Bachelorarbeit, 2013
67 Seiten, Note: 2,3
1 Die Naturwissenschaften als Grundstein unserer modernen Gesellschaft
1.1 Die Erfahrung der Lebenswelt
1.2 Aufgaben und Ziele der naturwissenschaftlichen Bildung
1.3 Zwischen Sach- und Fachunterricht
2 Untersuchungsziele und Forschungsfragen
2.1 Ziele der
2.2 Forschungsfragen
3 Voraussetzungen der Schüler beim Übergang in die weiterführende Schule
3.1 Anthropologische Rahmenbedingungen
3.1.1 Soziales Umfeld und emotionale Haltung
3.1.2 Entwicklungspsychologische Reife
3.2. Fachliche Kompetenzen
3.3 Methodenkompetenzen
3.3.1 Interdisziplinäre Methoden
3.3.2 Unterrichtsmethoden
3.3.3 Naturwissenschaftliche Methoden
3.4 Zusammenfassung der Bedingungsanalyse
4 Fächerverbindender Unterricht: Physik / Deutsch
4.1 Motivation
4.2 Allgemeine Ziele fächerverbindenden Unterrichtes
4.3 Auswahl eines gemeinsamen Lerngegenstandes
4.3.1 Die Methode des Storytelling’s nach LÜCK
4.3.2 Literarische Genres im Fokus
4.3.3 Charakteristik des Märchens
4.3.4 Das Märchen als Zugang zur Physik
5 Planung und Gestaltung einer Unterrichtseinheit
5.1 Märchenkompendium
5.1.1 Rapunzel
5.1.2 Hans im Glück
5.1.3 Die Goldene Gans
5.1.4 Der Wolf und die sieben Geißlein
5.1.5 Frau Holle
5.2 Lernbereichsplanung
5.2.1 Übergeordnete Lernziele (Grobziele)
5.2.2 Fachliche und methodische Inhalte
5.3 Praktische Umsetzung einer Unterrichtseinheit
5.3.1 Phase der Problemdarstellung (Einstiegsphase/Motivation)
5.3.2 Phase der Aneignung (Erarbeitungsphase)
5.3.3 Phase der Übertragung (Ergebnissicherung)
6 Schlussbetrachtungen
6.1 Zusammenfassung und Reflexion
6.2 Ausblick und weitere Forschungsansätze
Ziel der Arbeit ist die Neukonzeption eines physikalischen Anfangsunterrichts (Klassenstufe 6), der durch eine fächerverbindende Gestaltung mit dem Fach Deutsch die Anschlussfähigkeit vom Sachunterricht der Grundschule sichert. Die Arbeit analysiert die Voraussetzungen der Schüler beim Übergang in die Sekundarstufe, um einen schülerorientierten Unterricht zu entwerfen, der wissenschaftliches Denken über den Kontext Märchen fördert.
4.3.4 Das Märchen als Zugang zur Physik
Die Handlungsträger oder die Handlungen selbst stehen meist im Widerspruch zu den Gesetzen der Natur und trüben somit die Erfahrungswelt des Lesers. Diesen Widerspruch kann man im naturwissenschaftlichen Unterricht, besonders im Anfangsunterricht, aufgreifen.
Märchen sind in der Gesellschaft weitverbreitete Geschichten, die nahezu jeder Schüler kennt. Im Unterricht kann auf vorhandenes Wissen zurückgegriffen werden, welches durch einen neuen, alternativen Zugang erweitert wird. Die Schüler sollen dabei über das Märchen erkennen, dass zwischen Realität und Fiktion unterschieden werden muss, um fundierte Kenntnisse über die sie umgebende Welt zu erhalten. Als wichtigstes Instrument dazu dient die Messung bzw. das Experiment im naturwissenschaftlichen Kontext. Durch diese ist es möglich zu erfahren, welche Phänomene in der realen Welt ihren Ursprung finden und welche sich im Reich der Fantasien gebildet haben. Der Mensch misst immer unbewusst. Er vergleicht die Phänomene, denen er begegnet, mit seiner Wahrnehmung und persönlichen Erfahrung. Die Messung und das Experiment stehen im Zentrum der Unterscheidung zwischen Wahrheit und Erfindung und bilden die Grundlage für die Naturwissenschaften als sehr genaue und tatsachenorientierte Disziplin.
