Bachelorarbeit, 2015
77 Seiten, Note: 1,5
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung der Arbeit
1.3 Aufbau und Vorgehensweise der Arbeit
2. Rahmenbedingungen des Energieaudits
2.1 Informationen zum Unternehmen
2.2 Ziele des Energieaudits/ getroffene Vereinbarungen
2.3 Detaillierungsgrad und Anwendungsbereich des Energieaudits
2.4 Datenverfügbarkeit
3. Verbrauchsdaten
3.1 Energieverbrauchswerte
3.2 Anpassungsfaktoren
3.3 Informationen zu den wesentlichen Änderungen der letzten drei Jahren
3.4 Zu verwendende Werte für Leistungskennzahlen
4. Beschreibung der energetischen Situation
4.1 Ermittlung der Energiequellen
4.2 Ermittlung der Bereiche mit wesentlichem Energieverbrauch
4.3 Beurteilung der bisherigen energetischen Situation des Unternehmens im Bezug auf den Energieeinsatz und -verbrauch
5. Analyse der Verbrauchsdaten
5.1 Einleitende Analyse der Energiebilanz
5.2 Aufschlüsselung der gelieferten Energie nach Energieträger hinsichtlich Verbrauch, Kosten und Emissionen
5.3 Energieleistungskennzahlen
5.4 Analyse der Gebäudehülle
5.4.1 U-Wert
5.4.2 Wärmeträgheit des Gebäudes
5.4.3 Sonnenschutz
5.4.4 Luftdichtheit
5.4.5 Verbindungsstellen
5.5 Analyse des Nutzerverhaltens der Mitarbeiter
5.6 Bewertungen der Leistungskennzahlen, des Nutzerverhaltens und der Gebäudehülle
6. Aufstellung und Bewertung von Maßnahmen
6.1 Erstellung von Energieeinsparmaßnahmen
6.2 Wirtschaftlichkeitsbetrachtung der Maßnahmen
6.3 Handlungsempfehlung
7. Fazit
Diese Arbeit dient als Leitfaden für die Erstellung eines Energieauditberichts nach DIN EN 16247, mit einem spezifischen Fokus auf die Untersuchung von Gebäuden anhand des Objekts der Hertener Stadtwerke GmbH. Ziel ist es, durch die Erfassung von Energieflüssen und die Anwendung von Leistungskennzahlen energetische Einsparpotenziale zu identifizieren, diese wirtschaftlich zu bewerten und konkrete Handlungsempfehlungen zur Verbrauchsreduzierung abzuleiten.
1.1 Problemstellung
Deutschland befindet sich im Wandel. Die Energiewende wurde 2010 eingeleitet, um eine der energieeffizientesten und umweltschonendsten Volkswirtschaften der Welt zu werden. Damit dieses Ziel erreicht werden kann, wurden 2011 weitere Eckpunkte beschlossen. Die Energiewende wird an zwei wesentlichen Säulen festgemacht: zum einen der Ausbau von erneuerbaren Energien und zum anderen der sorgsame Umgang mit der Energie, die sogenannte Energieeffizienz. Im Jahr 2050 soll der Stromverbrauch im Vergleich zum Jahr 2008 zu 80 Prozent durch erneuerbare Energien gedeckt sowie gleichzeitig der Primärenergieverbrauch um die Hälfte reduziert werden.
In der Abbildung ist der Verlauf des Primärenergieverbrauches in Petajoule für die Jahre 1990 bis 2014 aufgetragen. Dieser war 2014 in Deutschland auf dem niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung. Einen großen Einfluss darauf hatte die milde Witterung. Nach der Wiedervereinigung wurde der deutsche Energieverbrauch stark durch den wirtschaftlichen Umbruch in den neuen Bundesländern geprägt. Ab 1995 verlief die Verbrauchsentwicklung dann relativ konstant. Seit dem Jahr 2006 ist ein deutlich rückläufiger Trend zu beobachten.
