Examensarbeit, 2016
104 Seiten, Note: 1,3
Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
1. Das Bilderbuch
1.1 Definitionen und Einordnung des Bilderbuches
1.2 Historischer Rückblick
1.3 Arten von Bilderbüchern
2. Das Bilderbuch als Mehrwert im Deutschunterricht der Primarstufe
2.1 Leseförderung
2.1.1 Fachwissenschaftliche Einordnung
2.1.2 Bilderbücher zur Leseförderung
2.2 Literarisches Lernen
2.2.1 Fachwissenschaftliche Einordnung
2.2.2 Bilderbücher zum Literarischen Lernen
2.3 Ästhetische Bildung
2.3.1 Fachwissenschaftliche Einordnung
2.3.2 Bilderbücher zur Ästhetischen Bildung
3. Bilderbücher, Bildungsstandards und der saarländische Kernlehrplan
4. Kriterien für Bilderbücher
4.1 Kriterien zum Inhalt
4.2 Kriterien zur Sprache
4.3 Kriterien zur Gestaltung
4.3.1 Materialität
4.3.2 Bild
4.3.3 Typographie
4.4 Kriterien zur Bild-und Textdarstellung
4.5 Kriterium zur didaktischen Einsatzmöglichkeit
5. Teil B: Praktische Implikationen
5.1 Das Bilderbuch: „Die Freunde im Traumwald“
5.2 Beurteilung des Bilderbuches „Die Freunde im Traumwald“
5.2.1 Beurteilung anhand des Kriteriums Inhalt
5.2.2 Beurteilung anhand des Kriteriums Sprache
5.2.3 Beurteilung anhand des Kriteriums Gestaltung
5.2.4 Beurteilung anhand des Kriteriums Bild- und Textdarstellung
5.2.5 Beurteilung anhand des Kriteriums zur didaktischen Einsatzmöglichkeit
5.3 Weiterentwicklung des Bilderbuches „Die Freunde im Traumwald“
5.3.1 Weiterentwicklung im Bereich des Kriteriums Inhalt
5.3.2 Weiterentwicklung im Bereich des Kriteriums Sprache
5.3.3 Weiterentwicklung im Bereich des Kriteriums Gestaltung
5.3.4 Weiterentwicklung im Bereich des Kriteriums Bild- und Textdarstellung
5.3.5 Weiterentwicklung im Bereich des Kriteriums zur didaktischen Einsatzmöglichkeit
5.4 Unterrichtsbeispiel zum Bilderbuch „Die Freunde im Traumwald“
5.4.1 Lernvoraussetzungen und Rahmenbedingungen zum Unterrichtsbeispiel
5.4.2 Unterrichtsreihe zum Bilderbuch „Die Freunde im Traumwald“
5.4.3 Exemplarische Langplanung der Unterrichtsstunde zum Thema
5.4.3.1 Einordnung und spezifische Lernvoraussetzungen
5.4.3.2 Sachanalyse
5.4.3.3 Didaktische Reduktion
5.4.3.4 Bezug zu Bildungsstandards und Kernlehrplan
5.4.3.5 Methodisch-didaktische Analyse
5.4.3.6 Kompetenzerwartung
5.4.3.7 Stundenverlauf
5.4.4 Freiarbeitsmaterial
Die vorliegende Arbeit untersucht den Mehrwert von Bilderbüchern im Deutschunterricht der Primarstufe und entwickelt auf Basis fachwissenschaftlicher Erkenntnisse ein Kriterienmodell für die Auswahl und Analyse von erzählenden Bilderbüchern. Ziel ist es, Lehrkräften eine strukturierte Analysehilfe an die Hand zu geben, um Bilderbücher zielgerichtet im Unterricht einzusetzen und deren didaktisches Potenzial voll auszuschöpfen.
