Bachelorarbeit, 2017
53 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Grundlagen
2.1 Risiko und Risikomanagementsysteme
2.2 Sicherungsbeziehungen
2.3 Notwendigkeit der gesonderten Regelungen für Sicherungsbeziehungen
2.4 Bestands und antizipative Sicherungsbeziehungen
2.5 Auslegung des Finanzinstrumentebegriffs
2.6 Effektivitätsanforderungen von Sicherungsbeziehungen
3 Sicherungsbeziehungen nach HGB
3.1 Anwendungsvoraussetzungen nach HGB
3.1.1 zulässige Grundgeschäfte nach HGB
3.1.2 zulässige Sicherungsgeschäfte nach HGB
3.1.3 Effektivitätsanforderungen nach HGB
3.1.4 Sicherungs- und Durchhalteabsicht nach HGB
3.2 Dokumentationsanforderungen nach HGB
3.3 Bilanzielle Abbildung nach HGB
4 Sicherungsbeziehungen nach IAS 39 und IFRS 9
4.1 Anwendungsvoraussetzungen
4.1.1 zulässige Grundgeschäfte
4.1.1.1 zulässige Grundgeschäfte nach IAS 39
4.1.1.2 zulässige Grundgeschäfte nach IFRS 9
4.1.2 zulässige Sicherungsgeschäfte
4.1.2.1 zulässige Sicherungsgeschäfte nach IAS 39
4.1.2.2 zulässige Sicherungsgeschäfte nach IFRS 9
4.1.3 Effektivitätsanforderungen
4.1.3.1 Effektivitätsanforderungen nach IAS 39
4.1.3.2 Effektivitätsanforderungen nach IFRS 9
4.1.4 Dokumentationsanforderungen
4.1.4.1 Dokumentationsanforderungen nach IAS 39
4.1.4.2 Dokumentationsanforderungen nach IFRS 9
4.2 Beendigung der Sicherungsbeziehung
4.2.1 Beendigung der Sicherungsbeziehung nach IAS 39
4.2.2 Beendigung der Sicherungsbeziehung nach IFRS 9
4.3 Bilanzielle Abbildung nach IAS 39 und IFRS 9
5 Kritischer Vergleich
5.1 der zulässigen Grundgeschäfte
5.2 der zulässigen Sicherungsgeschäfte
5.3 der Effektivitätsanforderungen
5.4 der Dokumentationsanforderungen
5.5 der Beendigung der Sicherungsbeziehung
5.6 der bilanziellen Abbildung
5.6.1 Vorbemerkung
5.6.2 Kritischer Vergleich der bilanziellen Abbildung
6 Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit zielt darauf ab, die komplexen Regelungen zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen (Hedge-Accounting) nach nationalem (HGB) sowie internationalem Standard (IAS 39 und IFRS 9) systematisch gegenüberzustellen und kritisch zu vergleichen.
2.1 Risiko und Risikomanagementsysteme
Der Begriff des Risikos ist in seiner Herkunft und Definition in der Literatur nicht einheitlich geklärt. Dieser variiert, je nachdem, in welchem Kontext man diesen betrachtet.6 Aus betriebswirtschaftlicher Sicht lässt sich der Begriff aus der Negativabgrenzung zur Sicherheit ableiten. In der unternehmerischen Tätigkeit ist der Entscheider einer Vielzahl möglicher Situationen ausgesetzt. Objektiv ist es ihm nicht möglich, vollkommene Informationen über Eintrittswahrscheinlichkeiten und Konsequenzen der Situation zu gewinnen, sodass er sich in der Unsicherheit befindet. Dieser unbestimmte Teil der Informationsunvollkommenheit wird als Risiko bezeichnet.7
Eine Konkretisierung des Risikobegriffs lässt sich durch eine Klassifizierung in verschiedene Dimensionen einteilen. Denkbar ist eine Klassifizierung in strategischen Risiken (bspw. veränderte Markbedingungen, veränderte Wettbewerbssituationen), operationelle Risiken (bspw. mögliche Gerichtsprozesse, möglicher Betrug im Zusammenhang mit der Unternehmung) und finanzwirtschaftliche Risiken (bspw. Zinsänderungsrisiken, Wechselkursrisiken, Güterpreisrisiken, Kreditrisiken bzw. Ausfallrisiken).8
Im Rahmen von Sicherungsbeziehungen in der Rechnungslegung sind bestimmte Anwendungsvoraussetzungen gegeben,9 die die Risiken der Klassifizierung in „systematisch“ und „operationell“ ausschließen, sodass folglich nur auf die finanzwirtschaftlichen Risiken, die einen Einfluss auf die Rechnungslegung von Sicherungsbeziehungen haben, Bezug genommen wird.
