Masterarbeit, 2016
90 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Situation der Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland
2.1 Migrationshintergrund – Definition
2.2 Zahlen und Fakten zur Situation
2.3 Befunde zu Migranten-Milieus
3 Die Situation an allgemeinbildenden Schulen – Befunde zur Bildungsbenachteiligung
3.1 Bildungsungleichheit – Definition
3.2 Verteilung auf die Schulformen
3.3 Bildungsabschlüsse
3.4 Schulleistungen
4 Erklärungsansätze und Ursachen für die Benachteiligung von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund im deutschen Schulsystem
4.1 Innerschulische Erklärungsansätze
4.2 Außerschulische Erklärungsansätze
4.3 Die „Bildung, Milieu, Migration“ – Studie
4.4 Schlussfolgerungen
5 Intervention und Maßnahmen
5.1 Schulinterne Maßnahmen
5.2 Außerschulische Maßnahmen
5.3 Schlussfolgerungen
6 Zusammenfassung und abschließende Bemerkungen
Diese Arbeit untersucht die Bildungsbenachteiligung von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund im deutschen Schulsystem. Ziel ist es, empirische Befunde zu analysieren, zugrunde liegende Erklärungsansätze für die Chancenungleichheit zu identifizieren und mögliche Interventionen sowie bildungspolitische Maßnahmen zu diskutieren.
Die Bedeutung der Sprachkompetenz als Voraussetzung für Bildungserfolg
Zu den dargestellten Strukturdefiziten des deutschen Schulsystems kommt der enorme Wert der deutschen Sprache. Durch die hohe Einwanderungsrate ist Deutschland ein multikulturelles Land, womit auch eine relativ hohe Sprachenvielfalt verbunden ist. Die Beherrschung der Sprache des Aufenthaltslandes ist unumstritten die Brücke zur erfolgreichen Integration und gesellschaftlichen Teilhabe. So kommt vor allem dem Spracherwerb von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund eine grundlegende Bedeutung zu, da die Sprache der Schlüssel zur Erschließung weiterer Wissensbestände und der Teilnahme an allen gesellschaftlichen Kommunikationsprozessen ist. Die Beherrschung der Sprache schafft somit auch die Voraussetzung für aktive Partizipation am Schulunterricht, für Lehr- und Lernprozesse und folglich für schulischen Erfolg.
Da der Begriff des Migrationshintergrundes, wie bereits verdeutlicht, vielschichtig ist, treten Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund mit unterschiedlichen und höhst individuellen sprachlichen Voraussetzungen in das Schulsystem ein. Dieser Umstand macht nicht nur die Chancengleichheit zwischen Kindern und Jugendlichen deutscher Herkunft und denen mit Migrationshintergrund unmöglich, sondern auch zwischen Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund untereinander. Dabei entscheidet der Migrationsstatus der Individuen über höhere bzw. niedrigere Chancen im Bildungssystem. Das folgende Zitat von Herwartz-Emden, fast noch einmal die Wichtigkeit der deutschen Sprachkompetenz zusammen:
„Mangelhafte Kenntnisse der deutschen Sprache erweisen sich als eine der größten Hürden in der Schullaufbahn. Durch die PISA-Studie gab es in Deutschland erstmals unübersehbare empirische Hinweise dafür, dass die Beherrschung der deutschen Sprache auf einem dem jeweiligen Bildungsgang angemessenen Niveau von entscheidender Bedeutung ist und nicht primär die soziale Lage oder kulturelle Distanz.“
1 Einleitung: Die Einleitung stellt die Problematik der Bildungsbenachteiligung von Migrantenkindern im internationalen Vergleich dar und formuliert das Ziel der Arbeit, diese kritisch zu untersuchen.
2 Situation der Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland: Dieses Kapitel definiert den Begriff des Migrationshintergrunds und präsentiert aktuelle statistische Daten sowie soziologische Erkenntnisse zu Migranten-Milieus.
3 Die Situation an allgemeinbildenden Schulen – Befunde zur Bildungsbenachteiligung: Hier werden die Bildungsungleichheiten anhand von Verteilung auf Schulformen, Abschlüssen und Leistungstests wie PISA und IGLU detailliert belegt.
4 Erklärungsansätze und Ursachen für die Benachteiligung von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund im deutschen Schulsystem: Dieses Kapitel diskutiert innerschulische Faktoren, wie Strukturdefizite und Diskriminierung, sowie außerschulische Aspekte wie Humankapitaltheorie und kulturelle Erklärungsmodelle.
5 Intervention und Maßnahmen: Es werden verschiedene schulinterne und außerschulische Förderkonzepte zur Verbesserung der Chancengleichheit, wie Sprachförderprogramme, vorgestellt und kritisch bewertet.
6 Zusammenfassung und abschließende Bemerkungen: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit systematischer Sprachförderung sowie einer verbesserten Lehrerausbildung.
Bildungsbenachteiligung, Migrationshintergrund, Chancengleichheit, Schulsystem, Sprachförderung, Institutionelle Diskriminierung, Humankapital, PISA-Studie, Bildungsaspirationen, Integration, Schulalltag, Sprachkompetenz, Schulleistungen, Bildungsbiographie, Mehrsprachigkeit.
Die Arbeit analysiert die Benachteiligung von Kindern mit Migrationshintergrund im deutschen Bildungswesen und untersucht die Ursachen sowie Lösungsansätze.
Zentral sind der Zusammenhang zwischen Herkunft und Bildungserfolg, die Rolle der deutschen Sprache, institutionelle Selektionsmechanismen und die Wirkung von Fördermaßnahmen.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, ob und warum Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund im deutschen System benachteiligt sind, und hierfür fundierte Erklärungen zu finden.
Die Autorin stützt sich auf eine Literaturanalyse empirischer Studien, internationaler Vergleichsuntersuchungen (z.B. PISA) sowie auf persönliche, praktische Erfahrungen aus dem Schulalltag.
Im Hauptteil werden Strukturdefizite des Schulsystems, Formen der Diskriminierung, die Humankapitaltheorie, kulturelle Erklärungsmodelle und konkrete Interventionsprogramme beleuchtet.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Bildungsbenachteiligung, Migrationshintergrund, Chancengleichheit, Sprachförderung und institutionelle Diskriminierung.
Es wird kritisiert, weil es zu einer sehr frühen Selektion führt, die Kinder aus Migrantenfamilien systematisch benachteiligt und ihre Bildungswege einschränkt.
Lehrkräfte spielen eine Schlüsselrolle; die Arbeit betont die Notwendigkeit einer besseren Vorbereitung und interkulturellen Kompetenz, um Migrantenkinder individuell fördern zu können.
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