Bachelorarbeit, 2017
41 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1. Problemstellung
1.2. Zielsetzung
1.3. Vorgehensweise
2. Theoretischer Rahmen
2.1. Theorie effizienter Märkte
2.2. Capital Asset Pricing Model (CAPM)
2.3. Bedeutung von Kapitalmarktanomalien
3. Der Size-Effekt
3.1. Methodik in der empirischen Size-Effekt Forschung
3.1.1. Sortierungsverfahren
3.1.2. Regressionsanalysen
3.2. Überblick der empirischen Studien zum Size-Effekt
3.2.1. Untersuchungen US-amerikanischer Aktienmarkt
3.2.1.1. Banz (1981)
3.2.1.2. Reinganum (1981)
3.2.1.3. Fama und French (1992)
3.2.2. Untersuchungen internationaler Aktienmärkte
3.2.2.1. Oertmann (1994)
3.2.2.2. Stehle (1997)
3.2.2.3. Fama und French (2012)
3.2.2.4. Weitere Studien zum Size-Effekt
3.3. Erklärungsansätze des Size-Effekts
3.3.1. Risikofaktoren
3.3.2. Transaktionskosten
3.3.3. Statistische Fehler
3.3.4. Verzerrungen im InvestorInnenverhalten
3.4. Heutiger Stand der Wissenschaft zum Size-Effekt
3.5. Relevanz des Size-Effekts in Multifaktormodellen
3.5.1. Fama/French-Dreifaktorenmodell
3.5.2. Carhart-Vierfaktorenmodell
3.5.3. Fama/French-Fünffaktorenmodell
3.6. Verknüpfung des Size-Effekts mit anderen Anomalien
3.6.1. Januar-Effekt
3.6.2. Neglected-Firm-Effekt
3.6.3. Weitere Verknüpfungen
4. Resümee
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht in der umfassenden Literaturanalyse zum sogenannten "Size-Effekt" an den Kapitalmärkten seit dessen Entdeckung im Jahr 1981 durch Rolf Banz. Dabei wird untersucht, ob Investoren durch die gezielte Nutzung der Unternehmensgröße systematische Überrenditen erzielen können und ob dieser Effekt als marktineffiziente Anomalie oder als Risikoaufschlag zu bewerten ist.
3.1.1. Sortierungsverfahren
Bei dieser simplen Methode sortieren die WissenschaftlerInnen die zu untersuchenden Aktientitel, gemessen an der Marktkapitalisierung, der Größe nach in Gruppen zu sogenannten „Size-Portfolios“. Keim (1983), Fama und French (1992) und Horowitz, Loughran und Savin (2000a,b) teilten die Aktien in 10 verschiedene Gruppen auf. Banz (1981) oder Aussenegg und Grünbichler (1999) konstruierten 5 Gruppen für ihre Studie. In jeden Titel wird dabei der gleiche Geldbetrag investiert (=gleichgewichtete Portfolios). Die Portfoliozusammensetzung wird in den meisten Studien jedes Jahr neu ermittelt. Eine andere Möglichkeit besteht in einer monatlichen Anpassung, die bspw. Stehle in seiner Untersuchung am deutschen Kapitalmarkt verwendet. Nach der Berechnung der Durchschnittsrenditen können die Gruppen verglichen werden. In der Literatur erfolgt die Berechnung des Size Effekts oft anhand der Renditeunterschiede zwischen dem Portfolio mit den höchstkapitalisierten Aktien und jenem mit den kleinsten Aktientiteln.
Als Grund für diese Vorgehensweise wird häufig angeführt, dass zur Bestimmung eines risikoadjustierten Size-Effekts Beta-Faktoren berechnet werden müssen, diese jedoch oft Schätzfehlern unterliegen. Durch die Bildung von Größenportfolios und durch die Berechnung von Portfolio-Betas, gleichen sich Schätzfehler von Beta-Faktoren einzelner Aktien im Portfolio gegenseitig aus. Damit können Ungenauigkeiten bei der Berechnung der Betas reduziert werden.
1. Einleitung: Definiert die Problemstellung und die Forschungsfragen zur Relevanz des Size-Effekts für die finanzwirtschaftliche Praxis und Theorie.
2. Theoretischer Rahmen: Erläutert die Effizienzmarkthypothese und das Capital Asset Pricing Model als theoretische Fundamente sowie die Bedeutung von Kapitalmarktanomalien.
3. Der Size-Effekt: Analysiert ausführlich die empirische Forschung, Erklärungsansätze und die Einbettung des Size-Effekts in moderne Multifaktormodelle.
4. Resümee: Führt die zentralen Ergebnisse der Literaturanalyse zusammen und diskutiert den aktuellen wissenschaftlichen Diskurs über die Beständigkeit der Anomalie.
Size-Effekt, Marktkapitalisierung, Kapitalmarktanomalien, CAPM, Effizienzmarkthypothese, Überrendite, Risikofaktoren, Portfoliomanagement, Fama/French-Dreifaktorenmodell, Januar-Effekt, Liquiditätsrisiko, Behavioral Finance, Small Caps, Aktienrendite.
Die Arbeit analysiert kritisch das Phänomen des "Size-Effekts" an den internationalen Aktienmärkten, bei dem kleine Unternehmen historisch höhere Renditen als große Unternehmen erzielt haben.
Neben der empirischen Evidenz werden vor allem die theoretischen Erklärungsansätze für diese Anomalie sowie deren Rolle innerhalb moderner Asset-Pricing-Modelle (Multifaktormodelle) beleuchtet.
Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, ob der Size-Effekt auch heute noch eine verlässliche Quelle für systematische Überrenditen darstellt oder ob er mittlerweile verschwunden ist.
Es handelt sich um eine systematische Literaturanalyse, die auf Basis renommierter finanzwirtschaftlicher Fachzeitschriften die Ergebnisse empirischer Studien seit 1981 zusammenfasst.
Der Hauptteil gliedert sich in eine methodische Einführung, die Darstellung der US-amerikanischen sowie internationalen Studienlage und eine detaillierte Diskussion der Erklärungsmodelle.
Die zentralen Begriffe sind Size-Effekt, Kapitalmarktanomalien, Fama/French-Modelle, Effizienzmarkthypothese und Risikoprämie.
Ja, laut der untersuchten Literatur findet ein signifikanter Teil des jährlichen Size-Effekts in den ersten Handelstagen des Januars statt, was oft mit steuerlichen Verkäufen ("Tax-Loss-Selling") in Verbindung gebracht wird.
Die Autorin stellt fest, dass die wissenschaftliche Diskussion kontrovers ist; während frühe Studien den Effekt bestätigten, zeigen neuere Analysen oft ein Verschwinden oder eine Abschwächung, weshalb keine abschließende Einigkeit besteht.
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