Masterarbeit, 2017
159 Seiten, Note: 1,3
Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing, Social Media
1. Was ist hier eigentlich los und was ist die Frage?
2. Konzeptioneller Rahmen der empirischen Erhebung
2.1 Die neue Moderne
2.1.1 Visuelle Medienkultur
2.1.2 Theatralität in den Medien
2.1.3 Einordnung
2.2 Klassische Wirkungsmodelle
2.2.1 Elaboration Likelihood Modell nach Petty/Cacioppo
2.2.2 Konsumentenverhalten nach Trommsdorff
2.2.3 Kritische Betrachtung
2.3 Die Bedeutung und Relevanz der Visualität im Rahmen der Unternehmenskommunikation
2.3.1 Was ist ein Bild?
2.3.2 Bedeutungsgenerierung in der visuellen Kommunikation
2.3.3 Besonderheiten des Bewegtbildes
2.3.4 Geschichtliche Einordnung des Werbefilms
2.3.5 Anforderungen an die visuelle Zielgruppe und an Konstrukteure von visuellen Inhalten
2.4 Visuelle Wissenssoziologie
2.4.1 Wissensformen
2.4.2 Relevanz und geschichtliche Einordnung der Wissenssoziologie
2.4.3 Relevanz und Besonderheiten der visuellen Wissenssoziologie
2.4.4 Körperlichkeit als Ausdruck des Habitus
2.4.5 Ansätze und Problematik der visuellen Wissenssoziologie
2.5 Bedeutung für die nachfolgende Forschung
3. Empirische Erhebung
3.1 Das Forschungsobjekt
3.1.1 Relevanz und Eignung
3.1.2 Inhaltsanalyse des Videos
3.2 Forschungsmethodik
3.2.1 Datenerhebung
3.2.1.1 Sampling
3.2.1.2 Gruppendiskussion
3.2.1.3 Transkription
3.2.2 Auswertungsmethode
3.3 Ergebnisse der empirischen Analyse
3.3.1 Warum Videos bevormunden können
3.3.2 Warum Videos kränken können
3.3.3 Warum Versicherungen verunsichern können
3.3.4 Zusammenfassung – Wissen als Grundlage für die Bedeutungsgenerierung
4. Konklusion aus Theorie und Empirie: Die überschätzte Macht des Visuellen
4.1 Der perzeptorische Umgang mit Videos
4.2 Bedeutung für die visuelle Unternehmenskommunikation
5. Fazit und Ausblick
5.1 Kritische Würdigung
5.2 Implikation für die Forschung
Die Arbeit untersucht das Phänomen Video in der Unternehmenskommunikation mit dem Ziel zu klären, inwiefern Unternehmen durch Visualisierungen Einfluss auf die Wissensstrukturen von Rezipienten nehmen können. Dabei wird insbesondere der Prozess der Bedeutungsgenerierung analysiert und hinterfragt, ob die in der Werbepraxis häufig unterstellte starke Wirkung von Bewegtbildern empirisch haltbar ist.
2.3.1 Was ist ein Bild?
In diesem Kapitel wird eine kurze Definition des Bildes geliefert, die grundlegend für die vorliegende Arbeit ist. Zuerst wird jedoch kurz die Geschichte des Bildes (Pictoral Turn) erläutert, um die empirische Bedeutung dessen herauszuarbeiten.
Der Kunsthistoriker Mitchell erläuterte 1992 mit seinem Beitrag zum Pictoral Turn die Wende hin zum Bild und weg von einer linguistisch geprägten Wissenschaft. Auch Boehm zählt mit seinen Ausführungen zum Iconic Turn zu den Leitfiguren dieses Umbruchs. Im Aufbau ihrer Ausführungen orientieren sich beide am Linguistic Turn. Dieser wurde im Jahr 1967 durch Rorty bekannt und beschreibt eine allgemeine Hinwendung zum Gebrauch der Sprache. Wissenschaftler forderten eine genauere Untersuchung der sprachlichen Verwendungsformen und stellten die Objektivität der Sprache infrage. Es kam zu der Annahme, dass Wissen und Erkenntnis in der Sprache ihren Ausdruck finden und durch diese strukturiert würden.
