Masterarbeit, 2016
92 Seiten
1 PROBLEMAUFRISS UND ZIELSTELLUNGEN
1.1 Relevanz der Problematik
1.2 Warum ist das Thema überhaupt wichtig?
1.3 Wie sieht mein erster Zugang zum Thema aus?
1.4 Zielsetzung
2 LEITGEDANKEN
2.1 Veränderte Ansprüche an eine Person in der Phase des Berufseinstiegs
2.1.1 Anforderungen im Berufseinstieg
2.1.2 Beanspruchung
2.1.3 Regulation von Beanspruchung
2.1.4 Der Berufseinstieg als Entwicklungsaufgabe
2.2 Die Persönlichkeit als Ressourcenpool
2.2.1 Soziale Ressourcen
2.2.2 Individuelle Ressourcen
2.2.3 Motivation
2.2.4 Copingstrategien
2.2.5 Merkmale der Persönlichkeit „Big Five“ nach Keller-Schneider
2.2.6 Basic-Needs und die PSI Theorie nach Kuhl
2.2.7 Zusammenfassung
2.3 Kompetenzentwicklung
2.3.1 Begriffe aus dem Themenfeld „Kompetenz“, „Kompetenzerwerb“
2.3.2 Kompetenzorientierter Unterricht
2.3.3 Kompetenzentwicklung als schulisches Ziel
2.3.4 Kompetenzorientiertes Lernen
2.3.5 Kompetenzstufenmodell
2.3.6 Individualisierung, Differenzierung
2.4 Jahresplanung
2.4.1 Kompetenzorientierte Jahresplanung
2.4.2 Methodenvielfalt
2.5 Kompetenzorientierte Jahresplanung „KID“
2.5.1 Entwicklungsprozess
2.5.2 Vor- und Nachteile dieses Konzeptes
2.5.3 Junglehrerinnen und der Planungsprozess
2.6 Zwischenresümee
3 EMPIRISCHE UNTERSUCHUNG
3.1 Forschungsdesign
3.1.1 Untersuchungsgegenstand/Fragestellung
3.1.2 Einzelstichprobe
3.1.3 Methode
3.1.4 Instrumente
3.2 Ergebnisse
3.2.4 Verlaufsdaten
3.2.2 Gegenüberstellung – offene Fragen/Beobachtungen/Interview
4 INTERPRETATION
4.1 Fragenkatalog
4.2 aus der Sicht des Mentee
4.3 Aus der Sicht der Mentorin
4.3.1 Gegenüberstellung Beobachtungsnotizen und Literatur
4.3.2 Planung
4.3.3 Durchführung
4.3.4 Bewältigung durch das eigene Ressourcenpool
4.4 Gesamtinterpretation aller Daten
5 ZUSAMMENFASSUNG
6 PRAKTISCHE KONSEQUENZEN FÜR DEN BERUFSEINSTIEG
6.1 Ressourcen
6.2 „KID“
6.2.1 Vorteile beziehungsweise Nachteile von „KID“
6.2.2 Wo gibt es Übereinstimmungen
6.2.3 Wo hat „KID“ Hilfestellung geboten und wo war es schwierig?
7 AUSBLICK
8 SCHLUSSFOLGERUNGEN UND DISKUSSION
Diese Master Thesis untersucht den Einfluss sozialer und individueller Ressourcen auf den Berufseinstieg von Lehrkräften am Beispiel der Umsetzung einer kompetenzorientierten Jahresplanung („KID“). Die zentrale Forschungsfrage fokussiert darauf, ob ein Ressourcenpool, mit besonderem Gewicht auf Persönlichkeitsmerkmalen, die Bewältigung dieser Einstiegsphase erleichtert und zu einer Kompetenzsteigerung bei Lehrenden und Lernenden führt.
2.5.1 Entwicklungsprozess
Die Unzufriedenheit mit einer herkömmlichen Jahresplanung, die nach kurzer Zeit vom selbst eingeteilten Zeitplan stark abweicht, Lerninhalten, die nicht für alle Kinder passend sind, sowie die Vorgabe, die Jahresplanung um die vorgegebenen Kompetenzen der Bildungsstandards zu ergänzen, löste in der Entwicklungsgruppe einen Nachdenkprozess aus.
Vor allem die Tatsache, dass die zeitliche Abweichung nach einem mühsam erstellten Jahresplan bald sehr groß wird, war unzufriedenstellend. Denn das hätte bedeutet, dass der Unterricht sich wieder ausschließlich nach den verwendeten Lehrwerken orientiert und lehrerzentriert ist.
Dieser Plan begleitet das gesamte Schuljahr und zwängt nicht in ein enges zeitliches Korsett. Eigene Wochenplanungen oder Tagesplanung stellen keinen Widerspruch dar. Die herkömmliche Planung findet ausschließlich in Wochen oder bestenfalls in Monatsschritten statt und orientiert sich am Lehrwerk. Das Lernziel, das am Ende eines Schuljahres bei jedem Kind erreicht werden sollte, wird dabei allzu leicht aus den Augen verloren. Außerdem wurden viele mühsam hergestellte oder schon vorhandene Arbeitsmittel, nur kurz oder gar nicht verwendet. Der Überblick über Vorhandenes fehlt oftmals.