Eng mit dem Experimentieren verbunden ist auch die kritische Haltung gegenüber der eigenen Lebenswelt. Die Schüler sollen Fragen an die sie umgebende Natur stellen lernen, um neue Erkenntnisse zu gewinnen. Das Märchen präsentiert ihnen eine Welt, deren Bezug zur realen, uns bekannten Welt scheinbar anzuzweifeln ist. Die Kinder können exemplarisch am Märchen lernen, kritisch zu sein. Die wissenschaftlichen Methoden des Fragenstellens und kritischen Prüfens lassen sich dann auf die Lebenswelt der Kinder übertragen. Sie werden mit Unterstützung des Märchens zur Naturwissenschaft und deren Arbeitstechniken effektiv herangetragen.
1 Die Naturwissenschaften als Grundstein unserer modernen Gesellschaft: Einleitende Darstellung der Bedeutung naturwissenschaftlicher Bildung für die moderne Welt und Problematisierung des sinkenden Interesses in der Schullaufbahn.
2 Untersuchungsziele und Forschungsfragen: Definition des Ziels, einen schülerorientierten Anfangsunterricht durch eine Bedingungsanalyse und Neukonzeption zu etablieren.
3 Voraussetzungen der Schüler beim Übergang in die weiterführende Schule: Analyse der anthropologischen, fachlichen und methodischen Ausgangslage der Schüler beim Wechsel von der Grundschule.
4 Fächerverbindender Unterricht: Physik / Deutsch: Begründung der Kombination von Physik und Deutsch als gendergerechter, motivierender Zugang und Darstellung der Lernziele nach dem WWK-Modell.
5 Planung und Gestaltung einer Unterrichtseinheit: Konkrete Ausgestaltung eines Lernbereichs mittels Märchenbeispielen sowie Darstellung der drei Phasen einer Unterrichtseinheit.
6 Schlussbetrachtungen: Fazit der Arbeit hinsichtlich der Anschlussfähigkeit des Konzepts und Ausblick auf weitere Anwendungsmöglichkeiten in anderen Klassenstufen.
Anfangsunterricht, Physikdidaktik, Fächerverbindender Unterricht, Märchen, Wasser, Dichte, Experiment, Sachunterricht, Anschlussfähigkeit, Kompetenzförderung, Storytelling, Naturwissenschaften, Sekundarstufe I, Gendergerechtigkeit, Lernbereichsplanung
Die Arbeit befasst sich mit der Neukonzeption des physikalischen Anfangsunterrichts in der Sekundarstufe I, um den Übergang vom Sachunterricht der Grundschule zum Fachunterricht der weiterführenden Schule zu erleichtern.
Im Zentrum stehen die anthropologischen und fachlichen Voraussetzungen der Schüler beim Schulwechsel sowie die methodische Verknüpfung des Fachs Physik mit literarischen Inhalten aus dem Fach Deutsch.
Das Hauptziel ist die Gestaltung einer Unterrichtseinheit, die physikalische Themen kontextorientiert in Märchen einbettet, um die Anschlussfähigkeit des Unterrichts zu erhöhen und das Interesse an naturwissenschaftlichen Phänomenen zu fördern.
Die Arbeit stützt sich auf eine Bedingungsanalyse der Schülervoraussetzungen sowie auf die didaktische Planung nach dem Prinzip der lerntheoretischen Didaktik (Berliner Modell).
Der Hauptteil umfasst die Analyse der Schülervoraussetzungen, die theoretische Fundierung des fächerverbindenden Unterrichts, die Auswahl von Märchen als Lerngegenstand sowie die detaillierte Planung und Umsetzung einer Unterrichtseinheit zum Thema Wasser.
Wichtige Begriffe sind Anfangsunterricht, Physikdidaktik, fächerverbindender Unterricht, Märchen, Dichtebestimmung, naturwissenschaftliche Kompetenzen und Anschlussfähigkeit.
Märchen dienen als kulturell vertrautes Element, das einen alternativen, schülerorientierten Zugang zu physikalischen Themen ermöglicht und sowohl Mädchen als auch Jungen durch eine gendergerechte Themenwahl anspricht.
Die Schüler ermitteln die Masse und das Volumen von Gegenständen (z. B. durch die Überlaufmethode oder Näherung mittels Luftballons) und berechnen daraus die Dichte, um beispielsweise die Plausibilität von Märchenereignissen zu überprüfen.
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