Bachelorarbeit, 2016
57 Seiten, Note: 2
1. Einleitung
2. Teil I: Das Chinesisches Zimmer
2.1. Vorgeschichte
2.1.1. Welche Voraussetzungen führten dazu?
2.1.2. Searles Intuition
2.2. Searles Argumente
2.2.1. Syntax genügt nicht für Semantik
2.2.1.1. Linguistik
2.2.1.2. Wahrheitswerte Formaler Logik
2.2.2. Geist hat Inhalt
2.2.2.1. Die Rolle der Bewusstseins
2.2.2.2. Semantik muß intern sein
2.2.3. Programme sind rein syntaktisch
2.2.3.1. Symbolisch vs Subsymbolisch
2.2.3.2. Symbolic fallacy
2.2.4. Simulation und Virtuelle Maschinen
3. Teil II: Möglichkeiten artifizieller Semantik
3.1. Ceci n’est pas une Intelligence Artificielle
3.2. Symbolischer Ansatz
3.2.1. “Strong AI” und Kausalität
3.2.2. Fodor vs Konnektivismus
3.2.3. Kritik
3.3. Konnektivismus
3.3.1. Künstliche Neuronale Netzwerke
3.3.1.1. Aufbau
3.3.1.2. Arbeitsweise
3.3.1.3. Vom Thermostat zum Watt-Governor
3.3.1.4. Der Newton’sche Apfel
3.3.1.5. Interne Struktur
3.3.1.6. Generalisierung
3.3.1.7. Gegen das Implementationsargument
3.3.2. Repräsentation ohne Repräsentation
3.3.2.1. Mustererkennung
3.3.2.2. Modell für Gehirn
3.4. Semantik jetzt!
4. Conclusio
Die vorliegende Arbeit untersucht die Frage, ob Maschinen eine echte Semantik entwickeln können, wobei sie John Searles berühmtes „Chinesisches Zimmer“-Gedankenexperiment kritisch hinterfragt. Ziel ist es, die Beschränkungen der klassischen, symbolverarbeitenden Künstlichen Intelligenz aufzuzeigen und zu erörtern, ob konnektivistische Ansätze (neuronale Netzwerke) einen gangbaren Weg zu einer verkörperten, semantischen Informationsverarbeitung darstellen.
3.3.1.5. Interne Struktur
Wie wir gesehen haben hat Konnektivismus im Gegenteil zum symbolischen Ansatz kein Problem mit einer inneren Komplexität, bzw. Semantik. Der innerer Aufbau ist genau die Verkörperung (Embodiment) der Semantik, d.h. einer eindeutigen Bedeutung des Repräsentationsmusters, die sich ändern würde, wenn seine Elemente verändert werden würden. Anstatt einfachen “Labels”, Namen ohne Bedeutung, beliebig austauschbaren Symbolen also haben wir hier Repräsentationen mit “komplexen, verteilten Mustern von Aktivität”:
“Representations in connectionist systems, unlike those in symbolic systems, are not primitive, featureless entities. Rather, a connectionist representation is a complex distributed pattern of activity, emerging from computational activity at a lower level. Representations are not manipulated directly, but rather are the indirect result of low-level manipulations. Most importantly, connectionist representations have a rich internal structure. Unlike symbolic representations, connectionist representations have their own intrinsic organization, by virtue of their consisting in a complex pattern of activation;
it is impossible to treat such a representation as a featureless chunk. Because of this internal structure, Searle’s argument does not go through. According to the connectionist claim, distributed representations carry content precisely in virtue of their rich internal structure. In the terms of Dyer (1990), connectionist representations have a microsemantics - internal pattern that systematically reflects the meaning of the representation.” (Chalmers 1994, 39)
1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema ein, stellt John Searles Argument des „Chinesischen Zimmers“ vor und skizziert das Ziel der Arbeit, die Möglichkeiten artifizieller Semantik zu untersuchen.
2. Teil I: Das Chinesisches Zimmer: Dieses Kapitel analysiert Searles Argumente gegen die „Starke KI“, insbesondere die Behauptung, dass Syntax nicht für Semantik ausreicht, und hinterfragt die Rolle von Bewusstsein und Symbolmanipulation.
3. Teil II: Möglichkeiten artifizieller Semantik: Dieser Hauptteil beleuchtet den Kontrast zwischen symbolischen Ansätzen und dem Konnektivismus, wobei die Fähigkeit neuronaler Netzwerke zur Repräsentation ohne explizite Programmierung hervorgehoben wird.
4. Conclusio: Die Conclusio zieht ein Fazit über die Wandlung der KI-Forschung und konstatiert, dass die Hoffnung auf eine rein logische „Denkmaschine“ durch dynamische, konnektivistische Modelle abgelöst wurde.
Künstliche Intelligenz, Semantik, Syntax, Chinesisches Zimmer, Konnektivismus, Neuronale Netzwerke, Symbolhypothese, Repräsentation, Kognitionswissenschaft, Bewusstsein, Kausalität, Computation, Mentale Zustände, Mustererkennung, Embodiment
Die Arbeit untersucht, ob Maschinen künstliche Semantik entwickeln können, indem sie die klassische symbolverarbeitende KI gegen den Konnektivismus abwägt.
Die Arbeit konzentriert sich auf die Philosophie des Geistes, die KI-Forschung, neuronale Netzwerke, Sprachtheorie und die Debatte über mentale Repräsentation.
Das Ziel ist es, Searles These, dass Computer niemals Semantik erlangen können, durch eine Analyse moderner konnektivistischer Ansätze und deren Potenzial zur Bedeutungsgenerierung in Frage zu stellen.
Es wird eine philosophisch-theoretische Analyse und Diskussion der aktuellen Debatten in der Kognitionswissenschaft und KI-Forschung durchgeführt, unter Einbeziehung relevanter Literatur.
Der Hauptteil behandelt die logische Struktur von Searles Argumenten, die Unterscheidung zwischen Syntax und Semantik sowie die Funktionsweise und das Potenzial künstlicher neuronaler Netzwerke.
Die zentralen Begriffe sind Künstliche Intelligenz, Konnektivismus, Semantik, Repräsentation und das „Chinesische Zimmer“.
Der Autor argumentiert, dass symbolische KI lediglich mit inhaltslosen Symbolen operiert, während der Konnektivismus durch verteilte Repräsentationen eine Art genuine Semantik ermöglicht.
Die Verkörperung ist zentral, da der Autor diskutiert, wie Systeme durch Interaktion mit der Welt und interne dynamische Prozesse Wissen repräsentieren, anstatt nur symbolische Regeln zu befolgen.
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