1 Einleitung: Diese Einleitung beschreibt die steigende Komplexität und die damit verbundenen finanziellen Risiken für Unternehmen sowie die Relevanz der Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen nach HGB, IAS 39 und IFRS 9.
2 Grundlagen: Das Kapitel definiert den Risikobegriff sowie die unterschiedlichen Risikokategorien und erläutert die Bedeutung von Sicherungsbeziehungen sowie die Notwendigkeit gesonderter Bilanzierungsregeln.
3 Sicherungsbeziehungen nach HGB: Es werden die Anwendungsvoraussetzungen, Dokumentationspflichten und die bilanzielle Abbildung (Bewertungseinheiten) unter dem Handelsgesetzbuch detailliert dargelegt.
4 Sicherungsbeziehungen nach IAS 39 und IFRS 9: Dieses Kapitel analysiert die internationalen Standards, insbesondere die Klassifizierung von Grund- und Sicherungsgeschäften sowie die Anforderungen an Effektivitätsnachweise und Dokumentation.
5 Kritischer Vergleich: Hier erfolgt eine direkte Gegenüberstellung der drei Standards in Bezug auf Zulässigkeit, Effektivitätsmessung, Dokumentation, Beendigung und die daraus resultierende bilanzielle Wirkung.
6 Fazit: Das Fazit fasst die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Regelwerke zusammen und stellt fest, dass sich die internationale Rechnungslegung nach IFRS 9 den grundsatzbasierten Anforderungen des HGB annähert.
Sicherungsbeziehungen, Hedge Accounting, HGB, IFRS 9, IAS 39, Risikomanagement, Bewertungseinheiten, Effektivitätsmessung, Finanzinstrumente, Bilanzielle Abbildung, Fair-Value-Hedge, Cash-Flow-Hedge, Rebalancing, Grundgeschäft, Sicherungsgeschäft
Die Arbeit behandelt die komplexe bilanzielle Abbildung von Sicherungsbeziehungen, die Unternehmen einsetzen, um sich gegen finanzwirtschaftliche Risiken abzusichern.
Zentrale Felder sind das Risikomanagement, die rechtlichen Rahmenbedingungen nach deutschem (HGB) und internationalem Standard (IAS/IFRS) sowie der praktische Vergleich der verschiedenen Bilanzierungsmethoden.
Ziel ist ein kritischer Vergleich, inwieweit Sicherungsbeziehungen nach nationalen und internationalen Rechnungslegungsvorschriften angewendet werden können und welche Unterschiede in der bilanziellen Darstellung bestehen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und einer vergleichenden Gegenüberstellung der gesetzlichen Normen sowie der einschlägigen Verlautbarungen zur Bilanzierung.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Grundlagen, die detaillierte Analyse der HGB-Regelungen (Bewertungseinheiten) sowie die umfassende Untersuchung von IAS 39 und IFRS 9, inklusive ihrer jeweiligen Dokumentations- und Effektivitätsanforderungen.
Die wichtigsten Begriffe sind Hedge Accounting, Bewertungseinheiten, Effektivitätsmessung, Fair-Value-Hedge und Cash-Flow-Hedge.
IFRS 9 führt Neuerungen wie das „Rebalancing“ ein und ersetzt den retrospektiven Effektivitätsnachweis durch den Nachweis eines wirtschaftlichen Zusammenhangs, was den Standard praxisnäher gestaltet.
Das HGB bietet durch das Wahlrecht zwischen der Einfrierungs- und der Durchbuchungsmethode sowie die grundsatzbasierte Auslegung einen größeren bilanzpolitischen Ermessensspielraum für Unternehmen.
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