Um den Primärenergieverbrauch weiter zu senken, wurde am 4. Dezember 2012 die EU-Energieeffizienz-Richtlinie (EED) beschlossen. Der Artikel 8 Absatz 4 der EED verpflichtet alle Mitgliedstaaten dazu, die Durchführung von Energieaudits in ihren nationalen Rechtsformen zu verankern. Daraufhin wurde das Energiedienstleistungsgesetz (EDL-G) vom 4. November 2010 geändert. Die Transformation von EU-Recht erfolgte durch die Neufassung, die am 22. April 2015 in Kraft getreten ist.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik der Energiewende ein und erläutert die gesetzlichen Anforderungen an Energieaudits nach der EED und dem EDL-G, sowie die Zielsetzung der Arbeit als Leitfaden.
2. Rahmenbedingungen des Energieaudits: Hier werden die organisatorischen Aspekte, Ziele und die notwendigen Basisinformationen für ein Energieaudit gemäß DIN EN 16247 definiert.
3. Verbrauchsdaten: Dieses Kapitel behandelt die Bereitstellung, Plausibilisierung und Bereinigung von Verbrauchsdaten sowie die Identifikation relevanter Bezugsgrößen.
4. Beschreibung der energetischen Situation: Es wird die Methode zur Ermittlung von Energiequellen und die Zonierung des Gebäudes zur Systemabgrenzung für die Energieanalyse beschrieben.
5. Analyse der Verbrauchsdaten: Dieser Hauptteil analysiert die Energiebilanz, Energiekennzahlen, die energetischen Eigenschaften der Gebäudehülle sowie das Nutzerverhalten der Mitarbeiter.
6. Aufstellung und Bewertung von Maßnahmen: Hier werden konkrete Energieeffizienzmaßnahmen entwickelt und deren Wirtschaftlichkeit mittels Investitionsrechnungen wie der Kapitalwertmethode bewertet.
7. Fazit: Das Fazit reflektiert den Energieauditprozess und resümiert die Notwendigkeit von unterstützender Software für eine effiziente Auditdurchführung.
Energieaudit, DIN EN 16247, Energieeffizienz, Energiewende, Gebäudeanalyse, Energiebilanz, Leistungskennzahlen, Gebäudehülle, Wirtschaftlichkeitsbetrachtung, Investitionsrechnung, Energieverbrauch, CO2-Emissionen, Wärmedämmung, Zonierung, Energiedienstleistungsgesetz.
Die Arbeit dient als praktischer Leitfaden für die Durchführung und Berichterstattung eines Energieaudits nach DIN EN 16247 für ein Nichtwohngebäude, am Beispiel einer Liegenschaft der Hertener Stadtwerke.
Die zentralen Felder sind die energetische Bilanzierung, die Analyse der Gebäudehülle hinsichtlich thermischer Eigenschaften sowie die ökonomische Bewertung von Energieeffizienzmaßnahmen.
Ziel ist es, ein systematisches Vorgehen für ein gesetzeskonformes Energieaudit aufzuzeigen und durch konkrete Kennzahlen Einsparpotenziale bei Betrieb und Instandhaltung zu identifizieren.
Es werden methodische Vorgaben der DIN EN 16247 sowie der DIN V 18599 (Gesamtenergiebilanz) angewendet, ergänzt durch Investitionsrechnungsverfahren zur wirtschaftlichen Beurteilung.
Der Hauptteil umfasst die detaillierte Datenerfassung, die energetische Zonierung, die Bestimmung von Leistungskennzahlen, die bauphysikalische Untersuchung der Gebäudehülle und die Berechnung von Einsparmaßnahmen.
Energieaudit, Energieeffizienz, DIN EN 16247, Gebäudeanalyse, Wirtschaftlichkeitsbetrachtung und Investitionsrechnung.
Die Zonierung nach DIN V 18599 dient der idealisierten Abbildung des Gebäudes, um Räume mit gleicher Nutzung und ähnlichem Energiebedarf präziser bilanzieren zu können.
Der Autor verwendet dynamische Investitionsrechnungsverfahren, insbesondere die Kapitalwertmethode und die dynamische Amortisationszeit, um die Profitabilität langfristiger Effizienzmaßnahmen zu beurteilen.
Die Gebäudehülle ist für einen Großteil der Transmissionswärmeverluste verantwortlich; eine Analyse von U-Werten, Wärmebrücken und Sonnenschutz bildet die Grundlage für gezielte energetische Optimierungen.
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