Bachelorarbeit, 2014
54 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Gang der Untersuchung
1.2 Historische Entwicklung
2. Der deutsche Mittelstand
3. Latente Steuern
3.1 Definition
3.2 Entstehung
3.2.1 aktive latente Steuern
3.2.2 passive latente Steuern
3.3 Bilanzierungskonzepte zur Abbildung latenter Steuern
3.3.1 Überblick beider Konzepte
3.3.2 Das Temporary-Konzept
3.3.3 Das Timing-Konzept
3.4 Arten von Differenzen
3.4.1 permanent
3.4.2 quasi-permanent
3.4.3 temporär
3.4.4 erfolgswirksam und erfolgsneutral
3.5 Ansatz in der Bilanz
3.5.1 Liability-Methode
3.5.2 Deferred-Methode
3.6 einige Besonderheiten
3.6.1 Steuersatz
3.6.2 Abzinsung
3.7 Ziele latenter Steuern
4. Latente Steuern nach HGB
4.1 Anwendungsbereich
4.2 Abweichungen von Handels- und Steuerbilanz
4.3 Bilanzierung latenter Steuern
4.3.1 Behandlung von aktiven und passiven latenten Steuern
4.3.2 Verlustvorträge
4.3.3 Behandlung in der Gewinn- und Verlustrechnung
5. Latente Steuern nach IFRS
5.1 Anwendungsbereich
5.2 Abweichungen von IFRS-Abschlüssen und Steuerbilanz
5.3 Bilanzierung latenter Steuern
5.3.1 Behandlung von aktiven und passiven latenten Steuern
5.3.2 Verlustvorträge
5.3.3 Behandlung in der Gewinn- und Verlustrechnung
6. Gemeinsamkeiten und Unterschiede
6.1 Gemeinsamkeiten
6.2 Unterschiede
7. IFRS für kleine und mittlere Unternehmen
7.1 IFRS for SME´s
7.2 Latente Steuern im Vergleich zum Full-IFRS
8. Fazit - Bedeutung für den Mittelstand
Die Arbeit untersucht die Ursachen und die bilanzielle Behandlung latenter Steuern nach HGB und IFRS im Kontext mittelständischer Unternehmen, mit dem Ziel zu klären, ob die derzeitigen Anforderungen für diese Unternehmen wirtschaftlich tragbar sind und ob das HGB eine praxisgerechte Alternative darstellt.
3.1 Definition
Latente Steuern werden in der Handelsbilanz bzw. im IFRS-Abschluss gebildet und stellen Abweichungen zur Steuerbilanz aufgrund unterschiedlicher Bewertungs-vorschriften von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten dar. Sie zeigen zukünftige Steuerlasten oder -vorteile auf, die zwar rechtlich noch nicht entstanden sind, aber durch Geschäftsvorfälle bereits begründet wurden und sich in der Zukunft mit hoher Wahrscheinlichkeit ausgleichen werden. Passive latente Steuern bilden ergebene Steuerbelastungen und aktive ergebene Steuerentlastungen ab.
1. Einleitung: Stellt die Problemstellung und den Gang der Untersuchung dar, beleuchtet die historische Entwicklung und motiviert die Relevanz des Themas.
2. Der deutsche Mittelstand: Definiert den Mittelstand nach qualitativen sowie quantitativen Kriterien und verdeutlicht dessen wirtschaftliche Bedeutung.
3. Latente Steuern: Vermittelt Grundlagen zu Entstehung, Bilanzierungskonzepten, Differenzarten sowie Bewertungsmethoden latenter Steuern.
4. Latente Steuern nach HGB: Erläutert die spezifische Bilanzierung und Behandlung gemäß den aktuellen deutschen Vorschriften nach dem BilMoG.
5. Latente Steuern nach IFRS: Beschreibt die internationalen Bilanzierungsvorschriften nach IAS 12 sowie deren Anwendung und Darstellung.
6. Gemeinsamkeiten und Unterschiede: Gegenüberstellung der beiden Rechnungslegungsvorschriften zur Verdeutlichung ihrer Divergenzen bei der Behandlung latenter Steuern.
7. IFRS für kleine und mittlere Unternehmen: Analysiert das Regelwerk für KMU und vergleicht die Anforderungen der IFRS for SME's mit dem Full-IFRS.
8. Fazit - Bedeutung für den Mittelstand: Kritische Zusammenfassung der Ergebnisse und Bewertung der wirtschaftlichen Auswirkungen für mittelständische Unternehmen.
Latente Steuern, HGB, IFRS, BilMoG, Mittelstand, KMU, Bilanzierung, Temporary-Konzept, Liability-Methode, Steuerabgrenzung, Verlustvorträge, Ansatzwahlrecht, Steuerquote, Rechnungslegung, Bewertungsdifferenzen.
Die Arbeit analysiert die Thematik der latenten Steuern und deren bilanzielle Abbildung in deutschen Unternehmen, unter besonderer Berücksichtigung der Unterschiede zwischen den Vorschriften des HGB und der IFRS.
Zentrale Themen sind die Entstehung von Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz, die Bilanzierungskonzepte (Temporary- und Timing-Konzept), Bewertungsmethoden sowie die spezifischen Auswirkungen auf mittelständische Unternehmen.
Das Hauptziel ist die Beantwortung der Frage, ob die aktuelle Behandlung latenter Steuern für mittelständische Unternehmen eine wirtschaftlich tragbare Lösung darstellt oder ob die Anforderungen eine zu hohe Komplexität aufweisen.
Die Arbeit nutzt eine rechtsvergleichende und analysierende Methode, indem sie die gesetzlichen Grundlagen von HGB und IFRS gegenüberstellt und die praktische Anwendung sowie deren Folgen für den Mittelstand kritisch diskutiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung latenter Steuern, die detaillierte Darstellung der Behandlung nach HGB und IFRS, eine vergleichende Analyse sowie eine spezifische Betrachtung der IFRS for SME's für kleine und mittlere Unternehmen.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Latente Steuern, BilMoG, HGB, IFRS, KMU, Temporary-Konzept und Ansatzwahlrechte.
Nach HGB besteht ein Ansatzwahlrecht für einen Aktivüberhang, während die IFRS-Rechnungslegung grundsätzlich eine Ansatzpflicht vorschreiben, was die unterschiedlichen Zielsetzungen bezüglich Gläubigerschutz und Informationsfunktion verdeutlicht.
Mittelständische Unternehmen verfügen oft über begrenzte Ressourcen für externe Beratung. Komplexe Regeln wie jene zu latenten Steuern führen hier zu einem hohen Kostenaufwand, der in keinem angemessenen Verhältnis zum Nutzen der Informationsgewinnung für externe Adressaten steht.
Laut der Arbeit konnte das BilMoG die Komplexität nicht signifikant reduzieren, da Unternehmen zur Entscheidung über Wahlrechte ohnehin eine Ermittlung der latenten Steuern vornehmen müssen, was den Aufwand eher erhöht als gesenkt hat.
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