Bachelorarbeit, 2016
44 Seiten, Note: 1,3
1. Hinführung
2. Sprachentwicklung von Kindern
2.1. Begriffsbestimmungen
2.2. Typische und atypische Spracherwerbsentwicklungen
3. Konzepte
3.1. Hören, Lauschen, Lernen
3.1.1. Theoretische Fundierung
3.1.2. Programmbeschreibung und Struktur
3.1.3. Materialien und Kosten von Hören, Lauschen, Lernen
3.2. KIKUS
3.2.1. Theoretische Fundierung
3.2.2. Programmbeschreibung und Struktur
3.2.3. Materialien und Kosten der KIKUS-Förderung
4. Vergleich der Konzepte
4.1. Kriterien für die Auswahl der geförderten Kinder
4.2. Vergleich der Programmstruktur
4.3. Empirische Evaluationen hinsichtlich der Wirksamkeit
4.4. Wirksamkeit der Förderprogramme bei Kindern nichtdeutscher Erstsprache
5. Resümee
Die Arbeit untersucht und vergleicht die zwei Sprachförderprogramme „Hören, Lauschen, Lernen“ und „KIKUS“ hinsichtlich ihrer theoretischen Basis, ihrer Struktur, ihrer diagnostischen Anforderungen sowie ihrer Wirksamkeit bei der Vorbereitung von Kindern auf die Grundschule, mit besonderem Fokus auf Kinder nichtdeutscher Erstsprache.
3.1. Hören, Lauschen, Lernen
Bei den Würzburger Trainingsprogrammen, zu welchen Hören, Lauschen, Lernen 1 und Hören, Lauschen, Lernen 2 gehören, handelt es sich um sprachstrukturelle Förderprogramme, die sich auf die Förderung eines Teilbereiches der Sprache, der phonologischen Bewusstheit, spezialisiert haben (vgl. Bunse, 2008, S. 158). Das präventive Trainingsprogramm beruft sich auf ein Vorschulprogramm aus Skandinavien, welches für den deutschen Sprachraum angepasst wurde (vgl. Schneider, Visé, Reimers & Blaesser, 1994, S. 178). In Deutschland wurde die spielerische Förderung der phonologischen Bewusstheit 1999 durch Küspert und Schneider erstveröffentlicht (vgl. Küspert & Schneider, 2008, S. 5).
Durch Untersuchungen wurde gezeigt, dass sich basale Fähigkeiten, welche für den Schriftspracherwerb benötigt werden, bereits vor der Einschulung entwickeln. Diese sogenannten Vorläuferfähigkeiten sind für den anschließenden Erfolg beim Schriftspracherwerb von höchster Bedeutung (vgl. Küspert & Schneider, 2014, S. 140). Obwohl sich vorschulische Kenntnisse, wie beispielsweise Gedächtnisfähigkeiten, spezielle visuelle Fähigkeiten und Intelligenz in hohem Maße positiv auf den Schriftspracherwerb niederschlugen, erwies sich die phonologische Bewusstheit als wichtigste Vorläuferfähigkeit (vgl. Weber, Marx & Schneider, 2007, S. 746). Die phonologische Bewusstheit umschreibt eine metakognitive Fertigkeit, mit der man die Möglichkeit hat, sich vom Sinn eines Wortes zu abstrahieren und die Aufmerksamkeit den lautlichen Aspekten der Sprache zu schenken (vgl. Schründer-Lenzen, 2013, S. 86). Hiermit wird die Fähigkeit verstanden, phonologische Einheiten, wie zum Beispiel Silben oder Reime, in sprachlichen Aussagen zu identifizieren, zu differenzieren und mit ihnen umzugehen (vgl. Hahnemann & Philippi, 2013, S. 36).
1. Hinführung: Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung frühkindlicher Sprachförderung für den Schulerfolg und stellt die Forschungsfrage sowie den Aufbau des Vergleichs zwischen den Programmen vor.
