Bachelorarbeit, 2014
61 Seiten, Note: 1,0
1 EINLEITUNG ZUR „PERSONALEN DIMENSION SOZIALDIDAKTISCHEN KÖNNENS“
KAPITEL 2: DIE PERSONALE DIMENSION IM WANDEL DER ZEIT
2.1 HISTORISCHE BEZÜGE
2.1.1 Vergleich historischer Positionen
2.1.2 Relevanz der Klassiker für die gegenwärtige berufliche Bildung der Sozialpädagogik
2.2 AKTUELLE DISKURSE
2.2.1 Diskurs von aktuellen Positionen
2.2.2 Aktueller Diskurs um die Missverständnisse des Liebesbegriffes
KAPITEL 3: (SOZIAL-)DIDAKTISCHE THEORIEN
3.1 BILDUNGSWISSENSCHAFTLICHE DIDAKTIKEN UND BILDUNGSIDEALE
3.1.1 Kritisch-Emanzipatorischer Ansatz n. BLANKERTZ
3.1.2 Bildungsideal n. KLAFKI & Kritisch-konstruktive Didaktik
3.1.3 Kritisch-kommunikative Didaktik
3.2 DIDAKTISCHE UND THEORETISCHE BEZÜGE AUS DER SCHULPÄDAGOGIK/PSYCHOLOGIE
3.2.1 Pädagogische Beziehungen und Vertrauen
3.2.2 Beziehungsdidaktik
3.3 SOZIALDIDAKTIK – DIDAKTIK/METHODIK SOZIALER ARBEIT?
3.3.1 Entwicklungslinien der Sozialdidaktik von 1986-2014
3.3.2 Diskussion zur personalen Dimension innerhalb der Sozialdidaktik
KAPITEL 4: VOM ERZIEHENDEN ZUM LEHRENDEN
4.1 BEGRIFFE AUS SOZIALDIDAKTISCHEN ENTWICKLUNGSLINIEN NEU ENTDECKT
4.1.1 Doppelter-Theorie-Praxis-Bezug der Personalen Dimension
4.1.2 Die Haltung als Spezifikum der integralen Persönlichkeitsbildung
4.1.3 Sozialdidaktische Überlegungen
4.2 METHODENAUSWAHL DER SOZIALDIDAKTIK
4.2.1 Kasuistik – von der Exemplarik zu theoretischen Ideenentwürfen
4.2.2 Das Planspiel als Methode der Sozialdidaktik
5 KRITISCHE ANMERKUNGEN UND AUSBLICK
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die „personale Dimension“ des sozialdidaktischen Könnens theoretisch zu fundieren und in die Sozialdidaktik zu integrieren. Ausgehend von der Forschungsfrage, wie die personale Dimension in das sozialdidaktische Handeln einmünden kann, untersucht die Arbeit historische und aktuelle Diskurse sowie (sozial-)didaktische Theorien, um diese für die Ausbildung von Erziehern und Sozialpädagogen nutzbar zu machen.
2.1.1 Vergleich historischer Positionen
Die personale Dimension der (Sozial-) Pädagogik führt bis ins frühe 18. Jahrhundert zurück. J.J. ROUSSEAU, geboren am 28. Juni 1712 in Genf, wird als Vordenker der Aufklärung gesehen. Neben seinem gesellschaftskritischen Denken ist die Schrift ‚Émile oder über die Erziehung’ ein wesentlicher Bestandteil der pädagogischen Geschichtsschreibung. Er gilt ebenfalls als einer der ersten Pädagogen, der dem Kind eine eigene Lebensphase zuschreibt. Dabei erwähnt er, dass es sich beim Kind nicht um einen kleinen Erwachsenen handele und demnach nicht so behandelt werden dürfe (vgl. GIESECKE 1997, S.30), jedoch „[...] schlummerten [in dem Kind, C.S.] Kräfte, die geweckt werden, die sich entfalten können müssen, bevor es für die Aufgaben des Erwachsenen reif werden könne“ (ebd.). ROUSSEAU, so GIESECKE, kritisierte die Beziehung des Hauslehrers zum Schüler. ROUSSEAU forderte eine Beziehungsgestaltung, die von einer partikularen, begrenzten und an den Zweck gebundene Beziehung hin zu einem Verhältnis, dass die Gesamtpersönlichkeit des Individuums mit einbezieht (vgl. GIESECKE 1997, S.34f). ROUSSEAU entwirft außerdem die Anfänge methodischen Handelns, welche aufgrund von Sachverhalten bezüglich „der Natur, Kultur und des täglichen Lebens“ (ebd. S.35) einem gewissen Plan von natürlicher Erziehung entspricht. GIESECKE bezeichnet ROUSSEAUS Idee von Erziehung (im Kontext des Hauslehrers adeliger Zöglinge) im Gesamtbild als rational-distanziert, um so nicht mit der familiären Struktur in Verbindung gebracht zu werden (vgl. GIESECKE 1997, ebd.).
