Bachelorarbeit, 2017
40 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
2. Grundlagen und internationaler Vergleich
2.1 Definition und Begriffsabgrenzung
2.2 Arten der Mindestlöhne
2.3 Ziele des Mindestlohns
3. Deutschland und der Mindestlohn
3.1 Die Debatte um den Mindestlohn und seine Entwicklung
3.2 Das Mindestlohngesetz
3.3 Chancen und Risiken des Mindestlohns
4. Theoretische Grundlagen in der ökonomischen Theorie
4.1 Lohnbildung in der Marktwirtschaft
4.2 Grundlagen der neoklassischen Theorie
4.3 Das Monopsonmodell
5. Empirische Evidenz des Mindestlohns
5.1 Internationale Erfahrung
5.2 Nationale Erfahrung
5.3 Zwischenfazit
6. Konzepte und Auswirkungen
6.1 Bestehende Formen des Mindestlohns
6.2 Aufstockungsmöglichkeiten des Mindestlohns durch ALG II
6.3 Alternativen zum Mindestlohn
6.4 Umgehungsstrategien der Unternehmen
7. Fazit
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns auf den deutschen Arbeitsmarkt, wobei sie sowohl die theoretischen Grundlagen der Lohnbildung als auch die empirische Evidenz analysiert, um die Chancen und Risiken dieser Maßnahme zu bewerten.
3.2 Das Mindestlohngesetz
Wie bereits erwähnt, existiert seit dem 01. Januar 2015 ein flächendeckender gesetzlich verbindlicher Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde in Deutschland. Die Regelungen sind im Mindestlohngesetz verankert, welches einen Teil des Tarifautonomiestärkungsgesetzes bildet. Das Tarifautonomiegesetz ist seit dem 16. August 2014 wirksam und enthält neben dem Mindestlohngesetz auch noch Regelungen sowohl für die Erleichterung der Allgemeinverbindlichkeit der Tarifverträge als auch für die Ausweitung des Arbeitnehmerentsendegesetzes auf alle Branchen. Zusätzlich können auch auf Basis des Arbeitnehmerentsendegesetzes und des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes verbindliche branchenbezogene Mindestlöhne ausdiskutiert werden.
Diese Gesetze bilden somit auch die Grundlage für diejenigen Tarifverträge, die vom Mindestlohn im Übergangszeitraum bis zum 21. Dezember 2017 abweichen. Das Ziel dieses Tarifpakets ist darauf ausgerichtet, die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Niedriglohnsektor vor Dumpinglöhnen zu schützen. Zudem sollen auf Grundlage dieses Gesetzes bereits geringfügige Beschäftigungsverhältnisse, die auch als Minijobs bezeichnet werden, in sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse überführt. Der Mindestlohn gilt für alle Arbeitnehmer, die im Sinne des Mindestlohngesetzes zu definieren sind und über 18 Jahre alt sind. Eine Ausnahmeregelung, in deren Rahmen der Mindestlohn abweichen kann, gilt beispielsweise in den ersten sechs Monaten während der Beschäftigung von Langzeitarbeitslosen, um ihnen den Einstieg zurück in den Arbeitsmarkt zu erleichtern. Zudem gelten für bestimmte Gruppen vorerst noch Übergangs- und Ausnahmeregelungen. Weitere Anpassungen, die unerlässlich sind, sollen alle zwei Jahre vorgenommen werden.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Debatte um Chancen und Risiken eines Mindestlohns in Deutschland ein und skizziert den Aufbau der wissenschaftlichen Untersuchung.
2. Grundlagen und internationaler Vergleich: Das Kapitel definiert den Begriff Mindestlohn, unterscheidet verschiedene Arten und beleuchtet die primären Ziele der Einführung.
3. Deutschland und der Mindestlohn: Hier werden die historische Entwicklung der Debatte, die Verabschiedung des Mindestlohngesetzes sowie die damit verbundenen Chancen und Risiken analysiert.
4. Theoretische Grundlagen in der ökonomischen Theorie: Das Kapitel erläutert die Lohnbildung in der Marktwirtschaft und vergleicht das neoklassische Arbeitsmarktmodell mit dem Monopsonmodell.
5. Empirische Evidenz des Mindestlohns: Hier erfolgt eine Auswertung internationaler und nationaler Erfahrungen hinsichtlich der Beschäftigungseffekte.
6. Konzepte und Auswirkungen: Dieses Kapitel betrachtet bestehende Mindestlohnformen, Aufstockungsmöglichkeiten, Alternativen sowie unternehmerische Umgehungsstrategien.
7. Fazit: Das Fazit resümiert die Ergebnisse und bewertet den Mindestlohn als wichtige, wenn auch experimentelle arbeitsmarktpolitische Reform.
Mindestlohn, Arbeitsmarkt, Deutschland, Mindestlohngesetz, Lohnbildung, Neoklassik, Monopson, Beschäftigungseffekte, Niedriglohnsektor, Kombilohn, negative Einkommenssteuer, Tarifautonomie, Arbeitslosigkeit, Kaufkraft, Sozialpolitik
Die Arbeit analysiert die Einführung und die Grundlagen des gesetzlichen Mindestlohns in Deutschland und untersucht dessen Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt.
Zu den Schwerpunkten zählen die ökonomische Theorie der Lohnbildung, der internationale Vergleich, die gesetzliche Umsetzung in Deutschland sowie die empirischen Folgen für Beschäftigung und Unternehmen.
Das Hauptziel ist es, die Auswirkungen des Mindestlohns objektiv darzustellen und zu bewerten, ob die befürchteten negativen Beschäftigungseffekte eintreten oder ob der Mindestlohn zur sozialen Gerechtigkeit beiträgt.
Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte theoretische Literaturanalyse sowie eine Auswertung empirischer Studien aus dem In- und Ausland.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung durch ökonomische Modelle, eine empirische Evidenzprüfung sowie eine detaillierte Analyse von Auswirkungen und Alternativkonzepten.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Mindestlohn, Arbeitsmarkt, Lohnbildung, Neoklassik, Monopson, Beschäftigungseffekte, Niedriglohnsektor und soziale Gerechtigkeit.
Während die neoklassische Theorie von vollkommenem Wettbewerb und potenziellen Beschäftigungsverlusten durch Mindestlöhne ausgeht, unterstellt das Monopsonmodell einem einzelnen Arbeitgeber Marktmacht, bei der ein Mindestlohn beschäftigungsneutral oder sogar positiv wirken kann.
Unternehmen versuchen den Mindestlohn teilweise durch Gutscheine statt Lohn, unzumutbare Zeitvorgaben bei Akkordarbeit oder die Anrechnung von Sonderzahlungen und Arbeitsmaterialkosten auf den Grundlohn zu umgehen.
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