Bachelorarbeit, 2016
81 Seiten, Note: 15,5/20
1. Einleitung/Themenbeschreibung
2. Linguistische Rahmenbedingungen
2.1. Definition für ‚Fremdwort’ und ‚Anglizismus’
2.1.1. Das Fremdwort
2.1.2. Der Anglizismus
2.2. Welche Gründe für englische Spracheinflüsse gibt es?
3. Verwendung von Fremdwörtern
3.1. Triglossie: Sprachsituation in Luxemburg
3.2. Pressesprache(n) in Luxemburg
4. Anglizismen im Luxemburger Wort
4.1. Luxemburger Wort als Publikationsorgan
4.2. Häufigkeit und Art des Gebrauchs von Anglizismen
4.3. Unterschiedlicher Gebrauch bei verschiedenen Themen
4.4. Resultate
5. Anglizismen im Spiegel
5.1. Spiegel als Publikationsorgan
5.2. Häufigkeit und Art des Gebrauchs von Anglizismen
5.3. Unterschiedlicher Gebrauch bei verschiedenen Themen
5.4. Resultate
6. Schlussfolgerung
Die vorliegende Arbeit untersucht kontrastiv den Gebrauch von Anglizismen in der deutschen Pressesprache anhand des Wochenmagazins Spiegel und der luxemburgischen Tageszeitung Luxemburger Wort, um Unterschiede in der Verwendung sowie den Einfluss landesspezifischer Faktoren und Medienkontexte zu analysieren.
1. Einleitung/Themenbeschreibung
„Fällt von ungefähr ein fremdes wort in den brunnen einer sprache, so wird es solange darin umgetrieben, bis es ihre farbe annimmt und seiner fremden art zum trotze wie ein heimisches aussieht.“¹
Die Frage, die sich zu dieser Aussage Jakob Grimms stellt, ist, ob es überhaupt adäquat ist eine andere Sprache als die seine mit dem Schlagwort ‚fremd’ zu behaften. Wäre nicht eher davon auszugehen, dass sich die Sprachen gegenseitig ergänzen und miteinander harmonieren? Wie weit muss eine Recherche nach der Herkunft eines Begriffs zurückgreifen, um herauszufinden, wo die Wurzeln einer Redewendung, eines Ausdrucks oder eines Fachbegriffs liegen? Diese Bachelor-Abschlussarbeit wird sich damit befassen, wie und an welcher Stelle englische Einflüsse in der deutschen Sprache ihren Platz finden und ob es eventuell zu Unterschieden im deutschen öffentlichen Diskurs kommt. Konkret beläuft sich die Arbeit auf die kontrastive Analyse des unterschiedlichen Gebrauchs von Anglizismen in zwei, in ihren Ländern, großen Zeitungen. Zum einen handelt meine Analyse vom Gebrauch der Anglizismen im deutschen Wochenmagazin Spiegel und zum anderen wird erforscht, wie sich englische Einflüsse in der luxemburgischen Tageszeitung Luxemburger Wort manifestieren. Bestehen Unterschiede beim Gebrauch von Anglizismen im Standarddeutschen und dem Deutsch, welches in Luxemburg gesprochen bzw. geschrieben wird? Inwiefern ist der englische Einfluss auf die deutsche Pressesprache landesabhängig?
1. Einleitung/Themenbeschreibung: Einführung in die Problematik der Fremdwörter und Darstellung der Forschungsfragen hinsichtlich des Gebrauchs von Anglizismen im Vergleich zwischen Spiegel und Luxemburger Wort.
2. Linguistische Rahmenbedingungen: Theoretische Auseinandersetzung mit der Definition von Fremdwörtern und Anglizismen sowie eine historische Betrachtung der Gründe für englische Spracheinflüsse.
3. Verwendung von Fremdwörtern: Analyse der luxemburgischen Sprachsituation (Triglossie) und der dortigen Mediensprache vor dem Hintergrund des Sprachgesetzes.
4. Anglizismen im Luxemburger Wort: Vorstellung des Luxemburger Wort als Medium und Auswertung der empirischen Daten zum Gebrauch von Anglizismen in dieser Zeitung.
5. Anglizismen im Spiegel: Vorstellung des Spiegel als Medium und Auswertung der empirischen Daten zum Gebrauch von Anglizismen in diesem Wochenmagazin.
6. Schlussfolgerung: Synthese der Untersuchungsergebnisse und Beantwortung der Leitfragen zur Funktion und Frequenz von Anglizismen.
Anglizismen, Fremdwort, Sprachkontakt, Pressesprache, Spiegel, Luxemburger Wort, Hybridbildung, Eindeutschung, Soziolinguistik, Medienkonsum, Triglossie, Sprachwandel, Neologismen, Lehnwörter, Presse
Die Bachelorarbeit beschäftigt sich mit dem Einfluss englischer Wörter auf die deutsche Pressesprache und analysiert kontrastiv, wie sich dieser Einfluss in zwei verschiedenen Medien manifestiert.
Die zentralen Themen umfassen die linguistische Definition von Fremdwörtern, die historische Entwicklung des Anglizismen-Gebrauchs und die Analyse von zwei konkreten Medienhäusern unter Berücksichtigung sprachlicher und gesellschaftlicher Rahmenbedingungen.
Das primäre Ziel ist es, den Gebrauch und die Frequenz von Anglizismen im Spiegel sowie im Luxemburger Wort zu vergleichen und zu prüfen, ob Unterschiede in der Ausdrucksweise landesspezifisch oder medienabhängig sind.
Die Arbeit nutzt eine empirische Datenerhebung, bei der ausgewählte Ausgaben der Zeitungen in Papier- und Online-Form analysiert, Anglizismen klassifiziert und auf ihre Hybridbildung und Flexion untersucht wurden.
Im Hauptteil werden zunächst die linguistischen Grundlagen dargelegt, die Sprachsituation in Luxemburg erläutert und anschließend die empirischen Ergebnisse der Analyse beider Zeitungen, unterteilt nach Themenbereichen und Wortarten, detailliert vorgestellt.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Anglizismen, Pressesprache, Hybridbildung, Eindeutschungsprozesse, Mediensprache und soziolinguistische Aspekte.
Luxemburg ist durch ein komplexes triglossisches System geprägt, bei dem das Luxemburgische als Integrationssprache fungiert, während Deutsch und Französisch andere schriftsprachliche Funktionen übernehmen, was sich grundlegend vom monolingualen deutschen Umfeld unterscheidet.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass der Prozess der Vereinnahmung fremder Wörter stetig in Bewegung ist, oft unbewusst durch Journalisten erfolgt und die Anglizismen dabei als Träger für Signalfunktionen wie Modernität und technisches Know-how dienen.
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