Diplomarbeit, 2010
48 Seiten, Note: 2,7
Einführung
Die ursprünglichen Religionen Koreas
Der Schamanismus
Der Buddhismus in Korea
Der Konfuzianismus
Die Geschichte des Christentums in Südkorea
Die Min- Chung- Theologie
Überblick über die verschiedenen christlichen Konfessionen und Verbände
Die Situation der Christen in Nordkorea
Der lange Weg zum koreanischen protestantischen Gesangbuch
Querschnitt durch die in Korea erhältlichen Zeitschriften für Musik und Kirchenmusik
Koreanische Komponisten
Die Orgellandschaft
Einige Beispiele für bedeutende deutsche Orgelbauten in Korea:
Sung- Hoon Hong, ein koreanischer Orgelbaumeister
Handglockenchöre in Korea
Die Stellung der Kirchenmusik in Südkorea
Die kirchenmusikalische Ausbildung
Perspektiven
Entwicklung der kirchlichen Musikkultur
Probleme und Erfordernisse
Ausblick auf künftige Entwicklungen
Schlusswort
Diese Arbeit untersucht die Stellung der Kirchenmusik in Korea, wobei der Fokus auf der musikpraktischen Anwendung, den relevanten Publikationen sowie zukünftigen Perspektiven liegt. Ziel ist es, die Etablierung des Christentums in Korea in den Kontext seiner musikalischen Ausprägung zu setzen, um ein Verständnis für die kulturellen Herausforderungen und die Rolle der Musik innerhalb der koreanischen Kirchengemeinden zu gewinnen.
Die Min- Chung- Theologie
Sie entwickelten die sog. „Min- chung- Theologie“ („Min- chung“ heißt „Volk“) als Kirche des Volkes und der Armen, die nicht das subjektive Gotteserlebnis zum Ziel hatte, sondern die Erfahrung der Gleichheit und Gemeinschaft im Leid. Die Bibel wurde dabei zum Leitfaden für rechtes Handeln. Die Predigten waren weniger abstrakt ausgerichtet als vielmehr auf persönliche Erlebnisse des Leidens. Der Alltag der Gläubigen wurde zum Thema der Gottesdienste. Auch die Gebete wurden dadurch viel persönlicher.
Die „Min- chung- Theologie“ wird auch als die „Theologie des Erzählens“ bezeichnet, weil sie die im Christentum lange vernachlässigte Form des Erzählens wieder in den Gottesdienst eingliedert und der Schriftlesung mindestens gleichstellt. Die armen, unterdrückten und entmachteten Menschen, die Figuren des Evangeliums also, werden zu den Trägern des Gottesdienstes. Die Min- Chung- Theologie macht darauf aufmerksam, das gerade die Bibel hauptsächlich aus Erzählungen besteht. Besonders wegen der vielen leidvollen Erfahrungen des koreanischen Volkes in der jüngeren Vergangenheit konnten sich die Koreaner mit dem Christentum leicht identifizieren.
Einführung: Der Abschnitt skizziert die religiöse Landschaft Koreas und die historische Einbettung des Christentums unter Berücksichtigung nationaler Krisen und der Missionstätigkeit.
Die ursprünglichen Religionen Koreas: Dieses Kapitel erläutert die prägenden Einflüsse von Schamanismus, Buddhismus und Konfuzianismus auf das gesellschaftliche und kulturelle Leben Koreas.
Die Geschichte des Christentums in Südkorea: Hier wird der historische Verlauf der christlichen Missionierung und die Entwicklung hin zu einer einflussreichen religiösen und politischen Kraft beschrieben.
Der lange Weg zum koreanischen protestantischen Gesangbuch: Die Darstellung dokumentiert die Bemühungen zur Vereinheitlichung von Liedgut und Texten sowie die kulturelle Funktion des Gesangbuches für die koreanische Bevölkerung.
Querschnitt durch die in Korea erhältlichen Zeitschriften für Musik und Kirchenmusik: Eine Übersicht über die Medienlandschaft, die junge Musiker fördert und die Verbreitung von (Kirchen-)Musik unterstützt.
Die Orgellandschaft: Dieser Teil beschreibt den Import europäischer Orgelbautraditionen und die Rolle von Orgelbaumeistern wie Sung-Hoon Hong in Korea.
Die Stellung der Kirchenmusik in Südkorea: Das Kapitel analysiert den aktuellen Stand der kirchenmusikalischen Ausbildung und die noch geringe Etablierung eigener, authentischer Traditionen.
Perspektiven: Ein Ausblick auf die künftige Entwicklung, der die finanzielle Autarkie der Gemeinden und die Diskrepanz zwischen musikalischer Praxis und tiefgreifender theologischer Verankerung beleuchtet.
Kirchenmusik, Korea, Christentum, Gesangbuch, Min-Chung-Theologie, Orgelbau, Missionierung, Gottesdienst, koreanische Kirchen, Gemeindemusik, Tradition, Moderne, Ausbildung, religiöse Kultur, Chormusik
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und der aktuellen Situation der Kirchenmusik in Korea, unter Berücksichtigung historischer, religiöser und soziokultureller Faktoren.
Zentrale Themen sind die Geschichte der christlichen Konfessionen in Korea, die Entwicklung des protestantischen Gesangbuches sowie die Infrastruktur der Musikvermittlung und des Orgelbaus.
Das Ziel ist es, nachzuzeichnen, wie sich das Christentum und die damit verbundene Kirchenmusik in Korea etabliert haben und welche Herausforderungen für eine eigenständige Musikkultur bestehen.
Die Arbeit basiert auf einer historischen Analyse und einer deskriptiven Darstellung der kirchenmusikalischen Praxis, basierend auf Literatur und persönlichen Beobachtungen des Autors.
Der Hauptteil gliedert sich in historische Grundlagen, eine Analyse der Gesangbuch-Entwicklung, Beschreibungen der Orgellandschaft und der aktuellen kirchenmusikalischen Ausbildung.
Wichtige Begriffe sind Kirchenmusik, Korea, Gesangbuch, Min-Chung-Theologie und die Rolle von missionarisch geprägter Kirchenmusik.
Der Orgelbau dient oft als Statussymbol. Da es lange keinen eigenen Orgelbau gab, wurden Instrumente vorzugsweise aus Deutschland importiert, um repräsentative Standards zu setzen.
Es gibt keine Kirchensteuer; die Gemeinden finanzieren sich vollständig über Spenden ihrer Mitglieder, was den Kirchen eine hohe finanzielle Autarkie, aber auch eine starke Abhängigkeit von großzügigen Spendern verleiht.
Der Autor kritisiert eine zunehmende Instrumentalisierung der Musik zum Zwecke der Selbstdarstellung und der "Seelenfängerei" anstelle einer tiefgehenden, vom Glauben getragenen musikalischen Verkündigung.
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