Bachelorarbeit, 2015
69 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Gang der Untersuchung
2 Kaufentscheidungsprozesse des Konsumenten
2.1 Ansatzmodelle zur Erforschung von Kaufentscheidungsprozessen
2.2 Typologien der Kaufentscheidungsprozesse
2.3 Psychologische Prozesse und ihr Einfluss in den Kaufentscheidungsarten
2.3.1 Psychologische Einflüsse bei extensiven Kaufentscheidungen
2.3.2 Psychologische Einflüsse bei limitierten Kaufentscheidungen
2.3.3 Psychologische Einflüsse bei habitualisierten Kaufentscheidungen
2.3.4 Psychologische Einflüsse bei impulsiven Kaufentscheidungen
3 Impulskäufe
3.1 Definitionsansätze in der Konsumentenforschung
3.2 Impulskäufe und das Stimulus-Response-Paradigma
3.3 Impulskäufe und das Stimulus-Organism-Response-Paradigma
3.4 Beteiligte Prozesse und ihre Wirkung auf impulsive Kaufentscheidungen
3.5 Entstehungsfaktoren impulsiver Kaufentscheidungen
3.5.1 Reizsituation als Auslöser von Impulsivität
3.5.2 Psychische Prozesse als Auslöser von Impulsivität
3.5.2.1 Wirkung aktivierender und emotionaler Prozesse
3.5.2.2 Wirkung motivationaler Prozesse
3.6 Impulskaufarten
4 Zusammenfassung und Ausblick
4.1 Diskussion und Zusammenfassung
4.2 Ausblick auf zukünftige Untersuchungsmöglichkeiten
Die Arbeit untersucht die Entstehung und Bedeutung von Impulskäufen in der Konsumgüterbranche. Das primäre Ziel ist es, Impulskäufe von anderen Kaufentscheidungsprozessen abzugrenzen, die These der Gleichsetzung mit ungeplanten Käufen zu überprüfen sowie die beeinflussenden Faktoren und psychologischen Mechanismen der Impulsivität zu analysieren.
3.1 Definitionsansätze in der Konsumentenforschung
In der Konsumentenforschung herrscht seit Beginn der Untersuchungen über die Impulskäufe weitgehend Uneinigkeit über eine genaue, allgemeingültige Definition des Begriffes. Dies zeigt sich in den unterschiedlichen Definitions-Ansätzen:
Gemäß Applebaum (1951, S.176) sind Impulskäufe als solche Käufe anzusehen, die vor dem Betreten eines Geschäftes durch den Konsumenten nicht geplant wurden. Sie entstehen erst im Geschäft und werden durch Reize ausgelöst. Entsprechende Reize können dabei durch verkaufsfördernde Ladengestaltung entstehen.
Scherhorn (1960, S.97) bezeichnet impulsives Kaufverhalten als unmittelbares, automatisch ablaufendes Verhalten, was ungeplant abläuft und dem kein vorangegangenes Bedürfnis zugeschrieben werden kann. Das Bedürfnis entwickelt sich hierbei erst nachträglich durch den erfolgten Reiz.
Nach Kollat und Willett (1967, S.29 ff.) laufen Impulskäufe ungeplant ab, ohne dass vor dem Kauf ein Bedürfnis durch den Kunden verspürt wird. Das Bedürfnis tritt erst unmittelbar vor dem Kauf auf und führt schließlich zur Kaufhandlung.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Impulskäufe in der Konsumgüterbranche ein, skizziert die Problemlage und definiert die zentralen Forschungsfragen der Arbeit.
2 Kaufentscheidungsprozesse des Konsumenten: Hier werden theoretische Modelle und Typologien von Kaufentscheidungen vorgestellt, wobei ein besonderer Fokus auf den psychologischen Prozessen im Organismus liegt.
3 Impulskäufe: Dieses Hauptkapitel analysiert den Impulskauf als spezielles Phänomen, diskutiert verschiedene Definitionsansätze sowie deren Entstehungsfaktoren und psychologische Grundlagen.
4 Zusammenfassung und Ausblick: Dieses Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf künftige Forschungsmöglichkeiten im Bereich der Impulskauf-Thematik.
Impulskauf, Konsumgüterbranche, Kaufentscheidungsprozess, Impulsivität, Stimulus-Organism-Response, Reizsituation, Marketing, Konsumentenforschung, psychologische Prozesse, affektive Prozesse, kognitive Prozesse, reaktive Prozesse, Kaufverhalten, Handelsmarketing, Kaufabsicht.
Die Bachelorarbeit analysiert die Entstehung, Abgrenzung und Bedeutung von Impulskäufen innerhalb der Konsumgüterbranche aus theoretischer und empirischer Perspektive.
Zentrale Themen sind die Typologien von Kaufentscheidungsprozessen, die Anwendung psychologischer Paradigmen (insbesondere S-O-R), sowie die Faktoren, die Impulskäufe auslösen.
Das Hauptziel ist es, ein besseres Verständnis für impulsive Kaufentscheidungen zu schaffen, diese von anderen Kaufarten abzugrenzen und zu hinterfragen, ob sie lediglich mit ungeplanten Käufen gleichzusetzen sind.
Die Arbeit basiert auf einer intensiven Auswertung von Fachliteratur, wissenschaftlichen Zeitschriftenartikeln und der Diskussion empirischer Studien.
Der Hauptteil gliedert sich in die Erläuterung der allgemeinen Kaufentscheidungsprozesse sowie die tiefgehende, spezifische Betrachtung des Impulskaufs, seiner Entstehungsfaktoren und psychologischen Auslöser.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Impulsivität, S-O-R-Paradigma, kognitive/affektive/reaktive Prozesse sowie Konsumentenverhalten definiert.
Während gewohnheitsmäßige Entscheidungen auf vorgefestigten Verhaltensmustern basieren, ist der Impulskauf situationsabhängig und weist eine geringere kognitive Kontrolle auf.
Basierend auf Studien, insbesondere denen von Dahlhoff, kommt der Autor zu dem Ergebnis, dass Impulskäufe nicht generell mit ungeplanten Käufen gleichzusetzen sind, sondern nur einen kleinen Teil dieser ausmachen.
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