Masterarbeit, 2015
82 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Allgemeine Einführung und Themenvorstellung
1.2 Ziel der Arbeit, Eingrenzung des Themengebietes und Erläuterung der Kernfrage
2 Berufliche und akademische Bildung in Deutschland
2.1 Begriffsbestimmungen und -definitionen
2.1.1 Berufliche Bildung und duale Ausbildung
2.1.2 Akademischer Bildungsbereich
2.1.3 Zugänge und Übergange im Berufsbildungssystem
2.2 Statistische Daten zur beruflichen und akademischen Bildung
2.2.1 Statistische Daten der Berufsbildung
2.2.2 Statistische Daten der akademischen Bildung
2.2.3 Statistische Prognosen zu Schulabsolventen und Studienanfängern
2.2.4 Prognosen zum Übergang der Schulabsolventen in den beruflichen und akademischen Bildungsbereich
2.3 Definition, Häufigkeit und Ursachen für Studienabbrüche
2.3.1 Definition und statistische Daten zu Studienabbrüchen
2.3.2 Ursachen, Motive und Zeitpunkt von Studienabbrüchen
2.3.3 Beruflicher Verbleib von Studienabbrechern
3 Durchlässigkeit zwischen akademischer und beruflicher Bildung
3.1 Das Deutsche „Bildungs-Schisma“
3.2 Durchlässigkeit zwischen den Systemen im Kontext des Deutschen und Europäischen Qualifikationsrahmens
3.3 Rechtliche Rahmenbedingungen für Anrechnungsverfahren
3.4 Vergleich verschiedener Modelle des Übergangs von der akademischen in die berufliche Bildung
3.4.1 Modell „Switch“ – IHK Aachen
3.4.2 Modell „Finish-IT“ – Cyberforum / IHK Karlsruhe
3.4.3 Modellregion „Bildungsweichen“ – Karlsruhe
3.4.4 Zwischenfazit der dargestellten Modellen
4 Anrechnung von im Studium erworbenen Kompetenzen
4.1 Annäherung an den Kompetenzbegriff
4.1.1 Kompetenzbegriff in der Pädagogik und Erziehungswissenschaft
4.1.2 Verwendung des Kompetenzbegriffs in der beruflichen und akademischen Bildung
4.2 Berufliche und akademische Kompetenzen – Übereinstimmungen und Unterschiede
4.3 Methoden und Modelle zur Anrechnung erworbener Kompetenzen für die berufliche Bildung am Beispiel von ANKOM
4.3.1 Grundlagen zum Äquivalenzbeurteilungs- und Anrechnungsverfahren
4.3.2 Äquivalenzbeurteilung für pauschale Anrechnungsverfahren
4.3.3 Äquivalenzbeurteilung für individuelle Anrechnungsverfahren
5 Zusammenfassung und Ausblick
5.1 Fazit und Kritik der Ergebnisse
5.2 Zukünftige und neue Herausforderungen für das Themengebiet
Die Arbeit untersucht die Durchlässigkeit zwischen akademischer und beruflicher Bildung in Deutschland, mit einem Fokus auf die Integration von Studienabbrechern in das duale Berufsbildungssystem. Dabei wird analysiert, wie durch Anrechnungsverfahren für im Studium erworbene Kompetenzen Übergänge erleichtert und Studienabbrecher als Fachkräfte für den Arbeitsmarkt gewonnen werden können.
1.1 Allgemeine Einführung und Themenvorstellung
Der rasante Wandel der deutschen Gesellschaft bedingt durch die Industrialisierung und den technologischen Fortschritt sowie dem damit verbundenen Wandel der Wirtschaftsstruktur von der Industrie- hin zur Dienstleistungsgesellschaft sind Bausteine für den bereits begonnenen Wandel im Beschäftigungssystem Deutschlands. Damit einhergehend verändern sich auch die notwendigen Tätigkeitsprofile am Arbeitsmarkt sowie die Anforderungen an Kompetenzen und Fähigkeiten von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Unternehmen. Das Bildungssystem in Deutschland, das bis dato nach der allgemeinbildenden Schule auf den beiden Säulen der dualen Berufsausbildung und der akademisch, wissenschaftlichen Bildung beruht und sich bewährt hat, steht vor größeren strukturellen Umbrüche.