Um lehrplankonform aber auch kompetenzorientiert zu planen, waren einige Basisinformationen unerlässlich. Dazu gehörten einerseits die Inhalte des österreichischen Volksschullehrplans, aber auch die zu erreichenden Kompetenzen in den Unterrichtsfächern Deutsch und Mathematik der Bildungsstandards, sowie die Schlüsselkompetenzen.
Im ersten Schritt wurde untersucht ob, und wenn ja, welche Zusammenhänge zwischen Lehrplan und den Kompetenzen der BIST bestehen. Es wurden einige wortidente Passagen in beiden Werken gefunden. 2011 entstand dann der erste Versuch zweier Lehrerinnen, eine Jahresplanung mit anderen Schwerpunkten zu entwickeln. Ziel war es für jede Schulstufe der Volksschule den Lehrplan als übersichtlichen „roten Faden“ darzustellen. Differenzierung und Individualisierung sollten darin Platz finden. So wie es im Lehrplan unter „Lernformen“ verschriftlicht ist: „Um den Unterricht in der Grundschule kindgemäß, lebendig und anregend zu gestalten, soll die Lehrerin beziehungsweise der Lehrer verschiedene Lernformen ermöglichen. Ausgehend von den eher spielorientierten Lernformen der vorschulischen Zeit soll zu bewusstem, selbstständigem, zielorientiertem Lernen hingeführt werden.“
1 PROBLEMAUFRISS UND ZIELSTELLUNGEN: Einführung in die Relevanz kompetenzorientierter Planung und Darlegung der zentralen Forschungsfragen.
2 LEITGEDANKEN: Theoretische Fundierung zu Berufseinstieg, Persönlichkeitsressourcen, Kompetenzentwicklung und der spezifischen „KID“-Jahresplanung.
3 EMPIRISCHE UNTERSUCHUNG: Erläuterung des Forschungsdesigns als Einzelfallstudie inklusive der angewandten Methoden wie Beobachtung und Fragebögen.
4 INTERPRETATION: Analyse und Verknüpfung der erhobenen Daten aus Fragebögen, Beobachtungen und Interviews zur Beantwortung der Forschungsfragen.
5 ZUSAMMENFASSUNG: Synthese der Erkenntnisse über den Einfluss der Persönlichkeit und Ressourcen auf den Berufseinstieg.
6 PRAKTISCHE KONSEQUENZEN FÜR DEN BERUFSEINSTIEG: Ableitung konkreter Empfehlungen für Mentorinnen und Berufseinsteiger basierend auf der Anwendung von „KID“.
7 AUSBLICK: Reflexion über die Bedeutung professioneller Begleitung für die Weiterentwicklung von Lehrkräften.
8 SCHLUSSFOLGERUNGEN UND DISKUSSION: Zusammenfassende Diskussion über die Notwendigkeit flexibler, individualisierter Modelle im Mentoring.
Berufseinstieg, Kompetenzorientierung, Jahresplanung, Ressourcenpool, Persönlichkeitsmerkmale, Mentoring, Unterrichtsplanung, Individualisierung, Differenzierung, Selbstwirksamkeit, Beanspruchung, Bewältigungsstrategien, Schulentwicklung, Lehrplan, Bildungssstandards
Die Arbeit untersucht, wie Berufseinsteigerinnen durch den Einsatz individueller und sozialer Ressourcen sowie durch eine kompetenzorientierte Jahresplanung die Herausforderungen des Berufseinstiegs bewältigen können.
Die Arbeit beleuchtet den Berufseinstieg, die Bedeutung der Persönlichkeit als Ressourcenpool, Konzepte der Kompetenzentwicklung und die praktische Umsetzung der „KID“-Jahresplanung im Schulalltag.
Das Ziel ist herauszufinden, ob ein spezifischer Ressourcenpool bei der Bewältigung der Einstiegsphase hilft und ob die „KID“-Planungsweise eine Erleichterung für die Junglehrerin darstellt.
Es handelt sich um eine qualitative Einzelfallstudie im Längsschnitt, die durch quantitative Methoden (Fragebögen), Beobachtungsnotizen und biografische Interviews gestützt wird.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die Entwicklung und Erläuterung des „KID“-Konzepts sowie die empirische Untersuchung und detaillierte Interpretation der erhobenen Daten.
Zentrale Begriffe sind Kompetenzorientierung, Persönlichkeitsressourcen (Big Five), Beanspruchungsregulation, Mentoring und Individualisierung im Unterricht.
„KID“ ist eine kompakte, kompetenzorientierte Jahresplanung, die den Lehrplan mit den Bildungsstandards verknüpft und so einen flexiblen Rahmen für individualisiertes Lernen bietet.
Die Biografie dient als Kontext, um Verhaltensmuster, den Umgang mit Belastungen und die Entwicklung der eigenen Professionalität besser zu verstehen und interpretieren zu können.
Die Mentorin fungiert als begleitende Beobachterin, die durch Reflexion und fachlichen Austausch dabei unterstützt, Blockaden bei der Junglehrerin zu lösen und deren Ressourcen zu aktivieren.
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