1 EINLEITUNG ZUR „PERSONALEN DIMENSION SOZIALDIDAKTISCHEN KÖNNENS“: Die Einleitung steckt den Rahmen der Bachelor-Thesis ab und führt in das zentrale Thema der personalen Dimension in der Sozialdidaktik ein.
KAPITEL 2: DIE PERSONALE DIMENSION IM WANDEL DER ZEIT: Dieses Kapitel widmet sich den historischen Wurzeln und aktuellen Diskursen zur personalen Dimension, wobei Konzepte wie Nähe, Distanz und pädagogische Liebe beleuchtet werden.
KAPITEL 3: (SOZIAL-)DIDAKTISCHE THEORIEN: Hier werden bildungswissenschaftliche Didaktiken, schulpädagogische Bezüge und verschiedene Ansätze der Sozialdidaktik auf ihre Eignung und Anwendungsmöglichkeiten hin analysiert.
KAPITEL 4: VOM ERZIEHENDEN ZUM LEHRENDEN: Der Fokus liegt auf der praktischen Umsetzung und den Anforderungen an Lehrende, wobei Begriffe wie der „Doppelte-Theorie-Praxis-Bezug“ und Methoden wie die Kasuistik im Zentrum stehen.
5 KRITISCHE ANMERKUNGEN UND AUSBLICK: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, kritisiert die noch unzureichende theoretische Verankerung und gibt Anregungen für weiterführende Forschungsarbeiten.
Personale Dimension, Sozialdidaktik, Sozialpädagogik, Beziehungsgestaltung, Pädagogischer Bezug, Nähe und Distanz, Bildungsideal, Theorie-Praxis-Bezug, Pädagogische Haltung, Kasuistik, Planspiel, Vertrauen, Erzieherausbildung, Handlungskompetenz, Berufliche Bildung.
Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Grundlegung und Bedeutung der „personalen Dimension“ für das sozialdidaktische Können, insbesondere in der Ausbildung von Erziehern.
Zentrale Themen sind die Beziehungsgestaltung zwischen Lehrern und Schülern, die Balance zwischen Nähe und Distanz sowie die Verknüpfung von pädagogischen Theorien mit der praktischen Ausbildung.
Das Hauptziel besteht darin, die personale Dimension als wesentlichen Bestandteil sozialdidaktischen Handelns zu identifizieren und Möglichkeiten aufzuzeigen, wie dieses Wissen in die berufliche Bildung integriert werden kann.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse historischer und aktueller sozialpädagogischer sowie didaktischer Diskurse und theoretischer Konzepte.
Der Hauptteil gliedert sich in die historische Einordnung, die theoretische Analyse verschiedener didaktischer Ansätze sowie die explizite Betrachtung von Methoden wie Fallarbeit (Kasuistik) und Planspielen zur Förderung beruflicher Handlungskompetenz.
Prägende Begriffe sind „Personale Dimension“, „Sozialdidaktik“, „Beziehungsdidaktik“, „Doppelter-Theorie-Praxis-Bezug“ sowie „Integrale Persönlichkeitsbildung“.
Die Arbeit argumentiert, dass Klassiker wie Rousseau, Pestalozzi, Herbart und Nohl unverzichtbare Grundlagen für die fachliche Identität und das Verständnis grundlegender Beziehungsstrukturen in der Sozialpädagogik liefern.
Die Arbeit betont, dass eine einseitige Gewichtung zu Problemen führen kann – zu große Nähe zu Machtmissbrauch oder Verführung, zu große Distanz zu Gleichgültigkeit – weshalb der professionelle Balanceakt für eine gelingende Beziehungsgestaltung unerlässlich ist.
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