Liefen beide Systeme jahrzehntelang weitgehend parallel und unverändert nebeneinander, so müssen sie sich zunehmend auf sich schneller veränderte Rahmenbedingungen und ganz neue äußere Anforderungen einstellen. Ein stärkeres aufeinander Zugehen und die Abstimmung bis hin zur Integration der beruflichen Ausbildung in der Hochschulbildung in sogenannten hybriden Ausbildungs- und Studienmodellen wird prognostiziert. Nicht zuletzt auch auf Grund der veränderten Erwartungen der Gesellschaft, des allgemeinen Trends zu Höherqualifizierungen welche höhere Studienquoten bedingt und unter dem Begriff „academic drift“ in aller Munde, ist die zunehmende Akademisierung einer Vielzahl von Ausbildungsberufen sowie die steigende Komplexität von Aufgaben und Tätigkeiten in der Berufspraxis allen voran in den technischen und informationstechnischen Berufen zu nennen.
1 Einleitung: Stellt das Thema des Studienabbruchs in Deutschland vor und umreißt die Zielsetzung der Arbeit sowie die methodische Vorgehensweise.
2 Berufliche und akademische Bildung in Deutschland: Liefert einen Überblick über die beiden Bildungssysteme, statistische Daten zu Entwicklungen und Studienabbrüchen sowie den Verbleib von Studienabbrechern.
3 Durchlässigkeit zwischen akademischer und beruflicher Bildung: Analysiert das "Bildungs-Schisma", rechtliche Rahmenbedingungen und vergleicht beispielhafte Modelle für den Übergang in die berufliche Bildung.
4 Anrechnung von im Studium erworbenen Kompetenzen: Erörtert theoretische Grundlagen des Kompetenzbegriffs und detaillierte methodische Ansätze zur Anrechnung erworbener Fähigkeiten auf Ausbildungen.
5 Zusammenfassung und Ausblick: Kritische Reflexion der Ergebnisse und Diskussion zukünftiger Herausforderungen für das Themengebiet.
Studienabbruch, Durchlässigkeit, Berufsbildung, Akademische Bildung, Anrechnungsverfahren, Kompetenzbegriff, Qualifikationsrahmen, Duale Ausbildung, Fachkräftebedarf, Bologna-Prozess, Lebenslanges Lernen, Bildungs-Schisma, Äquivalenzbeurteilung, ANKOM, Karriereweg
Die Arbeit analysiert die Durchlässigkeit zwischen dem akademischen und dem dualen beruflichen Bildungssystem in Deutschland und den Übergang von Studienabbrechern in eine berufliche Ausbildung.
Die Arbeit umfasst die statistische Analyse von Studienabbrüchen, die strukturelle Trennung der Bildungssysteme (Bildungs-Schisma), rechtliche Anrechnungsmöglichkeiten sowie die Entwicklung und Evaluierung von Übergangsmodellen.
Das Hauptziel ist die Untersuchung von Methoden und Möglichkeiten zur Integration von Studienabbrechern in das duale Berufsbildungssystem durch die Anrechnung von im Studium erworbenen Kompetenzen.
Die Autorin stützt sich auf eine fundierte Literaturrecherche, die Analyse amtlicher Statistiken sowie die Auswertung von Expertenwissen aus ihrer Tätigkeit bei der IHK Karlsruhe.
Der Hauptteil behandelt die statistischen Hintergründe, die strukturelle Problematik der Systemtrennung, rechtliche Grundlagen für Anrechnungen sowie spezifische Modelle wie "Switch", "Finish-IT" und "Bildungsweichen".
Die zentralen Schlagworte sind Studienabbruch, Durchlässigkeit, Berufsbildung, Anrechnung, Kompetenzfeststellung und duales System.
„Switch“ ermöglicht eine pauschale Verkürzung der Ausbildungsdauer für Studienabbrecher durch die Anerkennung von Studienleistungen und bietet zudem spezielle Schulklassen an, was den Übergang in die Praxis deutlich beschleunigt.
ANKOM gilt als Wegbereiter für Verfahren zur Anrechnung beruflicher Vorbildung auf ein Studium und dient als theoretische sowie methodische Basis für die in der Arbeit diskutierten Anrechnungsmodelle.
Die Verfasserin ist dort beruflich tätig, was ihr ermöglichte, Einblicke in regionale Programme, Studienabbrecher-Befragungen und die praktische Arbeit bei der Gestaltung von Übergängen zu gewinnen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

