definition das Risiko besteht, dass bestehende Entwicklungshilfe lediglich umgewidmet wird, anstatt echte zusätzliche Ressourcen für den Klimaschutz zu generieren.
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