1.2 Historischer Rückblick
Das Bilderbuch als solches ist bereits so alt wie der Buchdruck selbst, schon im Jahr 1445 wurden die ersten bebilderten Bücher gedruckt und verbreitet. Die angestrebte Zielgruppe stellten zu dieser Zeit jedoch nicht Kinder, sondern Erwachsene, die mehrheitlich nicht lesen konnten. Besonders die Bibel oder andere Bücher mit religiösen Inhalten sollten auf diese Weise auch für nicht-alphabetisierte Menschen zugänglich gemacht werden. Erst ca. 200 Jahre später, Mitte des 17. Jahrhunderts, gab es vermehrt illustrierte Sachbücher, die durch Bilder die Schrift ergänzen und Inhalte anschaulich darstellen sollten. Ende des 17. Jahrhunderts entstanden solche illustrierten Sachbücher auch für Kinder, um diesen ihre Lebenswelt näher zu bringen. Im 18. Jahrhundert versuchten in Europa einige Autoren, durch ihre Werke das Kind zu erziehen, wodurch die Gattung der Kinder- und Jugendliteratur entstand. In der Romantik verlagerte sich die Zielabsicht vom pädagogischen Erziehungsinstrument zur Entdeckung des Poetischen, Individuellen und Künstlerischen. Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte sich diese interessenbezogene Herangehensweise zum Nutzen des Bilderbuches zur Unterhaltung. Diese Entwicklung zum Unterhaltungsmedium betrachtete der Autor Heinrich Hoffmann als unangemessen, da diese teilweise zu unrealistisch und grotesk wären. Aus dieser Motivation heraus schrieb er für seinen Sohn Bildergeschichten, die seiner Meinung nach angebrachter waren, aus dem Jahr 1844 begründete er die Gattung des erzählenden Bilderbuches, welches zu diesem Zeitpunkt die angebliche Lebenswelt der Kinder aus der Perspektive der Erwachsenen darstellte. In der Zeit der Reformpädagogik wurde versucht, das Kind mehr als Ausgangspunkt und zentrale Einheit in der Kinder- und Jugendliteratur zu betrachten. Sicherlich gilt es festzuhalten, dass sowohl die konservativen als auch andere neue Strömungen, wie der Jugendstil, noch existierten.
1. Das Bilderbuch: Dieses Kapitel definiert den Untersuchungsgegenstand, beleuchtet dessen historische Entwicklung von religiösen Anfängen bis zur modernen Kinder- und Jugendliteratur und ordnet das Bilderbuch in verschiedene Kategorien ein.
2. Das Bilderbuch als Mehrwert im Deutschunterricht der Primarstufe: Hier wird der theoretische Mehrwert des Mediums in den Bereichen Leseförderung, literarisches Lernen und ästhetische Bildung erörtert und wissenschaftlich fundiert.
3. Bilderbücher, Bildungsstandards und der saarländische Kernlehrplan: Dieses Kapitel setzt sich mit der Verankerung des Bilderbuchs in offiziellen Bildungsdokumenten auseinander und zeigt auf, wie der Einsatz durch übergeordnete Kompetenzbereiche legitimiert werden kann.
4. Kriterien für Bilderbücher: Der Kernteil entwickelt fünf konkrete Kriterienbereiche (Inhalt, Sprache, Gestaltung, Bild-Text-Darstellung, didaktische Einsatzmöglichkeit) zur systematischen Analyse von Bilderbüchern.
Teil B: Praktische Implikationen: Dieser Teil überträgt die theoretischen Kriterien auf das konkrete Beispiel „Die Freunde im Traumwald“, entwickelt eine überarbeitete Version des Werkes und stellt eine Unterrichtsreihe inklusive Freiarbeitsmaterialien vor.
Bilderbuch, Deutschunterricht, Primarstufe, Leseförderung, Literarisches Lernen, Ästhetische Bildung, Bildungsstandards, Kriterienkatalog, Unterrichtsplanung, Medienkompetenz, Erzählendes Bilderbuch, Didaktik, Bild-Text-Beziehung, Grundschule, Inklusion.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der theoretischen Fundierung und der praktischen Anwendung von Qualitätskriterien für den Einsatz von Bilderbüchern im Deutschunterricht der Primarstufe.
Die Schwerpunkte liegen auf der Leseförderung, der Entwicklung literarischer Kompetenzen und der ästhetischen Bildung durch das Medium Bilderbuch.
Das Hauptziel ist die Bereitstellung einer strukturierten Analysehilfe für Lehrkräfte, um die Qualität von Bilderbüchern wissenschaftlich fundiert zu prüfen und ihren Einsatz im Unterricht gezielt zu planen.
Die Autorin nutzt eine theoriegestützte Kriterienentwicklung, gefolgt von einer exemplarischen Fallanalyse eines spezifischen Bilderbuches sowie der Konzeption eines praktischen Unterrichtsbeispiels.
Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen des Bilderbuchs und sein Nutzen im Unterricht dargelegt, gefolgt von der Herleitung eines Kriterienkatalogs und der praktischen Anwendung auf das Fallbeispiel „Die Freunde im Traumwald“.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Bilderbuch, Primarstufe, Leseförderung, Literarisches Lernen, Ästhetische Bildung, Didaktik und Unterrichtsplanung.
Dieses Buch dient als praktisches Beispiel, an dem die entwickelten Kriterien angewendet und auf Schwächen hin überprüft werden konnten, was schließlich zu einer didaktisch optimierten Weiterentwicklung des Werkes führte.
Die Unterrichtsreihe wurde für eine zweite Klasse entwickelt und integriert sowohl Deutschunterricht als auch fächerübergreifende Aspekte (z.B. Kunst), wobei der Fokus auf individualisiertem und differenziertem Lernen liegt.
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