In den 1960er-Jahren erreichte der Linguistic Turn auch die Soziologie. Aus dieser Entwicklung heraus entstand die Sprachsoziologie. Mit ihr wurde in der Wissenschaft verstärkt der Fokus auf die Sprache gelegt, „deren Erforschung alleine es ermöglichen sollte, die Probleme der Erkenntnis, des Handelns und damit auch der gesellschaftlichen Ordnung zu analysieren“.
1. Was ist hier eigentlich los und was ist die Frage?: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung von Video-Inhalten in der Unternehmenskommunikation und stellt die zentrale Forschungsfrage nach der Einflussnahme auf die Wissensstrukturen der Rezipienten.
2. Konzeptioneller Rahmen der empirischen Erhebung: Dieser theoretische Teil diskutiert die Rolle der Medien in der modernen Gesellschaft, klassische Wirkungsmodelle sowie bildwissenschaftliche und wissenssoziologische Ansätze zur Bedeutung von Visualisierungen.
3. Empirische Erhebung: Hier wird das Forschungsobjekt (ein HDI-Versicherungsvideo) vorgestellt und mittels einer Inhaltsanalyse sowie Gruppendiskussionen untersucht, wie Rezipienten das Video interpretieren.
4. Konklusion aus Theorie und Empirie: Die überschätzte Macht des Visuellen: Dieser Teil verknüpft Theorie und Empiriergebnisse, wobei die Erkenntnis gewonnen wird, dass die Wirkung von Videos stark vom Rezipienten und der Thematik abhängt und die "Macht" des Visuellen oft überschätzt wird.
5. Fazit und Ausblick: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse, einer kritischen Selbstreflexion der gewählten Methodik und gibt Impulse für zukünftige Forschungsansätze.
Visuelle Unternehmenskommunikation, Video, Mediatisierung, Theatralität, Bildwissenschaften, Visuelle Wissenssoziologie, Wissensstrukturen, Rezeptionsanalyse, Storytelling, Habitus, Gruppendiskussion, Grounded Theory, HDI, Versicherungswerbung, Involvement.
Die Arbeit untersucht das Phänomen Video und die Möglichkeiten von Unternehmen, durch Visualisierungen auf die Wissensstrukturen der Zielgruppe einzuwirken.
Zu den Schwerpunkten gehören Medientheorien, Bildwissenschaften, die Rolle von Wissen in der Kommunikation sowie die empirische Untersuchung von Rezeptionsprozessen.
Die zentrale Forschungsfrage lautet: Inwiefern können Videos in die Wissensstrukturen des Rezipienten eingreifen?
Die Autorin wählt einen qualitativen Forschungsansatz. Konkret wird das Forschungsobjekt durch Gruppendiskussionen erhoben und die Daten werden mittels der Grounded Theory ausgewertet.
Der Hauptteil gliedert sich in einen umfassenden theoretischen Rahmen zu Mediatisierung, Theatralität und Wissenssoziologie sowie eine empirische Untersuchung anhand eines Werbevideos der HDI Versicherung.
Wichtige Begriffe sind visuelle Wissenssoziologie, Bedeutung von Visualität, Bewegtbild, Rezeptionsgewohnheiten und der Habitus-Begriff nach Bourdieu.
Versicherungsprodukte sind immateriell und emotional komplex. Dies bietet laut Autorin eine ideale Grundlage, um zu untersuchen, wie Rezipienten mit medialen Botschaften umgehen, wenn sie ihr Alltagswissen aktivieren.
Die Analyse zeigt, dass das Video als "bevormundend" oder "unpassend" wahrgenommen wurde, da die subjektiven Wissensstrukturen und Vorerfahrungen der Probanden die Botschaft kritisch filterten oder ablehnten.
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