2. Sprachentwicklung von Kindern: Dieses Kapitel definiert essenzielle Begriffe wie Erst- und Zweitsprache und erörtert typische sowie atypische Spracherwerbsverläufe im Kindesalter.
3. Konzepte: Hier werden die beiden Programme „Hören, Lauschen, Lernen“ und „KIKUS“ detailliert vorgestellt, inklusive ihrer theoretischen Fundierung, Struktur, Materialien und Kosten.
4. Vergleich der Konzepte: Dieses Kapitel bildet das Kernstück und kontrastiert die Programme hinsichtlich ihrer Diagnosekriterien, Programmstrukturen und empirisch belegten Wirksamkeit, insbesondere bei Kindern nichtdeutscher Erstsprache.
5. Resümee: Das Resümee fasst die Ergebnisse zusammen, bewertet die Qualität der Programme und gibt Implikationen für die Praxis sowie Ausblicke auf weiterführende Förderansätze.
Sprachförderung, Hören, Lauschen, Lernen, KIKUS, phonologische Bewusstheit, Schriftspracherwerb, Erstsprache, Zweitsprache, Sprachdiagnostik, Evaluation, Wirksamkeit, Migrationshintergrund, Vorschulalter, Sprachentwicklung, Vorläuferfähigkeiten.
Die Bachelorarbeit setzt sich kritisch mit zwei Sprachförderprogrammen für Kindertageseinrichtungen auseinander und vergleicht diese hinsichtlich ihrer Ansätze zur Unterstützung der kindlichen Sprachentwicklung.
Die zentralen Themen umfassen die frühkindliche Sprachentwicklung, die phonologische Bewusstheit, die Sprachförderung bei Kindern mit Migrationshintergrund sowie die Wirksamkeit pädagogischer Interventionskonzepte.
Das Ziel ist es, die Konzepte „Hören, Lauschen, Lernen“ und „KIKUS“ gegenüberzustellen, um auf Basis empirischer Evaluationen zu klären, welches Programm eine höhere Effizienz in der Vorbereitung auf die Schule aufweist.
Es handelt sich um eine vergleichende Literaturanalyse, die auf den theoretischen Grundlagen der Programme basiert und diese mit den Ergebnissen zahlreicher empirischer Evaluationsstudien kontrastiert.
Im Hauptteil werden zunächst die Programme in ihren Grundzügen beschrieben, gefolgt von einer detaillierten Analyse ihrer Diagnosekriterien, Strukturen, Materialien und ihrer spezifischen Wirksamkeit bei Kindern nichtdeutscher Erstsprache.
Die Arbeit lässt sich vor allem durch die Begriffe Sprachförderung, phonologische Bewusstheit, Schriftspracherwerb, Evaluation und Wirksamkeit im Vorschulalter beschreiben.
„Hören, Lauschen, Lernen“ nutzt für die Diagnostik standardisierte Testverfahren wie das Bielefelder Screening (BISC), während „KIKUS“ kein spezifisches Früherkennungsprogramm besitzt und auf die Beobachtung durch das pädagogische Fachpersonal angewiesen ist.
Der Autor stellt fest, dass „Hören, Lauschen, Lernen“ zwar kurzfristig positive Effekte erzielen kann, aber langfristige Wirksamkeit in aktuellen Studien nicht durchgängig bestätigt wurde, während „KIKUS“ hinsichtlich einer allgemeinen Sprachverbesserung in der Evaluation sogar noch schlechter abschnitt.
Die Förderung der Erstsprache wird bei „KIKUS“ explizit als Baustein vorgesehen, um die Integration und den Lernerfolg zu unterstützen, während „Hören, Lauschen, Lernen“ primär auf die allgemeine phonologische Bewusstheit fokussiert, aber auch bei Kindern mit Migrationshintergrund durchaus förderliche Effekte zeigen kann.
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